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| Die schwedische Punkrockband «Millencolin» (Bilder Manuela Schmid und Thomas Leuzinger) |
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Greenfield-Festival mit neuem Besucherrekord Mit über 26 000 verkauften Dreitagepässen haben die Veranstalter des Greenfield-Festivals vom Wochenende auf dem Militärflugplatz Interlaken einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Höhepunkt bei dem dreitägigen Anlass war der Auftritt der Rockband «Die Ärzte» am Samstagabend.
Kurz vor Beginn des Auftritts von «Rise Against» setzte Regen ein.
ds/sr/mtb/pvr. Wegen Krankheit des Gitarristen Brad Delson sagte die Topband «Linkin Park» ihren für Sonntagabend in Interlaken geplanten Auftritt ab, nachdem sie zuvor bereits ihren Auftritt am Hultsfred-Festival in Schweden hatte absagen müssen. Dieter Bös, Mitglied der Greenfield-Geschäftsleitung bedauerte an einer Medienorientierung vom späteren Sonntagvormittag, das Programm leide zwar wegen dieser Absage ein bisschen. Doch dank einem guten Netzwerk der Veranstalter habe mit der noch am Samstagabend am Nova Rock 2008 in Nickelsdorf (Österreich) aufgetretenen Band «Bad Religion» auf die Schnelle ein Ersatz gefunden werden können. – Am späteren Samstagnachmittag überzeugten die deutschen Bands «Donots» und «Kettcar» mit solidem Rock. Die schwedische Punkrockband «Millencolin» vermochte mehr Festivalbesucher zu begeistern als die gleichzeit in einem abgetrennten Bereich auf Grossleinwand übertragene Europameisterschafts-Begegnung der schwedischen Fussball-Nationalmannschaft gegen Spanien.
Die gute alte «Vierfrucht»-Pelerine der Schweizer Armee leistete einmal mehr hervorragende Dienste.
Kurz vor Beginn des Konzerts von «Rise Against» setzte Regen ein und viele Besucher suchten Zuflucht im Zelt. Dort heizten «The Weakerthans» ein, bevor um 22.15 Uhr auf der Hauptbühne «Die Ärzte» loslegten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt stieg die Fieberkurve dramatisch und die Kälte war wohl bei den begeisterten Musikfans vergessen. Am Sonntagnachmittag hatte «Bad Religion» einen starken Auftritt, was auch für eingefleischte «Linkin-Park»-Fans einen Trost bedeuten mochte.
Mit 26 218 verkauften Dreitagespässen näherte sich die Besucherzahl der Kapazitätsgrenze von 30 000 Personen (siehe auch Greenfield-Festival: Spitzen-Rockbands verpflichtet vom Donnerstag 3. April). Geschäftsleitungsmitglied Thomas Dürr bezeichnete dies als sehr erfreulich: Trotz «Eurojahr» werde gleichwohl die Kultur nicht vergessen. Über das ganze Festival könne, namentlich auch dank ausgebliebener Zwischenfälle, eine positive Bilanz gezogen werden. Das Publikum sei sehr harmonisch gewesen und auf dem ganzen Gelände liege eine positive Ausstrahlung: «Es zeigt sich, dass die Veranstalter mit dem Rockfestival und den Highlights ‹Apocalyptica›, ‹Die Ärzte›, ‹The Offspring›, ‹Bullet for my Valentine› und vielen Bands einmal mehr richtig liegen und sich das Greenfield in der Schweizer Festivalszene gut etabliert und positioniert hat.»
Pflock an Pflock reihten sich auf dem Greenfield-Campingplatz die Zelte. Im Hintergrund die Investitionsruine des Mysteryparks. (Bild Dora Schmid)
In diesem Jahr sind nach Angaben von Geschäftsleitungsmitglied Thomas Dürr weniger Besucher mit der Bahn gekommen, jedoch seien immerhin 11 260 Besucher auf Bahnreisende entfallen. Dies könne jedoch mit der Fussball-Europameisterschaft zusammenhängen. Auf dem Gelände seien über 5000 Autos und mehr als 500 Wohnmobile abgestellt worden: «Die neuen Angebote, das Festival mit der ‹Public-Viewing›-Zone zu erweitern und das Angebot des Greenfield-Adventure kamen bei den Besuchern sehr gut an und stiessen auf grosses Interesse.» Damit sei ein Mehrwert am Greenfield geschaffen worden, den es sonst an keinem Festival gebe. Eventmanager Iris Huggler, ebenfalls Mitglied der Greenfield-Geschäftsleitung, freute sich über ausgebliebene Reklamationen aus den umliegenden Gemeinden. Das Mehrwegkonzept habe geholfen, den Abfallberg um zwei Drittel zu verringern. Bewährt habe sich auch die Optimierung der neuen Rockzone und der neu hinzugefügte «Freak-Markt» sei bei den Besuchern gut angekommen. In diesem Jahr hätten die Besucher erstmal die Möglichkeit gehabt, vorgängig über Myspace eine Band auszuwählen. Dank ihrem Sieg bei dieser Ausmarchung habe die Band «Slimboy» am diesjährigen Greenfield-Festival auftreten können. Auch nächstes Jahr soll wieder die Möglichkeit bestehen, für eine Band die Stimme abzugeben.
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