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Uferweg von Niederried nach Ringgenberg fertiggestellt

Rund 20 Monate nach dem Spatenstich in Niederried ist auch der Ringgenberger Uferwegabschnitt vom sogenannten Sagistutz bis zur Gemeindegrenze fertiggestellt worden. Am Samstag wurde der Uferweg von Niederried nach Ringgenberg offiziell eröffnet.

Der Ringgenberger Gemeindepräsident Hans von Allmen (links) überreichte Ernst Spycher vom Oberingenieurkreis I (Mitte) das Ringgenberger Heimatbuch. Rechts im Bild der Niederrieder Gemeindepräsident Hans Studer. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds. Der 1150 Meter lange Uferweg von Niederried nach Ringgenberg wird zum grössten Teil vom Kanton subventioniert: Von den Gesamtkosten von 570 000 Franken entfallen auf den rund 600 Meter langen Ringgenberger Abschnitt 220 000 Franken und auf Niederried mit 550 Meter 350 000 Franken – im Fall von Ringgenberg beläuft sich der Kantonsbeitrag auf 80 Prozent, Niederried erhält rund 95 Prozent. Der Ringgenberger Gemeindepräsident Hans von Allmen freute sich bei der Eröffnung des Uferwegs, dass ein langersehntes Bauwerk endlich fertiggestellt sei und der Zusammenschluss mit dem bereits vor einem Jahr fertiggestellten Niederrieder Abschnitt habe gefunden werden können. Es sei den Planern gelungen einen interessanten, idyllischen flachen, kurvenreichen Weg über Brücken, bewaldet, aber auch mit freien Flächen und Sicht auf den See und die Berge zu realisieren. Als Bijou bezeichnete von Allmen auch eine vom 90jährigen Robert Bär aus Ringgenberg und seiner 85jährigen Cousine Trudi Hänni aus Buchs (Kanton Aargau) gesponserte Sitzbank.

Ein Teil der rund hundertköpfigen Wandergruppe auf dem Eröffnungsmarsch zum Entenstein.

Bereits im Jahr 1928, also vor genau 80 Jahren – siehe auch Bericht über die Eröffnung des 480 Meter langen Uferweges zwischen der Seeburg und dem stillgelegten Ringgenberger Seewasserpumpwerk vom Freitag 15. Juni 2001 – sei in einem Protokoll des Verkehrsvereins Ringgenberg-Goldswil die Projektierungsabsicht eines Uferweges erwähnt worden: «Im Jahr 1940 lagen erste konkrete Projektpläne vor, die aber nicht realisiert werden konnten. Am 6. Juni 1982 war die Inkraftsetzung des See- und Flussufergesetz durch den Grossen Rat des Kantons Bern und am 4. März 1986 erteilt die Einwohnergemeinde Ringgenberg den Auftrag für die Ausarbeitung der Uferschutzplanung.» Von Allmen schloss mit der Bemerkung, was lange in den Köpfen sei, werde endlich wahr. An die hundert Teilnehmer an der Eröffnung wanderten anschliessend auf dem Uferweg bis zum Entenstein, wo sie vom Niederrieder Gemeindepräsidenten Hans Studer begrüsst wurden. Nach dem Spatenstich vom 27. Oktober 2006 sei der Weg auf der Niederriedseite bereits vor rund einem Jahr fertiggestellt worden. Der Brätelplatz beim Entenstein wurde laut Studer nun noch durch einen Holzschärm erweitert. Auch der Grill erhielt eine «Haube», damit das Fleisch bei Regen nicht etwa nass werde. Studer will unbedingt noch den Zusammenschluss mit Oberried erreichen. Andreas Fuchs, Präsident des Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee zeigte sich glücklich dass der Entenstein – seit dem Jahr 1949 gehört dieses Grundstück dem Uferschutzverband – mit diesem Brätelplatz aufgewertet worden sei.

Die vom 90jährigen Robert Bär (rechts) aus Ringgenberg und seiner 85jährigen Cousine Trudi Hänni (Mitte) aus Buchs (Kanton Aargau) gesponserte Sitzbank. Links im Bild der Ringgenberger Gemeindepräsident Hans von Allmen.

Gleichzeitig mit dem Bau des Uferweges – siehe auch Niederried: Baubeginn für den neuen Uferweg vom 27. Oktober 2006 – wurde die Abwasserdruckleitung verlegt, da die Kombination mit der ARA-Leitung bautechnisch und geologisch sinnvoll erschien und damit die rund 30jährige Kläranlage aufgehoben werden konnte. Nach Angaben von Gemeindepräsident Hans Studer wird diese Abwasserdruckleitung am Montag in Betrieb genommen. – Ernst Spycher vom Oberingenieurkreis I des kantonalen Tiefbauamtes dankte dafür, dass mit diesem Uferwegteilstück auf der rechten Brienzerseeseite eine richtiggehende Zahnlücke habe geschlossen werden können. Er bezeichnete die beiden Gemeinden mit der Umsetzung des Uferwegs als Musterbeispiele im Kanton Bern. Dank dem nun fertiggestellten Uferweg fehlten nun nur noch zwei kleinere Teile, einer bei Brienz und der Abschnitt zwischen Niederried und Oberried.
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