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Events

Grindelwald: «Landart-Festival» – vergängliche Skulpturen

Am zehnten «Landart-Festival» vom 16. bis 21. Juni 2008 in Grindelwald setzen Landschaftskünstler aus aller Welt vergängliche Skulpturen aus an Ort und Stelle vorgefundenen natürlichen Materialien in die Landschaft.

pd/bns. Das Publikum könne die vergänglichen Gebilde während der ganzen Woche beurteilen, heisst es in einer Medienmitteilung: «Unter all diesen Besuchern werden attraktive Preise verlost. Die Skulpturen können dann während einigen Wochen besichtigt werden – so lange bis sie von der Natur wieder zersetzt werden.»

Beim internationalen «Landart-Festival» in Grindelwald gestalten nach Angaben der Jungfrauregion Marketing AG zwölf Zweierteams während einer Woche aussergewöhnliche Kunstwerke. Dabei dürften sie nur natürliches Material verwenden, welches sie an Ort und Stelle finden könnten: «In diesem Jahr haben sich Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern sowie aus Kanada und Taiwan angemeldet.» Dieses als naturnah bezeichnete Festival werde auf der Erlenstrasse im Grindelwalder Talgrund nahe der Gletscherschlucht beim Unteren Gletscher durchgeführt. Die Künstler kämen an einen meist unbekannten Ort, wüssten nicht welche Verhältnisse sie vorfinden und welche Materialien sie verwenden könnten. «Soft-Landart» bedeute, aus Materialien, die vor Ort zu finden seien, ein Kunstwerk zu schaffen, das nur hier und jetzt an diesem Ort stehen kann: «Ziel ist, das Objekt optimal in die Landschaft zu integrieren und auf die Begebenheiten der Umwelt einzugehen. Diese Art von ‹Landart-Events› soll aber auch ein Anreiz sein für Privatpersonen – die Künstler wollen damit zeigen, dass dies eine Kunstform ist, die jeder in seinem eigenen Garten ausprobieren kann.»

«Landart» sei etwas Vergängliches, verlautet dazu im weiteren: «Der Sonne, dem Regen, Wind, Hitze, Kälte ausgesetzt, verändern sich die Objekte und nehmen allmählich eine neue Gestalt an, bis sie schliesslich zerfallen. Im Gegensatz zu anderen Kunstwerken, können Landobjekte nicht konserviert werden. Nur Bilder erinnern daran, wie es einmal gewesen war. Deshalb ist es auch um so wichtiger, die Arbeiten fotografisch zu dokumentieren.»
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