| pd/bns. Der Verwaltungsrat beantragt laut einer Medienmitteilung an der Generalversammlung vom 18. Mai 2007 die Auszahlung einer Dividende. Durch eine Statutenänderung soll die Umwandlung der Gesellschaft in eine Holding erfolgen. Lange habe das Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa als Flaggschiff der Branche gegolten – heute stehe die Victoria-Jungfrau AG mit einer kleinen Flotte von vier Hotels da: «Zuvorderst das Victoria-Jungfrau, gefolgt von drei weiteren Kreuzern, jeder versehen mit eigenem Glanz». So sieht Peter Bratschi, Präsident des Verwaltungsrates, die Victoria-Jungfrau-Collection, wie sie heute mit den Hotels Victoria-Jungfrau in Interlaken, Palace Luzern, Eden au Lac in Zürich und seit 1. Januar 2007 mit dem Bellevue Palace in Bern besteht. Bratschi bezeichnet das Jahr 2006 als Jahr des Wandels – und dies in vielerlei Hinsicht: «Ein erfreulicher Wandel ist insbesondere bei den Zahlen zu verzeichnen: Das Jahr 2006 resultiert mit einem in jeder Hinsicht besseren Ergebnis als im Vorjahr. Die konsolidierte Rechnung umfasst die drei Hotels Victoria-Jungfrau, Palace Luzern und Eden au Lac (also noch ohne Bellevue Palace in Bern).» Die Erweiterung der Gruppe auf vier Betriebe habe durchwegs ein positives Echo gefunden. Dies werde als hauptsächlicher Grund gesehen, dass der Titel der Victoria-Jungfrau AG deutlich reger gehandelt wurde als in den Vorjahren und dabei der Kurs leicht angestiegen ist. Der Wechsel vom Haupttableau auf die sogenannte Small-Cap-Liste der Swiss Exchange (SWX) habe weder für die Unternehmung noch für die Aktionäre Nachteile mit sich gebracht. «Bis anhin verfügte die Victoria-Jungfrau AG über eine sogenannte Stammhausstruktur, das heisst die erworbenen Beteiligungen in Luzern, Zürich und Bern wurden dem ‹Mutterhaus› Grand Hotel Victoria-Jungfrau AG angegliedert. Neu wird davon ausgegangen, dass die vier Hotels rechtlich gleichgestellte, selbständige Betriebe sind, welche unter einem Holdingdach zusammengehalten werden. Dies bedingt eine Statutenänderung, indem die bisherige Grand Hotel Victoria-Jungfrau AG neu zur Victoria-Jungfrau Collection AG umbenannt und der Hotelbetrieb in Interlaken in eine von der Holding zu 100 Prozent beherrschten Tochtergesellschaft ausgegliedert wird. Die entsprechende Statutenänderung wird der Generalversammlung beantragt. Für den Aktionär ist dies mit keiner Werteinbusse oder Schmälerung seiner Rechte verbunden.»
«Zur richtigen Zeit investiert»
Emanuel Berger, Delegierter des Verwaltungsrates: «In den Jahren 2004 und 2005 wurde bewusst die nachfrageschwächere Zeit genutzt, um das Angebot für den Gast weiter zu verbessern», Die heute vorliegenden Resultate belegten, dass diese Umbauten und Investitionen in das Angebot richtig waren. Der Gesamterlös sei auf 65,1 Millionen Franken gewachsen, was einer Zunahme zum Vorjahr von 31 Prozent oder 15 Millionen Franken entspreche. Das Betriebsergebnis I ist laut der Medienmitteilung von 11,6 auf 18,7 Millionen Franken um 61,9 Prozent gewachsen und resultiere mit 28,7 Prozent vom Gesamterlös: «Die Übernachtungszahlen sind markant gestiegen und führten zu einer Durchschnittsauslastung von 60 Prozent. Der Gast hat im Berichtsjahr durchschnittlich 381 Franken pro Tag für sein Zimmer und gesamthaft 478 Franken für Hotelleistungen ausgegeben. Dies entspricht einer Steigerung von 12 Franken zum Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt nach wie vor unter der Dreinächte-Marke.»
Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa
Die Logiernächte im Victoria-Jungfrau in Interlaken sind laut der Medienmitteilung auf 78 396 gestiegen, dies entspreche einer Steigerung von 7,8 Prozent zum Vorjahr. Die Gästeschaft aus den traditionellen Herkunftsländern sei auf vergleichbarem Niveau geblieben. Der Schweizer Gast bringe mit 42 Prozent weiterhin den grössten Anteil: «Nach wie vor erbringt die Beherbergung knapp die Hälfte des Erlöses, während der Food- and Beverage-Bereich 36 Prozent und der SPA 9 Prozent beitragen.» Bei einer Erlössteigerung von 9,0 Prozent habe der Betriebsaufwand gegenüber dem Vorjahr lediglich um 1,6 Prozent zugenommen: «Trotz höherer behördlicher und gesamtarbeitsvertraglicher Auflagen nahmen die Personalkosten lediglich um 2,7 Prozent zu und stellen sich auf insgesamt 36,9 Prozent (Vorjahr 39,2 Prozent). Für Werbung und Akquisitionen wurden 2,5 Millionen Franken oder 6,7 Umsatzprozente aufgewendet. Das Betriebsergebnis I beläuft sich auf 12,8 Millionen Franken und liegt damit 2,8 Millionen Franken oder 27,9 Prozent über demjenigen des Vorjahres. Der erreichte Wert von 33 Prozent des Erlöses wird im Branchenvergleich als sehr gut beurteilt. Mit Abschreibungen und Wertberichtigungen von 5,6 Millionen Franken werden alle betriebsnotwendigen und von Swiss Gaap Fer geforderten Normen vollumfänglich berücksichtigt. Der Nettogewinn erreicht 1,7 Millionen. Dies lässt wiederum eine Gewinnausschüttung zu.»
«Synergien nutzen»
«Die vier Hotels an Top-Lagen in führenden Destinationen wollen dem vielgereisten Gast mit Aufmerksamkeit begegnen und ihn als wiederkehrenden Kunden gewinnen», wird im weiteren ausgeführt: «Durch die Nutzung von Synergien sollen wesentliche Mehrwerte für den Konzern geschaffen und genutzt werden. Die gelebte Gastfreundschaft und die stets hohe Qualität der Dienstleistungen in allen vier Hotels sind Garanten für nachhaltigen Erfolg. Der Schulung und Motivation der Mitarbeiter wird weiterhin besondere Aufmerksamkeit gewidmet.» Das neue Geschäftsjahr sei in allen vier Hotels der Victoria-Jungfrau-Collection mit Zuversicht begonnen worden: «Nach gut drei Monaten können wir sagen, dass unsere vier Hotels in Interlaken, Luzern, Zürich und Bern auf Kurs sind».
Generalversammlung. 112. ordentliche Generalversammlung der Grand Hotel Victoria-Jungfrau AG am Freitag 18. Mai 2007, 15.00 Uhr im Casino-Kursaal Interlaken.
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