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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Montag 17. März 2008
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Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
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Netz gegen Kinderporno

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Herausforderungen im Bereich Bildung diskutiert

An einer Klausurtagung in Kemmeriboden-Bad hat sich der Thuner Gemeinderat einen Überblick über den sich stark verändernden Bildungsbereich verschafft. Gemeinsam mit externen und Thuner Fachleuten thematisierte er Führung und Organisation der Volksschule, Integrationsfragen, Tagesstrukturen, gesellschaftlich-familiäre Hintergründe und den künftigen Bedarf an Infrastrukturen. Aus den Erkenntnissen von Workshops soll nun ein Handlungsplan abgeleitet werden.

«Einzelprojekte wie die Flexibilisierung des Schuleintrittsalters, die Integration von Kindern mit Lernschwierigkeiten in Regelklassen, ein neues Sprachenkonzept, die Harmonisierung der Volksschule auf nationaler Ebene, die Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden, schulergänzende Massnahmen, aber auch umfassende Prozesse wie die Teilrevision des Volksschulgesetzes 2008 oder dessen Totalrevision im Jahr 2012 zeigen, dass das Bildungssystem im Kanton Bern ständigen Veränderungen unterworfen ist», heisst es in einer Medienmitteilung. Deshalb habe sich der Thuner Gemeinderat an einer anderthalbtägigen Klausursitzung in Kemmeriboden-Bad mit diesen Herausforderungen befasst und sich einen Überblick über die Situation verschafft. Dazu habe das Amt für Bildung und Sport der Stadt Thun insgesamt 25 Personen eingeladen, darunter den Schulinspektor, Schulleiter, Mitglieder der Schulkommission, eine Elternvertretung, den Generalsekretär und andere Fachleute der kantonalen Erziehungsdirektion sowie weitere externe Experten.

Inputreferate und Workshops gaben laut der Medienmitteilung Hinweise, wo der Handlungsspielraum der Gemeinde liege und welches eine für Thun massgeschneiderte und finanzierbare Organisations- und Führungsstruktur sein soll. Als Ergebnis der Klausurtagung werde nun ein Handlungs- beziehungsweise Massnahmenplan erarbeitet. Er enthalte folgende Schwerpunkte:
–  Schulentwicklung: Instrumente zur Beurteilung der Schulqualität, Leistungs- und Zielvereinbarungen als Steuerungsinstrumente, Umsetzung von kommunalen und kantonalen Reformprojekten.
–  Führung der Volksschule: Organisation und Funktionen der Führungsorganisation, Klärung des Ressourcenbedarfs.
–  Tagesstrukturen: Ist- und Soll-Analyse, räumliche, finanzielle und personelle Ressourcen, Modellauswahl, Trägerschaften.
–  Integration von Kindern mit Lernschwierigkeiten in Regelklassen: Umsetzung des kantonalen Auftrages zwischen 2009 und 2011.
–  Familienleitbild erarbeiten, Handlungsfelder erkennen und beschreiben.
–  Schulinfrastrukturen: Langfristige Schulraum- und Schulstandortplanung, detaillierte Raumstandards für städtische Schulen.
Der Massnahmen- beziehungsweise Handlungsplan soll nun durch das Amt für Bildung und Sport weiterbearbeitet werden: «Je nach Wichtigkeit, Dringlichkeit und Bedarf an Zeit, Geld und Know-how der einzelnen Ziele werden diese terminiert, den verschiedenen Beschlussinstanzen zugeführt und umgesetzt.»
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