aid/bns. Am frühen Abend des 22. März 2007 habe ein Jäger oberhalb von Zweisimmen von seinem Fahrzeug aus ein hundeartiges Tier beobachtet, bei dem es sich nach seinen Vermutungen um einen Wolf handelte, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Auf die Meldung hin begaben sich die zuständigen Wildhüter ins Gelände und konnten dort im Neuschnee allerdings nur noch undeutliche Spuren erkennen. Kurze Zeit darauf ging telefonisch eine weitere Beobachtungsmeldung aus diesem Gebiet ein. Auch hier zeigte sich während rund einer Viertelstunde ein wolfähnliches Tier auf offener Weide. An Stacheldrahtzäunen konnte der Wildhüter Haarproben sicherstellen. Die an der Universität Lausanne durchgeführte genetische Analyse der Proben hat nun ergeben, dass es sich beim beobachteten Tier eindeutig um einen Wolf gehandelt hat, der aus der italienischen-französischen Population stammt. Die Individualanalyse, welche die Bestimmung des Geschlechtes erlaubt, dauert noch an.»
Am 27. März 2007 seien in Tierachern bei Thun sechs Schafe gerissen worden, verlautet im weiteren. Auch dabei handle es sich gemäss einer DNA-Analyse um einen Wolf. Dies sei der vierte bestätigte Nachweis eines Wolfes nördlich der Alpen. Das nachgewiesene Tier stamme ebenfalls aus der italienisch-französischen Population: «Die Individualanalyse, welche die Bestimmung des Geschlechtes erlaubt, ist ebenfalls noch offen.»
«Damit weitere Übergriffe auf Schafe vermieden werden können, wurden von der sogenannten Wolfsfeuerwehr zwei Herdenschutzhunde der Rasse ‹Maremmano-Abruzzese› mit einer Hirtin plaziert», heisst es in der Medienmitteilung: «Die beiden Hunde werden voraussichtlich bis Mitte Mai die Schafe schützen.» Die rasche Eingreifgruppe, die sogenannte Wolfsfeuerwehr sei ein wichtiger Bestandteil der am 15. März 2007 von Regierungsrat Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor, in Kraft gesetzten Strategie für den Umgang mit dem Wolf im Kanton Bern.
Weitere Informationen unter kora.ch und zum Thema Herdenschutz unter herdenschutzschweiz.ch
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