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Alterswohnungen in Ringgenberg: Projektausstellung in Goldswil

Während zwei Wochen bis Ende März sind im Gmeindshus Goldswil 48 Wettbewerbsprojekte für den Bau von Alterswohnungen und von Räumlichkeiten für demente Menschen beim Altersheim Sunnsyta in Ringgenberg ausgestellt. Fünf Projekte wurden mit insgesamt 60 000 Franken Preisgeld prämiert.

Das Siegerprojekt «Zytlos» der Architekturgemeinschaft W2H Architekten, Bern-Liebefeld, und von Allmen Architekten AG, Interlaken. (Bild zvg)

ds/bns. Für die Realisierung des Gesamtprojekts rechnete an einer Medienorientierung bei der Ausstellungseröffnung von gestern Montag 17. März 2008 Bauausschusspräsident Erhard Nufer mit Kosten von dreieinhalb bis vier Millionen Franken. Da seit der Eröffnung des Altersheims Sunnsyta in Ringgenberg die Pflegebedürftigkeit der Bewohner stets zugenommen habe und für die Betreuung von Demenzkranken die notwendige Infrastruktur fehle, hätten sich die Stiftung Altersheim, der Gemeindeverband und die Einwohnergemeinde Ringgenberg zu einer Bauherrengemeinschaft formiert um gemeinsam den Neubau von Alterswohnungen und die Erweiterung des Altersheims zu realisieren. Die Einwohnergemeinde verfüge bisher über keine eigenen Alterswohnungen, besitze aber geeignetes Bauland.

Die Architekten der Architekturgemeinschaft W2H Architekten, Bern-Liebefeld, und von Allmen Architekten AG, Interlaken präsentieren ihr Siegerprojekt. Von links nach rechts: Heimleiter Ruedi Renfer, Patrick Gurtner, Baukommissionspräsident Erhard Nufer, Andreas Herzog, Nils von Allmen, Bruno Stettler, Andreas Wenger, Adrian Habegger und Sina Al-Rafai. (Bild Dora Schmid-Zürcher)

Der für die Machbarkeitstudie verantwortliche Architekten Rolf Borer aus Bern, der auch den Wettbewerb vorbereitetet hat, erläuterte vor den Medien die Vor- aber auch die Nachteile der fünf mit insgesamt 60 000 Franken Preisgeld prämierten Projekten. Die Aufgabe habe darin bestanden, ein architektonisch, betrieblich und wirtschaftlich optimales Projekt für einen Neubau mit zehn Zweipersonenhaushaltungen als Alterswohnungen und Räumlichkeiten für eine Demenzgruppe für das Altersheim Sunnsyta mit acht Einzelzimmern und entsprechender Infrastruktur zu erstellen. Diese Aufgabe sei unterschiedlich gelöst worden: So seien von einigen Architekten zwei Gebäude geplant worden, andere hätten versucht, alles in einem Gebäude unterzubringen. Es habe sich auch gezeigt das die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenzwohngruppen bei vielen Projektverfassern noch nicht so geläufig sei. Mit dem Siegerprojekt «Zytlos» der Architekturgemeinschaft W2H Architekten, Bern-Liebefeld, und der von Allmen Architekten AG, Interlaken – vor fast 30 Jahren habe der Vater von Nils von Allmen auch schon das Siegerprojekt für das Altersheim Sunnsyta realisiert – seien die Anforderungen gut erfüllt worden. So sei unter anderem die Demenzgruppe in sich schon sehr gut organisiert; zum Altersheim sei eine halbunterirdische Verbindung geplant. Man habe sich entschieden, die geforderte Nutzung in zwei Gebäuden aufzunehmen. Im Sockelgeschoss eines Gebäudes seien die Demenzgruppe untergebracht, im zweiten Gebäude allgemeine Räume des Altersheims. Die Alterswohnungen in den Obergeschossen hätten alle Sicht auf den See und die Wohnungen mit einer Fläche von 52 bis 56 Quadratmeter seien von hoher Qualität. Man habe auch versucht die neuen Gebäude passend in die Topografie einzubetten und die Qualität der bestehenden Wohnungen zu erhalten. Der Aussenraum in einer attraktiven Umgebung und ein zentral zugänglicher Bereich für alle Gebäude soll auch als Begegnungszone dienen.

Die weiteren Schritte seien nun an der Delegiertenversammlung das Geld zu sprechen, dann warte man den Entscheid der Gesundheitsdirektion ab und hoffe auch, dass es beim Bauprojekt keine Einsprachen gebe. Geplant worden sei dem Baureglement entsprechend und durch die Zonenplanänderung seien die beiden Parzellen in die Zone für öffentliche Nutzung zu liegen gekommen. Die Machbarkeitsstudie, der Wettbewerb und die Preisgelder, alles zusammen Kosten von zirka 140 000 Franken, würden aus dem Stiftungskapital bezahlt. Die Stiftung Altersheim, die seit fast 30 Jahren aus der Einwohnergemeinde Ringgenberg-Goldswil, der Burgergemeinde Ringgenberg, der Kirchgemeinde Ringgenberg-Niederried und der Bäuertgemeinde Goldswil bestehe, wird das Kapital zugunsten der Alterswohnungen einsetzen. Die Kosten für das Gesamtprojekt könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau genannt werden, doch dürfte es sich nach Angaben von Bauausschusspräsident Erhard Nufer an der Medienorientierung um einen Betrag von dreieinhalb bis vier Millionen Franken handeln.

Ausstellung Projektwettbewerb. Alle Wettbewerbsprojekte werden in der Zeit vom 17. bis 30. März 2008 im Gmeindshus Goldswil ausgestellt. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von 18 bis 20.30 Uhr. Über die Osterfeiertage bleibt die Ausstellung geschlossen.
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