Sigriswil: Voranschlag mit unverändertem Steuersatz
Finanzkommission und Gemeinderat von Sigriswil haben den Voranschlag 2009 zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet. Dieser sieht für das nächste Jahr ein bescheidenes Defizit von 41 100 Franken vor.
pd/bns. Das Budget 2009 von Sigriswil rechnet bei einem Aufwand von 24,1 mit einem Defizit von 41 100 Franken, dies bei einer unveränderten Steueranlage von 1,8. Dabei konnten die Steuerertragsausfälle von rund 485 000 Franken.(Steuergesetzrevision) durch die Verbesserungen und Korrekturen in den übrigen Funktionen nicht aufgefangen werden.
In Anbetracht des vorhandenen Eigenkapitals (2,0 Millionen Franken per Ende 2007) beurteilt der Gemeinderat das Budgetdefizit als vertretbar, um so mehr als auch der Finanzplan doch eine eher positive Entwicklung prognostiziert. Allerdings werden neben den voraussichtlichen Investitionskosten in Millionenhöhe für die Verbauung/Sanierung Guntenbach und Grönbach, ausgelöst durch die aktuelle Gefahrenkarte des Kantons, auch die nötigen Investitionen in die Schulanlage Merligen (Sanierung/Ausbau) und in die Schulanlage Raft (Modulbauten für die Einführung der zentralen Oberstufe im 2010) die Gemeindefinanzen in den nächsten Jahren verstärkt belasten.
Im Investitionsbudget rechnet der Gemeinderat bei brutto 4,01 Millionen Franken mit Nettoinvestitionen von 3,33 Millionen Franken. Unter Berücksichtigung des Aufwandüberschusses und der Veränderungen in den Spezialfinanzierungen resultiert bei Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen von 1,74 Millionen Franken ein Eigenfinanzierungsgrad von lediglich 65,6 Prozent.
Der vom Gemeinderat verabschiedete Finanzplan für die Jahre 2008 bis 2013 (mit gleichbleibendem Steuerfuss) sieht für die Zeit von 2010 bis 2013 Nettoinvestitionen von total 13,5 Millionen Franken vor, vor allem in den Bereichen Schulanlagen (Sanierung Merligen), Altersheim Schärmtanne (Sanierung/Erweiterung Küche), Gemeindestrassennetz, Fahrzeug-/Maschinenbeschaffung (Nutzfahrzeuge Baugruppe und Forstbetrieb), Abwasserentsorgung, Gewässerschutzmassnahmen (Sanierungen Grönbach, Guntenbach und Zuflüsse mit brutto 5,25 Millionen Franken) und Forst. Der Anteil der selbsttragenden Rechnungen an den Gesamtinvestitionen beläuft sich dabei auf rund 3,1 Millionen Franken. Der neue Finanzplan zeigt, dass auf Grund der sich nach wie vor recht bescheiden entwickelnden Steuererträge erst ab 2010 wieder mit besseren Ergebnissen gerechnet werden darf. Allerdings sind die genauen Auswirkungen der Steuergesetzrevision, des kommenden neuen Finanzausgleichs und der momentanen, allgemeinen Finanzkrise kaum abschätzbar. Sie konnten denn auch im aktuellen Finanzplan nicht berücksichtigt werden.
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