| Flugplan 2009: Unzufriedenheit und Enttäuschung Die regionalen Interessen- und Behördenvertreter haben an der achten Sitzung des Kontaktgremiums Flugplatz Meiringen ihre Enttäuschung und Frustration über den Entwurf für den Flugplan 2009 bei Vertretern des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) deponiert.
pd/bns. Vom eingereichten Forderungspaket wurde laut einer Medienmitteilung «nichts ausser einer minimal verlängerten Sommerpause» berücksichtigt: «Die Anzahl Flugbewegungen sollen gegenüber dem Jahr 2008 nicht reduziert werden.» Mit der geplanten Rekrutenschule im Sommer erfolge für die Region sogar ein Rückschritt: «Mit dem VBS wurde für dieses Jahr ausgehandelt, dass die Rekrutenschule nicht während der touristischen Hochsaison, sondern im Frühjahr stattfindet. Es ist unverständlich, weshalb die Planung für das Jahr 2009 wieder geändert wurde.»
Werde der Flugplan Meiringen mit demjenigen von Sion verglichen, fühlten sich die regionalen Interessen- und Behördenvertreter im Kontaktgremium Flugplatz Meiringen gegenüber dem Wallis ungleich behandelt, verlautet im weiteren. Auf dem Flugplatz Sion seien in der touristischen Hochsaison keine F/A18-Flüge vorgesehen: «Die regionalen Mitglieder im Kontaktgremium Flugplatz Meiringen erhoffen sich nun, dass an der Aussprache vom 13. Oktober 2008 von Bundesrat Schmid mit den betroffenen Kantonsregierungen sichtbare Resultate erzielt werden können und Massnahmen zur Umsetzung des deponierten Forderungspaketes definiert werden. Die regionalen Interessen- und Behördenvertreter erwarten nun vom Regierungsrat des Kantons Bern, dass gegenüber dem VBS eine klare und unmissverständliche Haltung vertreten wird, damit Anpassungen im Flugbetrieb zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region umgesetzt werden können.»
Mehrmals sei aus der Region betont worden, heisst es in der Medienmitteilung, «dass nur mit einer Anpassung des Stationierungskonzeptes eine Verbesserung der Situation erwirkt werden kann. Deshalb wurde die Annahme der Motion Amstutz im Nationalrat, welche die Überprüfung des Stationierungskonzepts fordert, sehr erfreut zur Kenntnis genommen. Dieser Entscheid ist ein Schritt in die richtige Richtung und es wird erwartet, dass auch im Ständerat die entsprechende Unterstützung gefunden wird.»
Behörden- und Interessenvertreter im Kontaktgremium Flugplatz Meiringen. Gemeindepräsidenten Meiringen, Brienz, Brienzwiler, Hofstetten, Oberried und Schwanden. Regierungsstatthalterin von Oberhasli. Bevölkerungsausschuss Unterbach. Interessengemeinschaft gegen Fluglärm in der Alpenregion. Brienzer Hotelierverein. Handwerker- und Gewerbeverein Oberhasli. Verkehrsverein Hofstetten. Schweizerisches Freilichtmuseum für ländliche Kultur Ballenberg. Umweltverein Schwanden. Berner kleine und mittlere Unternehmen Brienz. Haslital Tourismus. Verein Pro Flugplatz.
|