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| Der berühmte Gesslerhut wird überbracht. (Bilder Dora Schmid-Zürcher) |
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Tellspiele Interlaken – eine «coole» Neuinszenierung Mit einer stark gestrafften dynamischen Neuinszenierung hat am Donnerstagabend in Matten bei Interlaken die erste Tellspielsaison der neuen Regisseurin Franca Basoli begonnen.
Das geknechtete Volk beim Bau der Burg Zwing Uri.
ds. Die Regisseurin – siehe auch Franca Basoli inszeniert das Tellspiel Interlaken vom Donnerstag 5. Juni 2008 – die das Stück neu inszenierte, hat dem Volk mit dem Gesang eine Stimme gegeben, die beim Publikum sehr gut angekommen ist. Sehr dezent und ohne Verstärker singt das Volk einige Lieder darunter das Beresinalied, «Gang rüef de Brunä» und das Guggisberglied. Das Volk zum Singen zu bringen sei gar nicht so einfach gewesen, sagte Franca Basoli an einer Medienorientierung. Um so mehr sei sie überrascht und sehr zufrieden mit dem Resultat. Auch die instrumentale Begleitung mit Flöte, Gitarre und einer Geige habe mit eigenen Leuten aus der Tellspielfamilie besetzt werden können. Dies zeige das grosse Potential der Tellspielfamilie. Man sei stolz, dass nichts ab Konserve komme sondern alles live sei. Nach den ersten Schüleraufführung habe Franca Basoli Rückmeldungen erhalten wonach das Stück eher patriotisch aber «lässig» und «cool» sei bis hin zu «Schade dass das Stück nicht originalgetreu gespielt wird, nachdem man in der Schule doch den Tell gerade gelesen und auswendig gelernt hat.» Erstaunlich sei eigentlich schon, dass Gymnasiasten eher konservativ dächten, die Umsetzung werde aber Jugendlichen sehr gerecht. Auch die Verbindung zwischen Musik und Theater mit den Volksliedern wurde als «cool» bezeichnet.
Wilhelm Tell (Peter Rubi von der Axalp) wird geschminkt.
An der Premiere freute sich Tellspielpräsident Samuel Hügli auch darüber, dass mit der Neuinszenierung nach Jahrzehnten auch wieder einmal neue Kostüme, nach einem Konzept der Kostümbildnerin Esther Huss hätten hergestellt werden können. Neben vielen Premierengästen und Touristen aus aller Welt konnte er auch 320 Mitglieder des Welttheaters Einsiedeln sowie den Vorstand der Altdorfer Tellspiele begrüssen. Mit beiden Ensembles werde eine enge Beziehung gepflegt. Regi Sager von Radio DRS 1 wies in ihrer Begrüssung des Premierepublikums auf die im Stück hervorgehobenen Frauenrollen etwa mit den drei Erzählerinnen hin. Die Wertschätzung der Frau unterstrich Sager mit dem Spruch «Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau». – Die ungefähr 150 Mitglieder der Tellspielfamilie vom sechs Wochen alten Baby bis zur ältesten Spielerin, die 84jährig ist sind nach Angaben der Tellspiele allesamt Laien, ebenso alle anderen Beteiligten wie die Beleuchter und die Leute der Technik. Mit 15 Franken pro Aufführung und 5 Franken pro Probe – es fanden ungefähr 40 Proben statt – erscheine der Lohn nicht gerade fürstlich, zeige aber die grosse Leidenschaft der Spieler. Nicht ohne Stolz verriet Vizepräsident Peter Wenger dass die Tellspiele bis heute ohne Sponsor auskämen. Es bestehe einzig die Partnerschaft mit dem Freizeitanbieter «Railaway» er SBB und mit Radio DRS 1.
Tellspiele Interlaken 2008. Die Eintrittspreise für einen gedeckten Tribünenplatz bewegen sich zwischen 26 und 48 Franken. Kinder erhalten in Begleitung Erwachsener 50 Prozent Rabatt in allen Kategorien. Für kleinere Kinder wird ein Gratis-Kinderhütedienst angeboten. In diesem Jahr wird ein neues Online-Bestellsystem aufgeschaltet. Bequem können die Tickets über www.tellspiele.ch gebucht und daheim ausgedruckt werden. – Weitere Informationen unter anderem über Aufführungskalender, Ticketservice, Ausflugsarrangements, Schülervorstellungen und kombinierte Übernachtungspauschalen auf www.tellspiele.ch / info@tellspiele.ch . Weiterhin nimmt das Tellspielbüro Interlaken am Höheweg 37 in Interlaken telefonische und schriftliche Bestellungen entgegen und bietet auch persönliche Beratungen.
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