Neue Berufswerbekampagne der Kantonspolizei
Mit einer aussergewöhnlichen und provokativen Werbekampagne angeworben sollen in den nächsten zwei Jahren 150 neue Polizisten beiderlei Geschlechts ausgebildet werden.
pkb/bns. Die Kantonspolizei Bern sucht laut einer Medienmitteilung für die Polizeischule mit Beginn im Herbst 2009 mindestens 50, für das Jahr 2010 insgesamt über 100 Polizeiaspiranten. Bei der Polizeischule handle es sich um eine einjährige Ausbildung, die mit dem eidgenössischen Fachausweis abgeschlossenen werde. Die Ausbildung sei vollumfänglich bezahlt. Die angehenden Polizisten erhielten zudem während der Ausbildung einen Aspirantenlohn: «Die natürlichen Abgänge und die Pensionierungen müssen aufgefangen werden. Die Zusammenführung der verschiedenen Polizeikorps in die Kantonspolizei Bern bedingt eine Ergänzung des Personalbestandes.» Und nicht zuletzt soll der Bestand von heute rund 2200 Mitarbeitern erhöht werden. Das Korps der Kantonspolizei Bern habe wie alle andern Korps der Schweiz Mühe, genügend gute und qualifizierte Aspiranten zu finden.
«Jetzt soll mit der leicht merkbaren neuen Internet-Landingpage www.polizei-job.ch der Polizeiberuf bekannter gemacht werden», verlautet im weiteren: «Via neuem, direktem Zugang können sich Interessierte über das aktuelle Stellenangebot ins Bild setzen oder alles Wissenswerte über die drei Berufe bei der Kantonspolizei Bern – Polizist, Botschaftsschützer, Verkehrsdienstmitarbeiter – finden. Darunter sind unter anderem Angaben zu den Anforderungen, den Karrieremöglichkeiten und auch zum Lohn enthalten. Unter der neuen Telefonnummer 0800POLICE werden zudem offene Fragen beantwortet.»
Die Kantonspolizei Bern wolle mit ihrer am 5. September 2008 startenden als provokativ bezeichneten Berufswerbekampagne erreichen, dass die Öffentlichkeit und speziell die anvisierte Zielgruppe der 20- bis 35jährigen die landläufigen Klischees über den Beruf Polizistin/Polizist kritisch hinterfragten, heisst es in der Medienmitteilung. Der neue Werbeauftritt soll in der Öffentlichkeit für höchste Aufmerksamkeit sorgen: Kurz und prägnant widerlegten zwei, drei Sätze Vorurteile wie «Tschugger si dumm», und forderten dazu auf, sich besser über den Polizeiberuf und eine mögliche Karriere bei der Kantonspolizei Bern zu informieren: «Damit soll die Chance genutzt werden, neue Kreise und bisher kommunikativ nicht erreichte junge Männer und Frauen vorab in den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg und Aargau anzusprechen. Es sind Personen, die eine erste Berufsausbildung abgeschlossen oder die Matur abgelegt haben.
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