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Dienstag 17. Juni 2008
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Spitäler FMI AG: Gutes Geschäftsjahr und grösseres Angebot

Die aus den Spitälern Frutigen, Meiringen und Interlaken zusammengesetzte Spitalgruppe FMI AG hat das Jahr 2007 mit einem Gewinn von 102 000 Franken abgeschlossen. Der Umsatz stieg erstmals auf über 100 Millionen Franken. Es wurden deutlich mehr stationäre und ambulante Patienten behandelt und das Angebot weiter ausgebaut.

pd/bns. Die Zahl der stationär behandelten Patienten stieg laut einer Medienmitteilung im vergangenen Jahr um 740 auf 8410. Davon stammen 6490 Patienten aus dem Einzugsgebiet der Spitäler FMI AG, 930 aus dem übrigen Kanton Bern, 440 aus der übrigen Schweiz und 550 aus dem Ausland. Im ambulanten Bereich wurden 25 883 Patienten behandelt (+739 gegenüber 2006). Der Gesamtanteil der nicht aus der FMI-Region stammenden Patienten beträgt hier gut 20 Prozent.

Gewinn erzielt
Mit den neuen Finanzbestimmungen des kantonalen Spitalversorgungsgesetzes leiste der Kanton Bern seit dem 1. Januar 2007 keine Defizitdeckung mehr, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Die Abgeltung für Behandlung und Aufenthalt der Patienten erfolgt nun in Form von fallbezogenen, leistungsorientierten Pauschalen.» Die Spitäler FMI AG habe diesen Paradigmenwechsel gut gemeistert: Der Betriebsaufwand wird mit 100,719 Millionen Franken angeben, an Erträgen seien 100,461 Millionen Franken verbucht worden. Damit sei der Umsatz erstmals auf über 100 Millionen Franken gestiegen: «Mit umsichtigem und effizientem Mitteleinsatz sowie einer Sonderzahlung für die Restrukturierung des Akutspitals Meiringen in ein Gesundheitszentrum erzielte die Spitäler FMI AG unter dem Strich einen Jahresgewinn von 102 000 Franken. Dank dem guten Geschäftsjahr konnte vor Abschluss der Erfolgsrechnung auch vergangenes Jahr wiederum ein Teil des Erfolgs zugunsten des Personals verwendet werden.»

Zahlreiche Investitionen
Die Spitäler FMI AG habe auch im Jahr 2007 zahlreiche Investitionen getätigt, verlautet im weiteren. Zu den wichtigsten gehörten am Standort Interlaken der Umbau des Analyselabors, die Sanierung der Zentralsterilisation und die Totalsanierung der Dialysestation, die kürzlich, im April 2008, eingeweiht wurde: «Am Standort Frutigen wurden unter anderem Medienterminals in den Patientenzimmern eingeführt, der Ausbau der Brandanlage auf Vollschutz vollendet, die Patientenrufanlage ersetzt und der Ausbau der Physiotherapie abgeschlossen. Im Verlauf des Frühsommers 2007 wurden an den Standorten Interlaken und Frutigen über 230 bisherige Akutbetten durch ein neues Modell ersetzt.»

Grosse Nachfrage
Generell habe sich der Trend zu immer mehr minimalinvasiven Eingriffen 2007 in allen Operationsbereichen fortgesetzt, heisst es in der Medienmitteilung: «Die speziell für Kinder angebotenen chirurgischen Sprechstunden und operativen Behandlungen am Standort Interlaken haben sich erfreulicherweise gut etabliert.» Das vom Berner Kinderchirurgen Martin Tönz geführte Angebot werde in Meinungsumfragen bei den Eltern ausgesprochen positiv bewertet und erfreue sich in der Region grosser Nachfrage: «Ebenfalls gute Resultate ergaben Patientenumfragen zu Behandlung und Qualität im chirurgischen Ambulatorium des Gesundheitszentrums Meiringen. Die 2006 am Standort Frutigen modifizierte Operationstechnik zur Behandlung von Hämorrhoiden und Krampfadern erwies sich als sehr erfolgreich und wird nun in einem zweiten Studienteil weiterverfolgt. Überdies wurde eine neue Technik für Hand-Operationen eingeführt.»

