Ihr Ferien- und Seminarhotel
in Interlaken
Veranstaltungen im Artos
Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Freitag 27. Juni 2008
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Aktuelle Frontseite

Private und preiswerte Unterkünfte während der Fussball-Europameisterschaft 2008


Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!
Ferien verbunden mit dem Beobachten und Bestimmen von Pilzen ist mit Sicherheit ein faszinierendes Erlebnis für jeden Pilzfreund. Das Rezept: Eine Ferienwohnung in Ringgenberg, ein interessantes Pilzgebiet und eine einzigartige Ferienregion

Anmeldung/Informationen:
hans.zurbuchen@quicknet.ch


Ferienwohnung
in Ringgenberg

Nur etwa drei Kilometer vom weltbekannten Berner Oberländer Tourismuszentrum Interlaken entfernt vermieten im idyllischen Dorf Ringgenberg Adolf und Elisabeth Imboden-Amacher im Kreuzli eine schöne Ferienwohnung.
Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 

Netz gegen Kinderporno

Seitenanfang

Bootsunfall auf der Kander: Unfallhergang geklärt

Der Unfallverlauf des Bootsunfalls auf der Kander bei Wimmis mit fünf Todesopfern vom 12. Juni 2008 ist geklärt. Der militärische Untersuchungsrichter hat am Freitag 27. Juni 2008 in Bern über die bisherigen Ergebnisse seiner Untersuchung informiert. Bis heute gebe es keine Hinweise darauf, dass diese Bootsfahrt mit weiteren Angehörigen der Lufttransport-Sicherungskompanie hätte wiederholt werden sollen.

pd/bns. Es gelte als gesichert, dass für die Übung kein Rettungsdienst organisiert war, heisst es in einer Medienmitteilung: «Gemäss aktuellem Ermittlungsstand weist nichts darauf hin, dass eine detaillierte und dokumentierte Erkundung vor der Flussfahrt stattgefunden habe. Der definitive Entscheid für die Bootsfahrt war offenbar erst am Morgen des Unglückstages im Rahmen eines Rapports gefällt worden.» Von den Überlebenden, die alle untersuchungsrichterlich einvernommen worden seien, habe niemand über eine zivile Ausbildung für Riverrafting-Fahrten verfügt: «Der Kompaniekommandant gab ab, an den eingesetzten Militär-Schlauchbooten des Typs M6 ausgebildet worden zu sein.»

Bis heute lägen keine gesicherten Hinweise vor, dass der Kompaniekommandant eine Bootsfahrt mit der gesamten Kompanie geplant hätte: «Diesbezüglich sind die Untersuchungen jedoch noch nicht abgeschlossen: «Widersprüchliche Aussagen liegen zur Frage vor, ob die Teilnahme an der Bootsfahrt für die Verunfallten freiwillig war oder nicht. Der Untersuchungsrichter kann jedoch bestätigen, dass gemäss den Aussagen der Überlebenden die Bootsfahrt während der Dienstzeit stattgefunden hat. In diesem Punkt sollen weitere Ermittlungen Klarheit schaffen. Das gilt auch für die Frage, ob vorgesetzte Stellen von der Übung gewusst hatten oder hätten wissen müssen. Davon hängt auch ab, ob die Voruntersuchung auf weitere Personen ausgedehnt wird. Zusätzlich werden vier Gutachten zu Fragen wie der Befahrbarkeit der Kander und zur Eignung der Boote für Flussfahrten in Auftrag gegeben.» Der Untersuchungsrichter betont laut der Medienmitteilung, dass bis zu einem allfälligen rechtskräftigen Gerichtsurteil nach wie vor die Unschuldsvermutung gelte.

