Lawinenschutztunnel Mitholz: Sanierungsarbeiten auf Kurs
Der erste Schritt zur Sanierung des einsturzgefährdeten Mitholztunnels ist weitgehend abgeschlossen. Bis Mitte August sind rund 130 000 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen und auf die Ostseite des Strassentunnels verlagert worden. Der Druck auf das Bauwerk ist seither deutlich zurückgegangen.
pd/bns. «Der Hügel aus Neat-Schüttmaterial, der neben und über dem Mitholztunnel lagerte und diesen fast zum Einsturz brachte, ist weg», heisst es in einer Medienmitteilung: «Rund vier Monate dauerten die Abtragungsarbeiten, die den Tunnel von der Last des Schutthügels befreien.» Die Spannung in den Holzspriessen, die das Gewölbe stützten, sei seither bereits um mehr als ein Viertel zurückgegangen: «Bis im November muss sich eine Entlastung auf stabilem Niveau eingestellt haben, damit die Hauptarbeiten zur Instandsetzung der Tunnelröhre an die Hand genommen werden können.»
Der Abtrag habe auch die Fragen zur Beschaffenheit des Schüttmaterials geklärt, verlautet im weiteren: «Der überwiegende Teil bestand aus schwarzem Kies aus dem Felsausbruch des Neat-Tunnels und konnte vor Ort abgelagert werden. Im südlichen Teil des Schutthügels wurden kleinere Mengen Material gefunden, das die Voraussetzungen für eine Ablagerung vor Ort nicht erfüllte: Rund 1200 Kubikmeter mussten in eine Deponie in Wimmis transportiert werden.»
Für die eigentliche Tunnelsanierung sind laut der Medienmitteilung inzwischen Vorbereitungsarbeiten im Gang. Das Gewölbe werde von Betonabplatzungen und losen Bruchstücken gesäubert, unzählige Risse würden einzeln von Hand verfüllt. Diese Arbeiten müssten sowohl von der Aussen- als auch von der Innenseite her ausgeführt werden: «Im Zuge der Hauptarbeiten werden anschliessend die Holzspriessen abschnittsweise entfernt und im südlichen Tunnelteil ein zweites Innengewölbe betoniert. Die Wiedereröffnung des Tunnels für den Verkehr ist im November nächsten Jahres vorgesehen.»
Die Kosten für die Instandstellung des Lawinenschutztunnels werden mit zirka 21,5 Millionen Franken angegeben: «Darüber, wer für die Schäden am Mitholztunnel verantwortlich ist und die Kosten für deren Behebung zu tragen hat, wird im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens entschieden. Der Kanton Bern hat Mitte August eine entsprechende Klage eingereicht.»
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