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Zweitmeinung zum Wasserbauprojekt Alpbach/Milibach in Meiringen

Eine Zweitmeinung zum Wasserbauprojekt Alpbach/Milibach in Meiringen ergibt laut einer Medienmitteilung in allen wesentlichen Teilen eine Bestätigung des aufgelegten Projektes.

Die Sanierung der Sperren Milibach konnte bereits im Jahr 2007 in Angriff genommen werden. (Archivbild Peter Schmid)

pd. Am vergangenen Freitag wurde nach Angaben der Schwellenkorporationen Hasliberg und Meiringen sowie der Gemeinde Hasliberg und der Einwohnergemeinde Meiringen dem Bundesamt für Umwelt in Bern (Bafu) die Zweitmeinung zum Wasserbauprojekt Alpbach/Milibach präsentiert: «Die Ergebnisse stützen in allen wesentlichen Teilen die Überlegungen, die bei der Planung des ursprünglich aufgelegten Projektes gemacht wurden.» Die Details werden in den nächsten Monaten überarbeitet und das Bundesamt für Umwelt habe eine Entscheidung bis spätestens Mitte Sommer in Aussicht gestellt: «Falls die Finanzierung durch den Bund und Kanton ebenfalls gesichert werden kann, wird der Spatenstich zum Teilprojekt in Meiringen noch in diesem Jahr stattfinden können.» Nach dem Hochwasserereignis im August 2005 sei aufgrund der erkannten Schwachstellen im Hochwasserschutz das Wasserbauprojekt Alpbach/Milibach in Auftrag gegeben worden, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Nach breiter Mitwirkung in der Bevölkerung, den lokalen Behörden und den kantonalen Amtsstellen wurde das Projekt 2007 dem Bundesamt für Umwelt eingereicht. Dort wurde im Bereich Ökologie und aus ökonomischen Überlegungen Vorbehalte zum Projekt gemacht. Aufgrund dieser Vorbehalte wurde entschieden, eine Zweitmeinung zum aufgelegten Wasserbau einzuholen. Das Ingenieurteam Pozzi/Speerli konnte nun vergangenen Freitag dem Bafu und einer Delegation von Kanton, Schwellenkorporation und Gemeinde die Ergebnisse aus der Zweitmeinung zum Wasserbauprojekt präsentieren. Die Zweitmeinung bestätigt, dass aus Sicht der Sicherheit und der Kostenoptimierung die richtige Linienführung für das Gerinne geplant und gewählt wurde. Aus ökologischen Überlegungen wird nun noch geprüft, ob allenfalls beim Alpbach eine natürlichere Bachsohle gewählt werden könnte. Zudem soll auf der Westseite des Alpbachs im Bereich Alpbachwald eine Umgestaltung im Blocksatz als Ufersicherung gewählt werden. Auf der Ostseite dürfen dagegen keine Grünteile eingeplant werden, da diese Mauern als Streichwehr dienen sollen. Positiv wird gewertet, dass mit der Zonenplanänderung, welche die Verschiebung der Parkplätze im oberen Alpbach vorsieht, eine ökologische und zukunftsgerichtete Aufwertung des Waldbereiches gewählt werden konnte.»

Das Gesamtprojekt werde durch das Zweitmeinungsteam als positiv beurteilt und es werde betont, dass in diesem stark überbauten Umfeld die bestmögliche Lösung gefunden wurde, verlautet im weiteren: «Die Voraussetzung zur Erreichung der optimalen Sicherheit ist, dass alle Projektteile von Gummen bis zur Aareeinmündung umgesetzt werden müssen. Bereits im Jahr 2007 konnten die wichtigen Elemente Sammler Choreflüö, Neubau Wysseflüöbrücke und Murgangnetze Gummen – neben der Sanierung der Sperren Milibach – in Angriff genommen werden.»

In den nächsten Monaten sollen nun kleine Anpassungen in das Projekt eingearbeitet werden. Diese hätten keine Neuauflage des Wasserbauplanes zur Folge. Zusätzlich werde ein Modellversuch für den Zusammenfluss von Alpbach und Milibach in Auftrag gegeben: «Die Resultate sollen vor allem für die Notfallplanung wichtige Erkenntnisse für Feuerwehr und Zivilschutz geben und werden voraussichtlich nur geringfügigen Einfluss auf die Schutzmassnahmen aus dem Wasserbauprojekt haben.» Das Bundesamt für Umwelt habe eine Entscheidung zum geringfügig angepassten Projekt bis spätestens Mitte Sommer in Aussicht gestellt: «Die Gelder durch den Kanton wurden für das Projekt bereits bereitgestellt – es ist nun am Bund dies ebenfalls zu tun, damit noch im Jahr 2008 der Spatenstich in Meiringen erfolgen kann und weitere Teile des gemeinsamen Gesamtwasserbauprojektes der Schwellenkorporationen Hasliberg und Meiringen umgesetzt werden können.»

Aus Sicht der Schwellenkorporationen und Einwohnergemeinden Hasliberg und Meiringen sei es sehr positiv zu werten, dass das aufgelegte Projekt gestützt werde, heisst es abschliessend: «Sie erwarten nun, dass die erforderlichen Gelder für das Projekt sichergestellt werden, damit die notwendigen Massnahmen zur Herstellung der Sicherheit rasch umgesetzt werden können.» x– Am Wochenende vom 17. Juni 2007 hatten die Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Meiringen an der Urne – siehe auch Meiringen: Investitionskredite klar angenommen vom Sonntag 17. Juni 2007 – einen Kredit über 3,1 Millionen Franken für die Restkosten aus dem Wasserbau (Kostenbeteiligung Wasserbauprojekt Alpbach/Milibach) klar genehmigt.
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