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Mittwoch 2. Juli 2008
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Erdgas als Treibstoff ist günstiger geworden

Auf 1. Juli 2008 hat die Energie Thun AG den Preis für Erdgas als Treibstoff um 30 auf 165 Rappen pro Kilogramm oder 112 Rappen pro Liter Benzinäquivalent gesenkt Dies ist dank der Senkung der Mineralölsteuer durch den Bund möglich. Somit ist Erdgas um mehr als 40 Prozent günstiger als Benzin.

sth/bns. Mit der Revision des Mineralölsteuergesetztes unterstütze der Bund jetzt das Fahren mit den Ökotreibstoffen Erdgas und Biogas, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Damit bestätigt er auch offiziell deren Umweltvorteile.» Dem in der Schweiz getankten Erdgas mische die Schweizer Erdgaswirtschaft und damit auch die Energie Thun AG mindestens zehn Prozent kohlendioxidneutrales Biogas bei. Dadurch erhöhten sich die Kohlendioxidvorteile auf mindestens einen Drittel im Vergleich zu Benzin. Zudem verursachten Erdgas und Biogas praktisch keinen Feinstaub, und andere Schadstoffe. Auch zur Ozonbildung trage das Erdgas nicht bei.

In der Schweiz seien bereits über 6000 Erdgasfahrzeuge in Betrieb, heisst es im weiteren. Im Jahr 2007 sei die Zahl um über 2500 auf 5830 (4396 Personenwagen, 1242 Lieferwagen und Kleinbusse, 138 Busse, 54 Lastwagen) gestiegen: «Kürzlich überstieg die Zahl der Erdgas- und Biogas-Tankstellen in der Schweiz die Hundertermarke. Damit hat die Schweizer Erdgaswirtschaft ihr Versprechen für den Ausbau des Tankstellennetzes gehalten. Der Biogasanteil lag 2007 bei über 20 Prozent. Gesamthaft waren im Jahr 2007 in der Schweiz Erdgas und Biogas getankt worden, das 10 Millionen Litern Benzin entspricht.»

Erdgasfahrzeuge am saubersten
Laut einem im Jahr 2007 durchgeführten Emissionsvergleich der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) schneiden Erdgasfahrzeuge «erstens hinsichtlich Treibhausgasemissionen und zweitens durch gleichzeitig niedrige Emissionen von Stickoxiden (NOx) und Nichtmethan-Kohlenwasserstoffen (NMHC) bezüglich Ozonbildungspotential am besten ab». Benzinfahrzeuge seien bei den NOx-Emissionen auf vergleichbar tiefem Niveau, seien jedoch die Fahrzeuge mit den grössten Treibhausgasemissionen. Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter zeigten wie Benzin- und Erdgasfahrzeuge gute Resultate bei den Partikelemissionen, seien aber bei den NOx-Emissionen deutlich schlechter: «Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter schneiden aus Umweltgesichtspunkten wegen der hohen Partikelemissionen und den höheren NOx-Emissionen am schlechtesten ab.»

Schweizer Biogas «im grünen Bereich»
Die im Jahr 2007 publizierte Studie «Ökobilanz von Energieprodukten: Ökologische Bewertung von Biotreibstoffen» (erstellt durch die Empa im Auftrag des Bundesamtes für Energie, des Bundesamtes für Umwelt und des Bundesamtes für Landwirtschaft) stellt laut der Medienmitteilung fest, dass es bei den verschiedenen heute angebotenen Biotreibstoffen bezüglich Klimaentlastung massive Unterschiede gebe: «Treibstoffe aus speziell angebauten und/oder entfernten Ländern importierten Rohstoffen schneiden schlecht ab, da Produktion und Transport die Umwelt zusätzlich belasten. Dazu gehören unter anderem verschiedene Biodiesel (etwa aus Soja, Palmöl und Raps) sowie Bioethanol (etwa aus Zuckerrohr, Getreide und Mais). Alle Treibstoffe aus organischen Abfällen hingegen, und das sind sowohl Biogas aus Grüngut als auch aus Kläranlagen, schneiden in der Studie besonders gut ab und sind ‹im grünen Bereich›. Die Studie zeigt im Vergleich aber auch, wie umweltschonend Erdgas (als Treibstoff) ist und belegt, dass die Förderung durch den Bund durch Reduktion der Mineralölsteuer gerechtfertigt ist.» Bisher sei Erdgas an den Schweizer Tanksäulen drei Mal stärker belastet als in der EU.
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