| Gutes Halbjahresergebnis der Jungfraubahnen Im ersten Semester 2008 hat die Jungfraubahn-Gruppe das beste Halbjahresergebnis ihrer Geschichte erzielt. Es resultierte ein Gewinn von neun Millionen Franken, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent entspricht.
Die Jungfraubahn vor der imposanten Kulisse des Eigers und seiner weltberühmten Nordwand. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)
pd/bns. Der Betriebsertrag konnte laut Aktionärsbrief um 11 Prozent auf 64 Millionen Franken gesteigert werden: «Die Basis für das sehr gute Resultat wurde im Wintersport gelegt, wo die Erträge 3,6 Millionen Franken oder 22,5 Prozent über dem Vorjahr lagen. Der Verkehrsertrag erreichte 51 Millionen Franken. und lag damit fünf Millionen Franken über jenem des Vorjahres. Das operative Ergebnis (EBIT) beträgt 11,6 Millionen Franken, was einer EBIT-Marge von rund 17,4 Prozent entspricht.» Im ersten Halbjahr verzeichneten nach Angaben der Jungfraubahnen die drei grössten Geschäftsbereiche Wintersport, Jungfraujoch und Ausflugsberge ein Ertragswachstum: «Erwartungsgemäss verzeichneten wir im Juni wegen der Fussballeuropameisterschaft etwas weniger Ankünfte auf dem Jungfraujoch. Dennoch liegt das erste Semester mit 257 800 Gästen praktisch auf der Höhe des Rekordjahres 2007 (264 000).»
Die Harderbahn habe in der ersten Hälfte des Jubiläumsjahrs alle Erwartungen übertroffen, heisst es in dem von Verwaltungsratspräsident Thomas Bieger und Jungfraubahnen-Direktor Urs Kessler unterzeichneten Aktionärsbrief: «Mit 27 600 Personen reisten 50 Prozent mehr Gäste auf den Harder als im Vorjahr. Ebenfalls teils klar mehr Gäste verzeichnen die Mürrenbahn (BLM), die Firstbahn und die Wengernalpbahn. Erfreulich sind diese Resultate im Ausflugsverkehr um so mehr, als dass 2007 ein Rekordjahr war.»
Wechsel im Aktionariat
Mitte April 2008 habe sich die bis dahin mit 22,5 Prozent am Aktienkapital der Jungfraubahn Holding AG beteiligte amerikanische Investmentgesellschaft Global Equity SA von ihrem Aktienpaket getrennt, wird in dem Aktionärsbrief erinnert: «Die BEKB übernahm die Aktien und plazierte 12,6 Prozent an langfristig orientierte Schweizer Investoren weiter. Die Jungfraubahn Holding AG übernahm selber 9,9 Prozent als Treasury Stock.»
Nächste Projekte
Die Jungfraubahn AG wolle die Leistung ihres hundertjährigen Kraftwerks im Lütschental markant steigern, verlautet im weiteren: «Für zehn Millionen Franken werden die fünf alten Maschinengruppen durch zwei moderne Mehrstrahlmaschinen ersetzt. Die Stromproduktion steigt damit um 50 Prozent. Die Inbetriebnahme ist per Anfang 2010 vorgesehen.»
Für den kommenden Winter wird nach Angaben der Jungfraubahnen momentan im Skigebiet Kleine Scheidegg die Beschneiung weiter ausgebaut. Damit sollen diesen Winter auch die Sesselbahnen Fallboden und Wixi über je eine beschneite Piste verfügen: «Auf den Winter 2009/2010 wird die neue Sechsersesselbahn Eigernordwand inklusive Beschneiungsanlage das Pistenkarussel Kleine Scheidegg – Eigergletscher – Lauberhorn abrunden.»
Geschäftsjahr 2008
Die Frequenzen «Jungfraujoch an» lagen laut Aktionärswbrief im Juli um 5,1 Prozent unter und im August 2,4 Prozent über dem Vorjahr. Die Entwicklung bleibe somit im Rahmen des Vorjahres: «Auf Grund des Gästemixes mit einem höheren Inlandanteil rechnen wir für die verbleibenden Monate des Jahres 2008 mit leicht höheren Durchschnittserträgen. Im Gruppenreisegeschäft entwickeln sich die Buchungen für das zweite Halbjahr so, dass das grösste Bergbahnunternehmen der Schweiz zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. In den Hauptmärkten Asiens startet die Jungfraubahn-Gruppe mit der Lancierung des Jubiläums hundert Jahre Jungfraubahn 2012. Innerhalb der Unternehmung wird eine Neuorganisation mit klarer Kostenverantwortung und Kundenfokussierung ab dem 1. Januar 2009 umgesetzt.» – Die nächste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Jungfraubahn Holding AG findet am Montag 25. Mai 2009 in Interlaken statt.
Besucherfrequenzen 1. Januar bis 30. Juni 2008. Jungfraujoch (Berg an) 257 800 (2007: 263 800; –2,3 Prozent). Kleine Scheidegg, Frequenzen Wengernalpbahn 1 307 300 (1 261 200; +3,6 Prozent). Grindelwald-First (Tal ab) 282 100 (243 200; +16,0 Prozent). Lauterbrunnen–Mürren, Frequenzen BLM 268 400 (230 400; +16,5 Prozent). Harder-Kulm (Berg an) 27 600 (18 300; +50,8 Prozent).
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