Der Unfallhergang
Der Untersuchungsrichter, Fachoffizier Michael Leutwyler, schilderte laut einer Medienmitteilung den Unfallhergang wie folgt: «Bei der Einstiegsstelle haben die Beteiligten die Armeeschlauchboote des Typs M6 von ihrem Fahrzeug abgeladen und für die Bootsfahrt bereitgestellt. Dort beschreibt die Kander einen breiten und ruhigen Flusslauf. Im Boot, das als erstes zu Wasser gelassen wurde, nahmen fünf Unteroffiziere Platz. Dieses Schlauchboot (Boot 1) überfuhr nach zirka einem Kilometer das erste Wehr (Schwelle mit drei Niveauübergängen) auf der Höhe Rossweid unfallfrei. Im nachfolgenden Schlauchboot (Boot 2), welches als zweites zu Wasser gelassen wurde, nahmen vier Offiziere und ein Obergefreiter Platz. Dieses Boot fuhr nicht völlig gerade auf das besagte erste Wehr zu. Bereits nach dem ersten Niveauübergang blieb das Boot 2 quer zur Flussrichtung im Wehr stecken. Offenbar durch das Widerwasser an die darüberliegende Schwelle gedrückt, drang Wasser in das Boot ein, woraufhin das Boot zu kentern drohte. Alle fünf Besatzungsmitglieder fielen in den Fluss. Einer von ihnen ertrank in den Wassermassen, zwei konnten sich retten, ein Insasse wird immer noch vermisst. Den Kompaniekommandanten trieb es weiter den Fluss hinunter. Das Boot 1 überfuhr das nächste Wehr (einfacher Niveauübergang), wonach es ebenfalls quer zur Flussrichtung im Widerwasser dieser Schwelle stehend an der Weiterfahrt gehindert wurde. Die Überlebenden der Besatzung von Boot 1 konnten nach eigenen Angaben den Unfall des zweiten Bootes aufgrund der Niveauunterschiede nicht sehen, bemerkten jedoch in der Folge den in der Flussmitte auf dem Rücken treibenden Kompaniekommandanten. Die Besatzung von Boot 1 konnte sich mit Hilfe von in den Flusslauf ragendem Geäst aus dem Widerwasser befreien und setzte die Fahrt flussabwärts fort, wo sie schliesslich den im Wasser treibenden Kompaniekommandanten kurz vor der nächsten dreifach abgestuften Schwelle über die linke Bootsseite aufnehmen konnte. Das Boot 1 blieb in der Folge nach Überwindung des ersten Niveauübergangs quer zur Flussrichtung stecken und wurde durch das Widerwasser an die Schwelle gedrückt. Auch hier drang durch den darüberliegenden Flusslauf Wasser in das Boot 1 ein, woraufhin dieses zu kentern drohten. Beim Versuch, die Gewichtslast auszugleichen fielen schliesslich alle Insassen in den Fluss. Zwei der Besatzungsmitglieder des Boots 1 und der aufgenommene Kompaniekommandant konnten sich retten, drei Insassen gelang dies nicht. Sie ertranken.»

Kaderrapport Verteidigung des Chefs der Armee
Im Rahmen des ersten Rapports des neuen Chefs der Armee, Korpskommandant Roland Nef, mit den Kadern des Departementsbereichs Verteidigung sprach Nef auch ausführlich über die ersten Massnahmen, welche die Armeeführung nach dem Bootsunglück auf der Kander zur Verhinderung weiterer solcher Unfälle beschlossen habe. Die Bewältigung und Aufarbeitung des tragischen Bootsunglücks vom 12. Juni 2008 nehme die Armeeführung noch immer sehr Anspruch, betonte laut einer Medienmitteilung Armeechef Roland Nef zu Beginn vor den rund 600 zivilen und militärischen Kaderangehörigen des Departementsbereichs Verteidigung. Das Unglück und die Todesfälle hätten ihn tief erschüttert und traurig gemacht, sagte Nef weiter. Es gelte in erster Linie, den Betroffenen weiter zur Seite zu stehen und aus ersten Erkenntnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen, ohne der laufenden Untersuchung der Militärjustiz vorzugreifen. Im Nachgang zum Unglück auf der Kander habe der Chef der Armee vorerst vier Massnahmen angeordnet: 1. Die Kaderselektion der Armee wird von erfahrenen Milizoffizieren nochmals überprüft und auf Schwachstellen untersucht. 2. Übungskonzepte sowie Konzepte für Kaderausbildung und Kaderübungen, auch Durchhalteübungen, müssen einen Bezug zum Kernauftrag des Verbandes, der Truppengattung haben. Alle mit grossen Risiken behafteten Tätigkeiten ohne Bezug zum Kernauftrag sind verboten. 3. Der Risikobeurteilung ist grösste Aufmerksamkeit zu schenken. 4. Kommandanten und im Falle der ausserdienstlichen Tätigkeiten die entsprechenden Verantwortungsträger in den Dachverbänden müssen die Übungskonzepte – insbesondere auch die Übungskonzepte der Kaderausbildung und die Konzepte der ausserdienstlichen Tätigkeiten – vor der Phase der Realisierung unter dem Risikoaspekt beurteilen. Diese Beurteilung muss folgendes beinhalten: Ausbildungsstand von Truppe und Kader; Beizug von Spezialisten; Beurteilung der Umwelt; strikte Einhaltung der Sicherheitsvorschriften; Prüfung der Konzepte am gesunden Menschenverstand. In den Schulen sollen die Berufsoffiziere und Berufsunteroffiziere vorrangig für die Kaderbetreuung und für die Erziehung der Kader zu Eigenverantwortlichkeit und Risikobewusstsein eingesetzt werden. – Im zweiten Teil des Kaderrapports zog Armeechef Roland Nef eine mehrheitlich positive Bilanz seines ersten halben Amtsjahres. In den Bereichen Personal, Strukturen des Heeres und Kommunikation orientierte Nef ebenfalls über erste Erkenntnisse und Massnahmen.
Berner Oberland News
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung
Aktuelle Frontseite
Seitenanfang
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Obdorfstrasse 279 A, 3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41(0)33 821 10 60 / Mobiles +41(0)79 427 45 78 und Dora Schmid +41(0)79 645 27 11 / Postcheckkonto 40-71882-7
Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

 
'