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SVP Matten zu Besuch im Bundeshaus
Die SVP Matten hat am vergangenen Montag 10. März 2008 die Frühjahrssession der eidgenössischen Räte besucht. SVP-Nationalrat Hans Fehr führte die Oberländer durch das Bundeshaus und stelle sich anschliessend den teils kritischen Fragen der Sektionsmitglieder aus Matten.
Unter Leitung des Parteipräsidenten Hans Peter Zumkehr reisten 23 Mitglieder der SVP Matten in die Bundeshauptstadt. Nach einem etwas langwierigen «Einchecken» (Sicherheit wird grossgeschrieben) nahm Nationalrat Hans Fehr die Berner Oberländer in Empfang. Unter der Bundeshauskuppel erläuterte Fehr die Baugeschichte und Architektur. Der imposante Bau war ein Gemeinschaftswerk der Kantone.
Werner Gartenmann, Sekretär der SVP Matten
Gerade im zentralen Kuppelbau lassen sich viele Symbole der Eidgenossenschaft erkennen. Die Glaskuppel vereint die Kantone unter dem Schweizer Wappen (schmunzelnd wurde festgestellt: das Wappen eines Kantons «Berner Oberland» hätte noch Platz), grosse Glasfenster-Malereien stellen die – damaligen – Hauptpfeiler der Wirtschaft dar (Schwer- und Textilindustrie, Handel, Landwirtschaft). Vier Landsknechte repräsentieren die Landessprachen. Die in einen 14 Tonnen schweren Steinblock gehauene Rütlischwurszene dominiert den Eingangsbereich. Statuen von Arnold Winkelried und Niklaus von Flüe symbolisieren die Opferbereitschaft beziehungsweise die Versöhnung. Gesetzgebung «live»
Nach kurzer Besichtigung des Ständeratssaals konnte die SVP-Gruppe im Nationalratssaal die Beratung über die Änderung des Strassenverkehrsgesetzes verfolgen (unter anderem mit Bundesrat Moritz Leuenberger). Etwas erstaunt war die Oberländer Besuchergruppe über die Disziplin im Nationalrat. So können Abstimmungsresultate «zufällig» oder äusserst knapp entstehen, wenn sich einzelne Parlamentarier bei einer Abstimmung nicht im Ratssaal befinden. Auffallend waren der hohe Geräuschpegel und das «nervöse» Hin und Her. Manch einer stellte fest, dass der Nationalrat nicht gerade ein überzeugendes Vorbild für diejenigen Schulklassen abgebe, welche das Geschehen von den Besuchertribünen mitverfolgten.
Aussprache
In der anschliessenden Aussprache mit den Nationalräten Hans Fehr und Lukas Reimann (jüngster Parlamentarier) wurde aber klar, dass der Ratsbetrieb nicht nur aus bravem Stillsitzen besteht. Da werden Vorstösse diskutiert, Argumente vertieft und Abstimmungsverhalten in letzter Minute festgelegt. Zum Schluss kam die Oppositionsaufgabe der SVP zur Sprache. Das SVP-Parteiprogramm müsse nun ohne Bundesräte durchgezogen werden. «Schliesslich stimmten bei den letzten Wahlen gegen 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler diesem Programm zu, welches vom abgewählten Christoph Blocher im Bundesrat vertreten wurde», definierte Fehr die Oppositionsrolle. Nach einer intensiven Diskussion dankte die SVP Matten Nationalrat Fehr für die Führung und ihrem Sekretär Werner Gartenmann für die Organisation. Auf der Heimreise wurde Fazit gezogen: Das Bundeshaus ist ein prächtiger Bau, der Parlamentsbetrieb hektisch und Zürcher SVP-Nationalräte «beissen» keine Berner Parteimitglieder.
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