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Samstag 6. September 2008
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Auf dem Höheweg in Interlaken starteten am Samstagvormittag über 4000 Läufer. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)
Favoritensiege beim Jungfraumarathon 2008

Der Jungfraumarathon 2008 von Interlaken auf die Kleine Scheidegg ist vom Vorjahreszweiten, dem Südtiroler Hermann Achmüller, gewonnen worden. Bei den Frauen siegte die Ungarin Simona Staicu.

Siegerbild auf der Kleinen Scheidegg. Von links nach rechts:
Der zweitplazierte Martin Cox (Grossbritannien), der Sieger Hermann Achmüller (Italien) und der drittplazierte Patrick Wieser (Schweiz).

ds/pd/bns. An der Spitze entwickelte sich laut einer Medienmitteilung von Anfang an ein spannendes Rennen. Bei den Männern startete Sergej Kaledine in einem horrenden Tempo, dem er ab Kilometer 20 Tribut zollen musste. Danach führte für kurze Zeit Usisivu Boniface aus Kenia das Rennen an. Kurz nach Wengen übernahm dann der letztjährige Zweite, Hermann Achmüller aus dem Südtirol, die Spitze, die er im Aufstieg zum Wixi kontinuierlich ausbauen konnte. Achmüller gewann schliesslich souverän in 3:03:18 Stunden. Der Sieger, der von sich selber behauptet, kein Bergläufer zu sein, lief aus Sicht des Rennleiters Richard Umberg ein sehr intelligentes Rennen. Dasselbe lässt sich auch für den bekannten englischen Bergläufer Martin Cox sowie für den überraschenden Dritten, Patrick Wieser, aktueller Schweizermeister im Halbmarathon, behaupten. Während Cox bis Wengen über starke Rückenschmerzen klagte, sprach Wieser von einem optimalen Rennen. Bei den Männern sicherte sich Urs Jenzer aus Frutigen als Zehnter den Titel des besten Oberländers.

Die Ungarin Simona Staicu jubelt als Siegerin im Ziel des 16. Jungfraumarathons.

Bei den Frauen entwickelte sich von Anfang an ein abwechslungsreiches Rennen. Zwischen Wengen und Wixi übernahm die verhalten gestartete Ungarin Simona Staicu die Spitze. Diese gab sie bis zum Schluss des Rennens nicht mehr ab und gewann in 3:39:05 mit über 2:10 Minuten Vorsprung auf die Zweitplazierte. Rang 2 und 3 sicherten sich die beiden Russinen Jeanna Malkova und Elena Kaledina. Simona Staicu bezeichnet sich selber nicht als Bergläuferin, will aber in Zukunft vermehrt auf die Karte Berglauf setzten. Caroline Reiber aus Davos sicherte sich schon zum wiederholten Mal den ausgezeichneten 4. Rang und wurde beste Schweizerin. Auf den Rängen 5 und 6 folgten Petra Guggisberg-Oberli und Tanja Amiet. Als beste Oberländerin lief Andrea Huser aus Aeschlen ob Gunten auf den siebten Platz.

Rennleiter Richard Umberg gratuliert dem besten Oberländer Urs Jenzer aus Frutigen, der Zehnter wurde.

Der Jungfraumarathon 2008 fand bei als optimal bezeichneten äusseren Bedingungen statt: «Das von den Organisatoren befürchtete schlechte Wetter mit Regen und Sturmböen blieb bis zum Schluss des Rennens aus», heisst es in der Medienmitteilung: . Auf der Kleinen Scheidegg herrschten gegen Ende des Rennens zwar kühle Temperaturen, dies beeinträchtigte die gute Stimmung auf und neben der Rennstrecke aber in keiner Art und Weise. Auch in diesem Jahr konnten die Veranstalter sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ein hochkarätigeres Elitefeld am Start begrüssen.» Insgesamt starteten 4076 Teilnehmer am diesjährigen Jungfraumarathon und davon beendeten nach Angaben der Organisatoren 3765 Läufer den 16. Jungfraumarathon. Der 17. Jungfraumarathon findet am 5. September 2009 statt.

Die Mädchen der Jahrgänge 2001 und 2002 kämpfen um einen guten Platz

Den Auftakt zum Jungfraumarathon bildete bereits am Vortag der Jungfrau-Minirun, an dem sich 376 Mädchen und 464 Knaben in zehn Kategorien massen. Dies bedeute mit 840 Teilnehmern einen neuen Rekord und wie Organisationskomiteepräsident Christoph Seiler an einer Medienorientierung am Samstagmorgen sagte, brauche man sich um den Läufernachwuchs keine Sorgen zu machen. An einem Mini-Marathon nahmen am Freitagabend nach dem Minirun 131 Läufer teil. An der Medienorientierung vor dem Jungfraumarathon am Samstag kamen auch die den Ereignissen am Zugspitze-Marathon vom Juli dieses Jahres, als zwei Läufer an Unterkühlung starben, zur Sprache. Die Organisatoren seien mit vielen Medienanfragen konfrontiert worden, ob ein solches Ereignis auch beim Jungfraumarathon denkbar wäre. Auch beim Jungfraumarathon lasse sich gegen das Wetterrisiko nicht viel machen; man sei auch bereits zweimal mit Wetterkapriolen konfrontiert gewesen: Im Jahr 2001 mit Schnee und im Jahr 2005 mit Hochwasser, weshalb beinahe die Durchführung gefährdet gewesen sei. Nun seien das Sicherheitskonzept weiter verbessert und in Interlaken ein Meteowagen stationiert worden. Zudem könne jederzeit auf die Windmessdaten zugegriffen werden.

Overall-Rangliste Männer. 1. Achmüller Hermann, Italien 3:03.18,6. 2. Cox Martin, Grossbritannien 3:05.32,1. 3.  Wieser Patrick, Aadorf 3:08.07,9. 4. Short Timothy, Grossbritannien 3:08.37,9. 5. Frick Gerd, Italien 3:11.15,1. 6. Murzine Grigory, Russland 3:11.32,4. 7. Tanui Mike Kenia 3:12.24,3. 8. Raittila Anssi, Finnland 3:12.42,2. 9. Kaledine Sergej, Russland 3:17.16,4. 10. Jenzer Urs, Frutigen 3:18.28,5. – Overall Frauen. 1. Staicu Simona, Ungarn 3:39.05,5. 2. Malkova Jeanna, Russland 3:41.15,7. 3. Kaledina Elena, Russland 3:43.21,1. 4. Reiber Carolina, Davos 3:44.31,6. 5. Guggisberg-Oberli Petra, Jegenstorf 3:50.28,4. 6. Amiet Tanja, Zuchwil 3:51.55,0. 7. Huser Andrea, Aeschlen 3:52.59,4. 8. Lilge-Leutner Carina, Österreich 3:53.28,7. 9. Jaun Karin, Därligen 3:55.01,0. 10. Kambara Yuri, Japan 3:56.35,0. – Gesamtrangliste bei Datasport.
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