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Kindernotfall in der Region Thun: Punktuell durchaus verbesserungsfähig

In Notfallsituationen bei Kindern ist das Spital Thun in der Lage, in 78 Prozent der Fälle die nötige medizinische Hilfe selbständig zu gewährleisten. Punktuell könnten jedoch durchaus Verbesserungen erreicht werden.

pd/bns. Vor einiger Zeit wurde laut einer Medienmitteilung beanstandet, der Kindernotfall in der Region sei ungenügend und den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht angepasst und bedürfe daher einer Korrektur. Insbesondere sei darauf hingewiesen worden, zu viele Kinder könnten am Spital Thun nur ungenügend versorgt werden: «Intensive Gespräche unter den Beteiligten haben aufgezeigt, dass punktuell durchaus Verbesserungen erreicht werden können.» Eine eingehende Analyse der spitalbezogenen Prozesse in Notfallsituationen bei Kindern habe gezeigt, dass das Spital in der Lage ist, in 78 Prozent der Fälle die nötige medizinische Hilfe selbständig zu gewährleisten: «Knapp 5 Prozent der Fälle mussten zur Beurteilung und/oder Behandlung verlegt werden. Auffällig ist dabei, dass alle lebensbedrohenden Situationen sicher behandelt werden konnten. Dennoch ist ein Verbesserungs-Potential insbesondere im Behandlungsprozess und in der Information von Eltern zu erkennen. Der ursprünglich eingeschlagene Weg, zusammen mit der Kinderklinik des Inselspitals einen in Thun zu organisierenden Notfall einzurichten, hat sich als nicht gangbar erwiesen. Dies aus Gründen der dazu fehlenden nötigen personellen Ressourcen, die auch mittelfristig nicht bereit gestellt werden können.»

Verbesserungen könnten aber mit den eigenen, vorhandenen Möglichkeiten erreicht werden, verlautet im weiteren: «Eigene Möglichkeiten bedeuten hier die in der Region praktizierenden Haus- und Kinderärzte. Wenn der eigene Kinderarzt nicht erreichbar ist, ist es jederzeit möglich, eine kompetente Beurteilung durch den diensthabenden Notfallarzt zu erhalten. Wenn dieser dazu nicht in der Lage ist, kann er die notwendigen Kontakte herstellen.»

Das Spital Thun seinerseits ist laut der Medienmitteilung jederzeit in der Lage Notfallsituationen, insbesondere wenn es um lebensbedrohende Situationen geht, zu beherrschen: «Mit diesen Massnahmen wurde der Schwerpunkt auf den Patientenprozess und auf die in der Region verfügbaren ärztlichen Personen gelegt. In geeigneter Form soll dieses Konzept periodisch kommuniziert werden. Als flankierende Massnahme haben die Kinderärzte zusammen mit dem Spital Thun beschlossen, die Grundversorgung von Kindern auf mehr Personen verteilen zu können und hierzu gemeinsam Anstrengungen zu unternehmen, zusätzliche Kinderärzte in die Region zu bringen.»
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