| Holzheizkraftwerk in Erlenbach geplant
Auf dem Gelände des Sägewerks der Reinhardt Holz AG in Erlenbach ist mit Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Franken ein Holzheizkraftwerk geplant.
pd/bns. Durch die Nutzung von einheimischen Holzressourcen aus dem Berner Oberland entfielen lange Abtransporte von Restholz, heisst es in einer Medienmitteilung: «Die Reinhardt Holz AG plant, zusammen mit der ‹sol-E Suisse AG› (eine Tochtergesellschaft der BKW FMB Energie AG im Bereich der neuen erneuerbaren Energien), in Erlenbach ein Holzheizkraftwerk zu realisieren. Die Partner beabsichtigen das geplante Holzheizkraftwerk in das bestehende Industrieareal der Reinhardt Holz AG zu integrieren und sichern somit längerfristig Arbeitsplätze in Erlenbach.»
Ziel des geplanten Holzheizkraftwerks ist es laut der Medienmitteilung, Heizöl durch Holzenergie zu ersetzen und damit Wärme und Strom ökologisch nachhaltig zu produzieren. Mit der Anlage könnten jährlich über vier Millionen Kilowattstunden kohlendioxidneutraler Strom produziert werden, was ungefähr der Hälfte der Jahresproduktion des grössten Schweizer Windkraftwerks entspreche. Vertraut man Angaben des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE)
produzieren die sechs Windturbinen auf dem Mont-Crosin mit einer maximalen Leistung von 4160 Kilowatt bei durchschnittlichen Windverhältnissen zusammen pro Jahr allerdings nur etwa 4,3 Millionen Kilowattstunden.
Die Feuerungsleistung des geplanten Holzheizkraftwerks in Erlemnbach soll rund sieben Megawatt betragen, was ungefähr der thermischen Leistung entspreche. Die Stromproduktion von zirka vier Gigawattstunden entspreche einem
Verbrauch von rund 1500 Haushalten (Annahme jährlich 3000 Kilowattstunden für einen Haushalt). Die Wärmenutzung wird mit zirka. 16 Gigawattstunden im Jahr für Fernwärmeverbund in Erlenbach und Industriewärmebedarf der Reinhardt Holz AG angegeben.
Der Gemeinderat und die Bevölkerung von Erlenbach wurden nach BKW-Angaben im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Projekt informiert. Die Weiterentwicklung ist abhängig von den bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen.
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