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Zentrum für Suchttherapie Wimmis: «Probleme geortet»

Die Würde der Klienten im Zentrum für Suchttherapie Wimmis ist gewahrt worden – zu diesem Schluss kommen zwei unabhängige Expertisen, die das kantonale Sozialamt in Auftrag gab. Anlass für die Überprüfung gaben häufige personelle Wechsel beim Therapiepersonal und die Mitgliedschaft des damaligen Therapieleiters bei der Gemeinschaft der «Kirschbaumblüten.» Das kantonale Sozialamt ortet die Probleme vielmehr im strukturellen und organisatorischen Bereich und in der Personalführung.

aid/bns. Häufige Wechsel bei den Therapeuten sowie die Mitgliedschaft des Therapieleiters und eines Therapeuten bei der Gemeinschaft «Kirschbaumblüten»: Die personelle Situation im Zentrum für Suchttherapie Wimmis – eine therapeutische, abstinenzorientierte Einrichtung mit rund 26 Plätzen für drogenabhängige Frauen und Männer ab 16 Jahren – hatte laut einer Medienmitteilung das kantonale Sozialamt beunruhigt und im Grossen Rat zu politischen Vorstössen geführt. Daher habe das Sozialamt der Gesundheits- und Fürsorgedirektion den Thuner Psychiater Werner Saameli und «Infodrog – schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht» beauftragt, die Gründe für die hohe Fluktuationsrate abzuklären: «Zudem hatten sie die Frage zu beantworten, ob es verantwortbar war, ein Mitglied der ‹Kirschbaumblüten›-Gemeinschaft als Leiter der Therapie anzustellen.»

Die beiden unabhängigen Expertisen kommen laut der Medienmitteilung zum gleichen Schluss: «Die Würde der Klienten ist stets gewahrt worden.» Der damalige therapeutische Leiter habe seine berufliche Tätigkeit und die Mitgliedschaft bei der Gemeinschaft der «Kirschbaumblüten» klar trennen können. Die Probleme lägen vielmehr im organisatorischen und strukturellen Bereich: «Die beiden Expertisen kritisieren die unklare Trennung der Aufgaben zwischen der strategischen und der operativen Führung.»

Das kantonale Sozialamt verlange nun vom Vorstand und der Leitung des Zentrums für Suchttherapie Wimmis, die von den Expertisen aufgezeigten strukturellen und organisatorischen Mängel zu beheben, verlautet im weiteren: So sollen die Aufgaben und Kompetenzen der Leitung des Therapiezentrums sowie des Vorstandes klar geregelt und klar voneinander getrennt werden. Zudem soll der Vorstand künftig auf eine breitere fachliche Basis gestellt werden. Das Personal des Zentrums soll regelmässig Supervisionen durchführen und gezielt Weiterbildungen besuchen. Zudem soll sich die Institution besser mit anderen Institutionen vernetzen.

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