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Events

Alpenbrevet: Drei Strecken und bis zu fünf Pässe

Das Alpenbrevet, eine Ausdauerprüfung für Velorennfahrer und Biker, wechselt von Andermatt ins Berner Oberland mit Start und Ziel in Meiringen. Rund 1200 Teilnehmer werden am Samstag 9. August 2008 im Haslital erwartet.

pd/bns. Der Start in Meiringen in Richtung Grimselpass erfolgt laut einer Medienmitteilung um 6:45 Uhr, wobei die Kantonsstrasse Meiringen–Innertkirchen für eine knappe halbe Stunde für den übrigen Verkehr gesperrt wird: «Sportlich interessant und touristisch wertvoll, so präsentiert sich das Alpenbrevet welches von Swiss Cycling organisatorisch auf eine neue Basis gestellt worden ist.» Michael Schild habe den Zuschlag erhalten, und ihm sei es gelungen, diese traditionsreiche Breitensportveranstaltung ins Berner Oberland zu bringen: «Der Rennleiter des Grandprix von Bern (grösster Strassenlauf der Schweiz) und sein Team wollen das längste Velorennen der Alpen neu beleben.» Geblieben seien die wichtigsten Alpenpässe – neu werde der Ansturm an der Grimsel sein. Bedingt durch das neue Start-/Zielgelände in Meiringen wird sich das Feld der rund 1200 Velorennfahrer als mehr oder weniger geschlossener Pulk Richtung Guttannen, Handeck und Grimselpasshöhe bewegen

Fahrer aus 20 Nationen
Hobbyfahrer aus 20 Nationen sind nach Angaben der Veranstalter gemeldet, sogar aus Neuseeland, Saudiarabien und Kanada sind Ausdauerathleten am Start. Für die ersten sechseinhalb Kilometer über den «Kirchet» zwischen Meiringen und Innertkirchen werde die Strasse für den motorisierten Verkehr gesperrt sein: «Ab Innertkirchen gilt für alle Teilnehmer das Strassenverkehrsgesetz.» Die Silber-Tour führe als kürzeste Strecke über die Pässe Grimsel, Furka und Susten. Der Klassiker messe immerhin 132 Kilometer und weise eine Gesamtsteigung von 3875 Meter auf. Wem das nicht genüge, wähle die Gold-Tour mit Grimsel, Nufenen, Gotthard und Susten und einer Distanz von 172 Kilometer sowie 5294 Steigungsmeter: «Die Hasardeure unter den Pedaleuren lassen Airolo links liegen, wählen die Platin-Ausgabe der Tour und geniessen die Talfahrt bis Biasca. Weiter geht es über den Lukmanier in den Kanton Graubünden und von Disentis den Oberalppass hoch. Allen Fahrerinnen und Fahrern wird zum Dessert der Sustenpass serviert.» Die Distanz für die Fünfpässefahrt betrage stolze 276 Kilometer mit 7031 Meter Steigung. Beim Einnachten müssten alle Teilnehmer zurück sein: «Zielschluss ist für die 276 Kilometer lange Platin-(Tor-)Tour abends um Viertel nach neun Uhr – nach vierzehneinhalb Stunden Kampf und Krampf.» Nicht an der Tremola und auch nicht am Nufenenpass finde sich das steilste Teilstück der ganzen Tour: «Der happigste kurze Brocken wartet unmittelbar vor der Räterichsboden-Staumauer mit einer Steigung von 16 Prozent.»

Zielschluss definitiv für alle um 21.15 Uhr
Wie beim Jungfraumarathon, gibt es laut den Veranstaltern auch beim Alpenbrevet Kontrollschlusszeiten. So müssten die Gold-Tour-Fahrer Airolo nach der Abfahrt vom Nufenenpass und vor dem Aufstieg zum Gotthard spätestens um 12.45 Uhr passiert haben. Weit härter treffe es die Absolventen der Platin-Tour: Hier heisse die «last passing time» bereits 11.15 Uhr. Wer später eintrifft wird statt Richtung Biasca zum Gotthard und damit auf die Gold-Tour geleitet. Zielschluss ist definitiv für alle um 21.15 Uhr.

Im Startgeld ist der Schweiss inbegriffen
«Was der Jungfraumarathon für die Läufer, ist das Alpenbrevet für die Velofahrer», verlautet im weiteren: «Hier wie dort müssen über 100 Franken hingeblättert werden (seit 10.Juli 120 Franken) – Schweiss und Durst inbegriffen.» Eingeschlossen seien aber auch wichtige Dienstleistungen, von der Streckenmarkierung über den Reparaturservice bis zu den Garderoben, Duschen, Finisher-Geschenken, Sanitäts- und Verpflegungsdiensten. Eine Herausforderung sei das Alpenbrevet auch aus logistischer Sicht: «Nicht nur die kantonalen Polizeidienststellen, sondern auch die 35 tangierten Gemeinden in den Kantonen Bern, Wallis, Tessin, Graubünden und Uri mussten informiert werden. Unzählige Helfer stehen teilweise im 16-Stunden-Einsatz, sieben Pässe müssen für die Fahrerinnen und Fahrer markiert und gesichert sein. Und an den neun Verpflegungsposten müssen Tee, Bouillon und Wasser gleich hektoliterweise heran- und hinaufgeschafft werden. Übrigens: Wer Abfälle oder Trinkflaschen ausserhalb der Verpflegungszonen wegwirft, wird disqualifiziert.»

Mountainbiker: Von «Rock» bis «Hard»
Meiringen soll am 9. August nicht nur zum Mekka der Velorennfahrer, sondern ebenso zum Magnet für die Mountainbiker werden: «Mit ‹Rock› (50 Kilometer) und ‹Hard› (70 Kilometer) werden zwei unterschiedlich anspruchsvolle Panoramastrecken angeboten. Was neben Distanz und Schwierigkeitsgrad ebenso ins Gewicht fällt, ist die ideale Anlage des Parcours in der grossartigen Naturlandschaft am Hasliberg.» Der Start dieser Touren ist laut der Medienmitteilung auf 7.30 Uhr angesetzt. Das Start-/Zielgelände befinde sich für alle Fahrer in Balm eingangs des Dorfes Meiringen.
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