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Zum Jubiläums-Snowpenair fanden am Samstag 9000 Besucher den Weg auf die Kleinen Scheidegg. (Bilder Dora und Manuela Schmid)
Jubiläums-Snowpenair: «Rekord in jeglicher Hinsicht»

Bei schönstem Wetter ist am Samstag der erste Teil des zum zehnten Mal veranstalteten Snowpenairs auf der Kleinen Scheidegg am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau über die Bühne gegangen. Als Höhepunkt begeisterte der kanadische Hitparadenstürmer Bryan Adams. Am Familien-Konzerttag vom Sonntag standen Lunik und Plüsch auf dem Programm.

Die Interlakner Gruppe Jargon. Von links nach rechts: Urs Jenzer, Urs Hofer, Eli Michel, Rolf Ruef, Daniel Ruef und Thomas Michel.

ds/ms. Zum Auftakt des diesjährigen Snowpenairs stand die junge Spiezer Rockband Nois (www.nois.ch) auf der Bühne, gefolgt von der Interlakner Gruppe Jargon (www.jargon.ch). Die Schmetterband begleitete danach in einem Exklusivauftritt Polo Hofer und als Höhepunkt begeisterte der kanadische Hitparadenstürmer Bryan Adams – er war bereits im Jahr 2004 dabei – das Publikum. «Zum Zehnjahre-Jubiläum leisten wir uns ein ganz besonderes Snowpenair-Konzertprogramm», sagte Urs Kessler, Leiter Marketing und Betrieb der Jungfraubahnen und geistiger Vater des Snowpenair-Konzerts an einer kurzen Medienorientierung. «Für dieses Mal haben wir zwei Konzerte vorgesehen: am Samstag das traditionelle Snowpenair und am Sonntag ein Programm, das speziell auf Familien zugeschnitten ist, zu einem familienfreundlichen Preis und einem Gratiseintritt für Kinder in Begleitung Erwachsener.»

Die Spiezer Gruppe Nois. Von links nach rechts: Nicolas Seiler, Felix Höckel, Jan Lauper und Nicolas Höckel. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Kessler bezeichnete das Jubiläumskonzert als «Rekord in jeglicher Hinsicht». Bereits seit zehn Wochen seien die Tickets für den Samstag ausverkauft gewesen, obschon diesmal die Besucherzahl bis ans Limit von 9000 Zuschauern erhöht worden sei. Ausserdem waren 85 Journalisten akkreditiert worden, wovon 60 Medienschaffende aus der Schweiz und 25 aus dem Ausland. Sogar ein indisches Fernsehteam war anwesend und eine ganze Busladung indischer Touristen besuchte das Konzert. Für die Künstler seien 160 Zimmer gemietet worden. Über 1500 Pauschalarrangements inklusive Übernachtungen, Sportpass und Eintritt seien verkauft worden. Allein die Menge der Getränke wurde mit einer Rekordzahl von 80 000 angegeben. Um dem Umweltgedanken nachzuleben, seien am diesjährigen Snowpenair Sammelstellen für Petflaschen und Aluminiumdosen aufgestellt worden.

Auf Helikopterflüge während der Konzerte wurde verzichtet und so fuhr auch Bryan Adams mit der Wengernalpbahn von Grindelwald auf die Kleine Scheidegg (2061 Meter über Normalnull).

Herausgefordert wurde am Rande des Snowpenairs auch die Berner Oberland-Bahn (BOB), denn die Bahn konnte die Zuschauer wegen einer heruntergefallenen Fahrleitung auf der Strecke Zweilütschinen–Lauterbrunnen bis elf Uhr nur mit bereitgestellten Bussen transportieren.

Ausgeglichene Rechnung
Kessler streifte in einem kleinen Rückblick die letzten zehn Jahre: Begonnen habe man im Jahr 1998 mit einem Budget von 181 000 Franken und 2000 Besuchern. Heute sei man bei einem Budget von total 900 000 Franken angelangt. Die Rechnung sei ausgeglichen: Das Snowpenair sei sukzessive gewachsen, mit Ausnahme des letzten Jahres, in dem ein Einbruch der Besucherzahl zu verzeichnen war. In den zehn Jahren habe öfters schlechtes Wetter geherrscht. So freue man sich am diesjährigen Snowpenair doppelt am prächtigen Wetter. Mit jeweils 8000 Besuchern sei der Anlass in den vergangenen Jahren drei Mal ausverkauft gewesen.

Die Schmetterband begleitete in einem Exklusivauftritt Polo Hofer (links).

Der alljährliche markante Einbruch bei den Wintersporttouristen ab anfangs März sei der Grund für die Umsetzung der Vision «Snowpenair» gewesen. Da im Vergleich zur Hauptsaison nur noch rund 25 Prozent Sportpässe verkauft würden, die Schneeverhältnisse aber immer noch hervorragend seien, habe man sich eine bessere Auslastung für die gesamte Jungfrauregion zum Ziel gesetzt. Daher habe man sich zur regelmässigen Durchführung des Snowpenairs entschlossen. Gleichzeitig wolle man auf eine sympathische Weise die guten Schneeverhältnisse kommunizieren, um die Gäste zu animieren, vor allem in diesem Jahr, da im Unterland bereits der Frühling eingekehrt sei.
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