Im Frühling 2007 wurde nach FMI-Angaben am Standort Interlaken ein Lasergerät zur schonenden Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung (BPH) in Betrieb genommen: «Als eines der ersten Spitäler in der Schweiz konnte die ausgereifte Technologie allein im Jahr 2007 bei mehr als 50 Patienten erfolgreich angewendet werden. Und in der Nasenchirurgie wurde vermehrt eine Operationstechnik eingesetzt, bei der auf die unangenehmen Tamponaden verzichtet und dadurch der Patientenkomfort deutlich gesteigert werden kann.»

Angebot ausgebaut
Am Standort Frutigen sei ein neues Gebärzimmer mit einer zweiten Wanne in Betrieb genommen worden, verlautet im weiteren: «Mit einem Anteil von 60 Prozent sind die Wassergeburten in Frutigen schweizweit nach wie vor unerreicht. Die Geburtenzahl am Standort Interlaken erhöhte sich im Jahr 2007 um 10 Prozent. Das Institut für Radiologie nahm im Frühsommer 2007 einen Multislice-Computertomographen neuester Technologie in Betrieb. Mit dem neuen Gerät konnte die Untersuchungsdauer erheblich verkürzt werden, was insbesondere in der Notfallversorgung grosse Vorteile mit sich bringt. Das Gerät liefert Bilder von qualitativ hervorragender Auflösung und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten in der Diagnostik (zum Beispiel Herzkranzgefässe und 3D-Darstellungen) und der Behandlung. Als ebenso vorteilhaft erwies sich die Inbetriebnahme eines Mammographie-Geräts am Standort Frutigen, das Untersuchungen vor Ort erlaubt. Überdies wurde am Institut für Anästhesie und Intensivmedizin gegen Ende Jahr ein MRI-taugliches Monitoring eingeführt, das jetzt eine kontinuierliche Überwachung von sedierten oder narkotisierten Patienten während der Untersuchung erlaubt. Die Spitäler FMI AG war – gemeinsam mit der Universität Bern sowie den Spitälern Thun, Basel und Solothurn – mitbeteiligt am Aufbau des Senologiezentrums Aare. Zudem ist die Spitäler FMI AG an der Radio-Onkologie Berner Oberland AG in Thun beteiligt.»

Qualität gross geschrieben
«Das im Zentrum für Schmerzmedizin Mitte 2006 eingeführte interdisziplinäre Assessment zur qualitativ differenzierteren Diagnostik der Patienten zeigte im Jahr 2007 sehr gute Resultate und wurde auch von den niedergelassenen Ärzten gut aufgenommen», wird in der Medienmitteilung ausgeführt. Die regelmässig durchgeführten Gruppenbehandlungen seien ebenfalls auf positives Echo gestossen: «In einer Anfang August vorgestellten Comparis-Studie zur Patientenzufriedenheit in Schweizer Spitälern belegte die Schmerzmedizin FMI mit zwei anderen Spitälern Platz eins. Im Jahr 2007 wurden das Qualitätsmanagement neu organisiert und die Aufgaben der Qualitätskommission überarbeitet. Die in einem Audit im Auftrag der bernischen Gesundheits- und Fürsorgedirektion durchgeführte Überprüfung der Qualitätsstrukturen verlief mit 91 von möglichen 100 Punkten sehr erfolgreich. Weitere Schwerpunkte bildeten etwa das erfolgreiche Re-Zertifizierungsaudit von Sanacert Suisse am Standort Frutigen (in sieben von acht Standards wurde die Höchstnote erreicht), ein am Standort Interlaken durchgeführtes Audit zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter, das uns einen hohen Grad der Umsetzung bescheinigte, und eine Umfrage bei den FMI-Mitarbeitern zur Arbeitszufriedenheit.» Dennoch setze die Spitäler FMI AG weiterhin alles daran, die Qualität in ihren drei Betrieben zu optimieren: «Zeugnis davon sind die im Jahr 2007 aufgenommenen Arbeiten zur ISO-Zertifizierung des Analyselabors, die weitere Systematisierung der Erfassung spitalerworbener Infektionen, die Messung der Patientenzufriedenheit und durchgeführte Outcome-Messungen zu den Themen Schlaganfall, Prostataerkrankung und Dekubitus.»
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