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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Mittwoch 10. September 2008
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Die Schulstrukturen in der Gemeinde Lauterbrunnen werden überprüft

Die Gemeinde Lauterbrunnen muss ihr Schulsystem auf Grund der neuen Gesetzgebung und den stetig sinkenden Schülerzahlen überprüfen und wo nötig und vertretbar entsprechende Anpassungen vornehmen.

pd/bns. Aufgrund des revidierten Volksschulgesetzes und dem Rückgang der Schülerzahlen stehen in den Gemeinden verschiedene Neuerungen an. Weitere gesetzliche Reformen sind bereits geplant und werden entsprechende Anpassungen in organisatorischer und pädagogischer Hinsicht mit sich bringen. Die Gemeinden sind in den nächsten Monaten und Jahren gefordert, die vom Gesetzgeber (Kanton) geforderten Anpassungen an die neue Volksschulgesetzgebung umzusetzen.
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Lauterbrunnen vom 8. September 2008
Die Gemeinde Lauterbrunnen kann sich dieser Aufgabe nicht entziehen und muss ihr Schulsystem auf Grund der neuen Gesetzgebung und den stetig sinkenden Schülerzahlen überprüfen und wo nötig und vertretbar entsprechende Anpassungen vornehmen. Dass sich die Schullandschaft in der Gemeinde Lauterbrunnen in den letzten Jahren bereits stark verändert hat, belegen umgesetzte Massnahmen wie die Schliessung der Schule in Isenfluh, die Konzentration der Sekundarschule in Lauterbrunnen, die Zusammenführen der Dorfschulen Mürren, Gimmelwald, Stechelberg zur «Schule Lauterbrunnen-Süd». Damit die anstehenden Reorganisationen aus Sicht der Gemeinde (Schüler, Eltern, Lehrer) verträglich und geordnet geplant und umgesetzt werden können, hat der Gemeinderat eine nichtständige Kommission gewählt und ihr den entsprechenden Auftrag erteilt. Die Mitglieder der Kommission sind: Emil von Allmen, Leitung, Sabine Näpflin, Vertretung der Schulkommission, Susanne Durrer, Vertretung der Eltern, Daniel Herrmann, Hansjörg Häberli, Beat Bucher, alle Schulleitung, Andrea Buchs, Sekretariat und Pia Käser, externe Beratung.

Kontrolle von Rutschungen
Die rutschgefährdeten Gebiete in der Gemeinde Lauterbrunnen werden systematisch und in regelmässigen Abständen überprüft. Die Rutschung Gryfenbach und Krankenbach verlaufen in den normalen Werten. Die Rutschung Spissbach weist eine Bewegung von rund 55 Millimeter pro Monat aus. Es ist daher mit einzelnen Rutschen in den Spissbach zu rechnen. Die Rutschung Isenfluh liegt zwischen ein bis sieben Millimeter im Monat und somit im üblichen Bereich. Auf Grund der momentanen Situation sind keine Massnahmen erforderlich.

Helikopterlärm – ein Dauerbrenner

In regelmässigen Abständen werden bei der Gemeindeverwaltung Beschwerden wegen überdurchschnittlichem Helikopterlärm deponiert. Die zuständige Kommission nimmt sich diesen Meldungen jeweils an und überprüft die Beschwerden gemeinsam mit den Verursachern. Jüngste Abklärungen haben ergeben, dass die Fluglärmbelästigungen nicht ausschliesslich von der ansässigen Air Glaciers SA, sondern auch von der in Gsteigwiler ansässigen Berner Oberländer Helikopter AG (Bohag) verursacht wurden. Wie viel Fluglärm den Gästen und Bewohnern der Talschaft letztendlich zugemutet werden darf, ist leider nicht messbar und basiert auf der individuellen Wahrnehmung des Einzelnen. In den Abklärungen wurde festgestellt, dass die vom Gesetz (Bewilligung) festgelegten Flugzeiten grundsätzlich eingehalten werden.

Ortsführungsorganisation Wengen wieder komplett
Mit dem Wegzug von Karl Fuchs, Hotel Eiger, 3823 Wengen, ist in der Ortsführungsorganisation Wengen die Funktion des Ressortchefs für Schutz/Rettung/Gesundheit/Betreuung verwaist. Auf Antrag des Chef des Gemeindeführungsorgans wurde Judith Graf Engi, Jahrgang 1960, Hotel Bellevue, 3823 Wengen neu in dieses Amt des Ressortchefs gewählt.

Revision des Kurtaxenreglements
Auf Vorschlag der örtlichen Tourismusvereine wurden vom Gemeinderat die Mitglieder der nichtständigen Kommission zur Erarbeitung des neuen Kurtaxenreglements gewählt. Es sind dies: Peter Wälchli, Vorsitzender, Anton Graf, Sekretär, Andreas von Allmen, Vertreter Lauterbrunnen Tourismus, Christoph Leemann, Vertreter Wengen Tourismus, Adolf Litzler, Vertreter Stechelberg Tourismus, Esther von Allmen-Leu, Vertreterin Gimmelwald Tourismus, Adrian Stähli, Vertreter Mürren Tourismus. Im Rahmen der Arbeiten am neuen Reglement werden situativ Vertreter von Interessengruppen, wie Camping, Hotellerie, Ferienwohnungen, Gruppenunterkünfte, Chaletvereine und so weiter in die Arbeiten einbezogen. Dass die Überarbeitung des Kurtaxenreglements nötig ist, beweist, dass der Gemeinderat erneut über weitere vier Beschwerden in Sachen Pauschalkurtaxen entscheiden und verfügen musste.

Lauberhornrennen: Fahrverbot im Bereich des Zielraums
Auf Antrag des Organisationskomitees der Lauberhornrennen erlässt der Gemeinderat während dem 16. bis18. Januar 2009 auf dem Strassenteilstück «Uf dr Egg» bis zum Zielgelände in Wengen ein temporäres Fahrverbot. Da während der Renntage zahlreiche Fahrzeuge, vorwiegend für Material- und Personentransporte, zwischen dem Dorf und dem Zielraum in Innerwengen verkehren und zusätzlich an den Renntagen tausende Zuschauer in Richtung Zielgelände diese Strasse benützen, entstehen auf dem letzten Teilstück ab «Uf dr Egg» bis ins Zielgelände oftmals heikle und gefährliche Situationen. Zur Entschärfung hat der Gemeinderat für die Zeit vom 16. bis 18. Januar 2009 ein allgemeines Fahrverbot erlassen. Vom Fahrverbot ausgenommen sind Fahrten von Anwohnern und Materialtransporte des Organisationskomitees.

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