Thun: Mitwirkung zum Ausbau und zur Umgestaltung der Weststrasse
Die Bevölkerung kann sich ab 18. September während eines Monats im Rahmen einer Mitwirkung zum Ausbau und zur Umgestaltung der Weststrasse – des Zubringers vom Stadtzentrum Thun zum Autobahnanschluss Thun Süd – äussern.
sth/bns. Die Bauarbeiten könnten laut einer Medienmitteilung nach heutigem Zeitplan etwa Ende 2009 beginnen: «Für die Ausbau- und Sanierungsarbeiten des Stadtteils sind rund neun Millionen Franken budgetiert.» An den Kosten sollen sich der Bund und die Investoren des künftigen Stadions mit Fachmärkten nördlich der Weststrasse in der Grössenordnung von etwa 80 Prozent beteiligen.
«Kapazitätsgrenze erreicht»
Die Weststrasse habe ihre Kapazitätsgrenze erreicht, heisst es in der Medienmitteilung: «Um eine Zunahme der Staus zu vermeiden, muss sie zwischen dem Einkaufszentrum Oberland und dem östlichen Kreisel des Autobahnanschlusses auf vier Spuren verbreitert und saniert werden.» Der Autobahnanschluss Thun-Süd und die Weststrasse, der Zubringer zum Zentrum der Stadt Thun, seien schon heute oftmals überlastet: «Staus zu den Stosszeiten sind häufig zu beobachten.» Zu erwarten sei eine weitere jährliche Verkehrszunahme von etwa drei Prozent: «Zusätzlichen Verkehr werden das künftige Stadion mit Fachmärkten nördlich der Weststrasse und das gegen Ende 2010 erweiterte Einkaufszentrum ‹Oberland› auslösen. Aus diesen Gründen, und um künftig Rückstaus bis auf die Autobahn A6 zu vermeiden, soll der rund 750 Meter lange Strassenabschnitt zwischen dem östlichen Kreisel des Autobahnanschlusses und dem Einkaufszentrum ‹Oberland› auf vier Spuren ausgebaut, mit Radstreifen ergänzt und wirksamer entwässert werden. Geregelt wird auch die Zufahrt zum künftigen Stadionareal. Die grosse Kreuzung Weststrasse/Burgerstrasse soll zusätzliche Abbiegespuren erhalten.»
Bund finanziert – Stadt Thun ist federführend
Bereits im Jahr 2006 habe der Kanton in einer ersten Phase den Verzögerungsstreifen der Autobahnausfahrt aus Richtung Bern verlängert, um zu Hauptverkehrszeiten Rückstaus auf die Autobahn zu verhindern, wird in der Medienmitteilung erinnert. Gleichzeitig habe der Kanton die Projektierung für die Weststrasse und die Optimierung der Autobahnanschlüsse aufgenommen und Ende 2007 ein Projekt vorgelegt: «Mit der Neuregelung des Finanzausgleiches zwischen Kanton und Bund seit Anfang 2008 ist die Zuständigkeit für die Nationalstrassen vom Kanton an den Bund übergegangen. In Absprache mit dem Bundesamt für Strassen hat die Stadt Thun nun die Federführung für das Projekt zur Sanierung und Umgestaltung der Weststrasse übernommen. Dies, weil der Strassenabschnitt vom östlichen Kreisel beim Autobahnanschluss bis zur Burgerstrasse noch im Eigentum der Stadt Thun ist. Die fertig ausgebaute Weststrasse wird später an den Kanton übergehen. Bis in einem Jahr soll die Baubewilligung vorliegen.» Zu diesen Vorhaben soll die Bevölkerung ihre Meinung äussern können: «Vom 18. September bis 20. Oktober 2008 wird eine öffentliche Mitwirkung zum Vorprojekt stattfinden. Die Mitwirkungsdokumente – ein Vorprojekt aus Überbauungsordnung und Strassenplan – liegen vom 18. September bis 20. Oktober 2008 im Parterre des städtischen Verwaltungsgebäudes an der Industriestrasse 2 während der Bürozeiten auf. – Eingaben sind schriftlich bis spätestens Montag 20. Oktober 2008 an das Planungsamt der Stadt Thun, Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun zu richten.
Informationsabend. Am Mittwochabend 1. Oktober 2008, Beginn um 19.30 Uhr, findet im Stadtratssaal des Rathauses Thun ein öffentlicher Informationsanlass statt. Gemeinderätin Ursula Haller Vorsteherin der Direktion Bildung und Entwicklung, Rolf Maurer, Stadtingenieur, Beat Aeberhard, Projektleiter Bundesamt für Strassen, und Markus Wälti, Kissling und Zbinden AG, werden das Vorhaben des Ausbaus der Weststrasse vorstellen und im Anschluss Fragen beantworten.
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