Der Maler Jakob Jenzer. (Bild zvg)
sth/bns. Aus insgesamt elf Bewerbungen hat die Kulturkommission der Stadt Thun laut einer Medienmitteilung den in Steffisburg wohnhaften Maler Jakob Jenzer für einen Aufenthalt in der nordostindischen Stadt Varanasi ausgewählt. Von Juli bis Dezember dieses Jahres werde er das dortige Atelier nutzen können: «Seine Motivation, sich auf die indische Kultur einzulassen, die Gegensätze zeichnerisch und fotografisch zu verarbeiten und seine eigenen Themen Mensch, Stadt, Struktur, Garten und den Umgang mit Farben weiterzuentwickeln, überzeugten die Jury.» Der 54jährige Jenzer habe Indien, Sri Lanka und Nepal bereits in den Jahren 1981/1982 als junger Künstler bereist und damals wichtige Eindrücke für sein künstlerisches Schaffen empfangen.
Jakob Jenzer wurde im Jahr 1953 geboren, lebt seit 1962 in Thun und Steffisburg und wurde nach einer Schreinerlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern 1978 freischaffender Künstler. Reisen brachten ihn nach Angaben der Kulturabteilung der Stadt Thun auch nach Griechenland, London, Den Haag, Rom und Tokio. Sein Werk sei mit mehreren Werkbeiträgen gefördert und an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt worden, zuletzt im Jahr 2006 in der Galerie Art House in Thun. Jakob Jenzer ist verheiratet, hat zwei Söhne und arbeitet heute in Thun und im italienischen Lubriano.
Das Atelierhaus in Varanasi gehöre seit dem Jahr 2006 der Konferenz der Schweizer Städte für Kulturfragen (KSK), welche die drei Ateliers periodisch ihren Mitgliedstädten zur Verfügung stelle, verlautet im weiteren: «Die Kunstschaffenden erhalten zudem von der KSK und ihrer jeweiligen Heimatstadt einen Beitrag an die Lebenskosten; die Stadt Thun hat das Atelier für alle 40 Gemeinden der regionalen Kulturkonferenz ausgeschrieben.»
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