Der neue Präsident des Vereins Schweizer Armeemuseum Paul Müller. (Bild zvg/Markus Hubacher)
pd/bns. Der am Samstag in Thun zum neuen Präsidenten gewählte neue Präsident des Vereins Schweizer Armeemuseum (Vsam), der 64jährige alt Divisionär Paul Müller, stand laut einer Medienmitteilung in den letzten Monaten im Rampenlicht, da er für den Entwicklungsschritt 2008/11 der Armee einen Kompromissvorschlag erarbeitet habe. Der in Heimberg wohnhafte frühere Planungschef der Armee übernimmt das Amt von Bruno Maurer, der seit dem Jahr 1998 den Verein leitete. Der Vorstand des Vereins, der sich für den systematischen und geordneten Erhalt des historischen Materials der Schweizer Armee einsetzt, erfuhr weitere Wechsel: Zurückgetreten sind Urs Trachsel, Markus Reidhaar und Hans Rudolf Schneider. Neu im Vorstand Einsitz nehmen ausser dem erwähnten Präsidenten Ulrich Jampen und alt Brigadier Jürg Keller.
«Im Jahresbericht macht der abtretende Bruno Maurer deutlich, dass in der letzten Zeit nicht die Schaffung eines Museums zentral war, sondern die Bemühungen, eine sachlich richtige Bewertung von historischem Armeematerial zu ermöglichen», heisst es in der Medienmitteilung. Die als teilweise unkoordiniert bezeichneten Abbauideen des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) würden zu grossen Verlusten an Kulturgut führen. In der Folge seien vom Vereinsvorstand verschiedene Aktionen und Interventionen in Fachkreisen und auf Bundesebene gestartet oder durchgeführt worden: «Ein lange fälliger Schritt, der im Vsam erleichtert zur Kenntnis genommen wird, ist die Erarbeitung eines Sammlungskonzeptes für das historische Material der Armee durch den Bund.» Dieses soll am 1. Januar 2009 wirksam werden. Als zuständigen Delegierten habe das VBS den ETH-Ingenieur Martin Huber bestimmt, der an der Mitgliederversammlung seine Ansichten darlegte und die bisher geleistet Arbeit des Vsam würdigte.
Die Sammlungen von historischem Armeematerial, die in Thun auf Anmeldung zu besichtigen sind, haben laut der Medienmitteilung im letzten Jahr rund 90 Gruppen mit über 2000 Besuchern angezogen: «An etlichen Ausstellungen und Anlässen in der ganzen Schweiz war der Verein präsent. Die Mitgliederzahl beträgt 2703, Tendenz steigend. Mit den Armeereformen wurde und wird sehr viel Material nach Thun geliefert, das beurteilt, sortiert und teilweise wieder instandgestellt werden muss. Die Arbeit geht weiter; das Ziel, eine öffentlich zugängliche Sammlung – und als Endziel ein Museum – aufzubauen, bleibt bestehen, wie der neue Präsident ausdrücklich betonte.»
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