| Auffrischung für die Berntorgasse in der Thuner Innenstadt
Im Zuge der Wasserleitungserneuerung wird die Gelegenheit benutzt, die Berntorgasse in Thun mit Pflästerungen, Bäumen und neuem Strassenlicht optisch aufzuwerten. Ab 31. Juli liegt das Baugesuch öffentlich auf. Die Bauarbeiten beginnen je nach Wetter ab Februar 2009.
sth/bns. Die kantonale Denkmalpflege und der städtische Fachausschuss für Bau- und Aussenraumgestaltung haben laut einer Medienmitteilung das vorliegende Projekt gutgeheissen. Die Sanierung werde gemäss Voranschlag 750 000 Franken kosten: «Da es sich um baulichen Unterhalt, also gebundene Kosten handelt, konnte der Gemeinderat die Sanierung in eigener Kompetenz beschliessen.» Die Bauarbeiten sollen ab Februar 2009 laufen und rechtzeitig zum Thunfest 2009 abgeschlossen sein.
Die Berntorgasse in Thun, unmittelbar hinter der alten Stadtmauer im Grabengut gelegen, soll laut der Medienmitteilung auf Beschluss des Gemeinderates schöner, übersichtlicher und fussgängerfreundlicher werden: «Ein Wasserleitungsbruch im August 2007 mit massiver Überschwemmung und grossen Belagsschäden gab den Anstoss für eine umfassende Sanierung, die auch den ursprünglichen Charakter der historischen Berntorgasse wieder zur Geltung kommen lassen wird.» Vorgesehen seien folgende Sanierungsmassnahmen:
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Das heutige Belagsflickwerk verschwindet. Mit einer Natursteinpflästerung im Einfahrtsbereich der Schwäbisgasse wird die über hundert Meter lange Gasse vom übergeordneten Strassennetz abgegrenzt. Der Fahrbereich wird durch einen fünf Meter breiten Belagstreifen markiert. |
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Die heutigen Bäume und Sträucher im Gassenraum werden entfernt. An ihrer Stelle werden fünf neue Bäume gepflanzt. |
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Der nördliche Randbereich entlang der Fassaden, der kleinen «Berntorwiese» und das Umfeld der neuen Bäume bekommen eine Natursteinpflästerung. Die Umgebung des Brunnens und der Vorplatz der schützenswerten Berntorscheune werden mit einer Pflästerung aus alten Kopfsteinen hervorgehoben. |
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In den Baumzwischenräumen werden neun gebührenpflichtige Parkplätze und ein Invalidenparkplatz markiert. Vor den neu entstehenden Wohnungen für betreutes Wohnen (ehemals Baumaterial AG) besteht die Möglichkeit, ein Aussenrestaurant einzurichten. 30 Veloabstellplätze ergänzen das Angebot. |
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Der Strassenentwässerung dient eine Natursteinrinne, die dem alten Erscheinungsbild der Gasse entspricht. |
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In einem separaten Bauprojekt wird der öffentliche Teil des Gartens vor dem Venner-Zyro-Turm gleichzeitig ebenfalls neu gestaltet. Die dortige Linde wird mit Kies- und Rasenflächen umgeben. Sitzbänke laden zum Verweilen ein.Hecken grenzen den Garten von privaten Liegenschaften ab. |
Begegnungszone bleibt erhalten
In früheren Zeiten herrschte bereits eine Art Mischverkehr, wie ihn die moderne Begegnungszone, welche in der Berntorgasse 2006 eingeführt wurde, ebenfalls zulässt: Fussgänger haben Vortritt gegenüber den Fahrzeugen, für welche eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde gilt. Das zeitlich beschränkte Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder sowie der Einbahnverkehr in Fahrtrichtung Schwäbisgasse und Untere Hauptgasse werden auch mit der Sanierung beibehalten.
Werkleitungen werden vorher ersetzt
Noch vor der Umgestaltung wird die Energie Thun AG auf der ganzen Länge die Wasserleitungen ersetzen und stellenweise auch Gas- und Stromleitungen sanieren.
Sanierung Berntorgasse. Das Baugesuch wird diese Woche (31. Juli 2008) im Thuner Amtsanzeiger publiziert. Das Baugesuch und die Projektunterlagen können nach Voranmeldung im Bauinspektorat an der Industriestrasse 2 in Thun, Telefon 033 225 83 37, eingesehen werden.
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