| Zentralbahn AG: Verlust wegen Pensionskassensanierung
Die Sanierung der Pensionskasse im Jahr 2007 hat zu einem negativen Geschäftsergebnis der Zentralbahn AG geführt. Der Jahresverlust der Zentralbahn beläuft sich deswegen auf 7,3 Millionen Franken. Ohne die rund 8,9 Millionen Franken teure Pensionskassensanierung wäre ein Gewinn von 1,6 Millionen Franken erzielt worden.
Die Zentralbahn auf der Talstrecke Interlaken–Meiringen bei der Einfahrt in Ringgenberg. (Archivbild Peter Schmid)
pd/bns. Dennoch blickt die Zentralbahn laut einer Medienmitteilung auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Meterspurbahn habe auch in ihrem dritten Jahr an Marktkraft und Profil gewonnen: «Die Passagierzahlen haben zugenommen, die Qualität konnte gesteigert werden und die Schlüsselprojekte sind auf Kurs. Die Sanierung der Pensionskassen sei erfolgreich umgesetzt worden, habe jedoch zu einem Jahresverlust von 7,3 Millionen geführt. Dank Optimierungen in allen Bereichen kann die Zentralbahn laut der Medienmitteilung auf ein positives Geschäftsjahr 2007 zurückblicken: «Bei den Verkehrserlösen kann die Zentralbahn sogar einen neuen Rekord ausweisen. So konnten die Verkehrserlöse um 1,3 auf 23,2 Millionen Franken gesteigert werden (+6 Prozent). «Dieser Erfolg war nur dank
motivierten und engagierten Mitarbeitern möglich», sagte Josef Langenegger, Geschäftsführer der Zentralbahn, an der Generalversammlung vom 19. Juni 2008 auf dem Stanserhorn: «Die Vernetzung der Angebote mit den SBB und den regionalen Unternehmungen bewährt sich ausgezeichnet. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir pflegen und weiter entwickeln.»
Die Zentralbahn – zu deren Streckennetz im Berner Oberland der Abschnitt Interlaken–Brünig gehört – habe sich in ihrem dritten Geschäftsjahr insbesondere im Bereich der Qualität positiv entwickelt, verlautet im weiteren. Für Ferdinand Keiser, Verwaltungsratpräsident der Zentralbahn, ist laut der Medienmitteilung klar: «Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit sind die wichtigsten Qualitätsfaktoren eines Bahnunternehmens.» Einen grossen Schritt weiter sei die Zentralbahn aber auch im Bereich der Schlüsselprojekte: «So konnten die Bauarbeiten beim Tunnel Engelberg wieder aufgenommen werden. Einen Quantensprung für die Angebotsplanung bedeutet auch das Projekt ‹Tieflegung und Doppelspurausbau Luzern Allmend›, für welches die Bauarbeiten im Dezember dieses Jahres aufgenommen werden. Die Zentralbahn wird damit per Dezember 2013 eine
verbesserte Infrastruktur erhalten, welche einen optimierten Fahrplan und eine markante Erhöhung der Kapazität ermöglichen wird.»
Besonders froh zeigte sich Keiser, dass die Pensionskasse habe msaniert werden können: Die Mitarbeiter hätten per 1. Januar 2008 von der Pensionskasse der SBB und der Pensionskasse des öffentlichen Verkehrs Ascoop zur Pensionskasse PKG, frühere Bezeichnung Pensionskasse für Gewerbe, Handel und Industrie (PKG) in Luzern. Die Ausfinanzierung der Unterdeckung führe deshalb beim Geschäftsergebnis zu einem Jahresverlust von 7,3 Millionen Franken. Mit diesem Schritt
sei eine für alle Beteiligten optimale Variante gefunden worden, so dass auch die künftigen Renten gesichert werden könnten.
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