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Samstag 11. August 2007
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Adelboden: Petition «Sichere Dorfstrasse Adelboden bei Murgängen im Uelisgraben»

Die Eigentümer und Interessierten in der Sache «Sichere Dorfstrasse Adelboden» – Hauptinitiant ist Fritz Lauber, wohnhaft in Steffisburg – haben eine mit insgesamt 51  Unterschriften versehene Petition «Sichere Dorfstrasse Adelboden bei Murgängen im Uelisgraben» eingereicht. Der Gemeinderat nimmt die Petition entgegen.

Dabei geht es um die Gefahrenkarte von Adelboden aus dem Jahre 2004, wonach wegen Murgängen im Uelisgraben im Bereich der Dorfstrasse sechs bis neun Gebäude einer erheblichen (rot) und über 40 Gebäude einer mittleren (blau) Gefährdung ausgesetzt sind.
Gemeindeschreiber Peter Hari, Adelboden
Dies bedeute, dass bei etwa 50 Gebäuden Menschen gefährdet seien, welche sich im Ereignisfall im Freien aufhalten. Die Gefährdung gelte teilweise auch für Menschen innerhalb der Gebäude. Zusätzlich seien Gebäudeschäden, teils sogar starke Schäden, zu erwarten. Die Sicherheit für Leib und Leben auf der Dorfstrasse vom Gebäude LWA bis zum Hotel Berna, zur Silleren-Dorfstation und an der Bellevuestrasse sei an Starkregentagen und bei heftigen Gewittern ungenügend.Die Petitionäre stellen den Antrag und bitten den Gemeinderat höflich, folgende Massnahmen anzuordnen:
1.  Der Verbauung des Uelisgrabens ist in der Planung und Realisierung von Wasserbauschutzmassnahmen im Gemeindegebiet höchste Priorität zuzuweisen.
2.  Planung und Realisierung technischer Schutzmassnahmen gegen Murgang im Uelisgraben sind mit folgender Zielsetzung an die Hand zu nehmen: a. Kein Gebäude soll künftig erheblich (rot) gefährdet sein. b. In der Zone mittlere Gefährdung (blau) liegende Gebäude sollen nur noch schwach (gelb) gefährdet sein. c. Die Dorfstrasse vom Gebäude LWA bis zum Hotel Berna sowie der Zugang zur Silleren-Dorfstation und dem Alpenbad muss durchgehend im schwach gefährdeten (gelb) Bereich liegen.

Die Begründung der Petitionäre: Die aktuelle Situation betreffend Sicherheit bezüglich Leib und Leben auf der Dorfstrasse im vorgenannten Abschnitt sei ein schwerwiegendes Risiko, das ohne Verzug zu reduzieren ist, und über 50 Gebäude sind betroffen, deren Wert insgesamt in der Grössenordnung von 100 Millionen Franken liegt. Die Petitionäre haben folgende Vorstellungen bezüglich Termine: Ende 2007 Machbarkeitsstudie mit Varianten und Grobkostenschätzungen, Ende 2008 Beschlussfassung definitives Bauprojekt und Ende 2009 Realisierung abgeschlossen.

Der HGV und die IG Dorf als Vertreter diverser betroffener Gewerbebetriebe sehen in ihrem Schreiben vom 30. Juli 2007 das unmittelbare Gefahren- und Schadenpotential für Geschäfte und Passanten in den Gefahrenzonen und unterstützen daher das Anliegen der Petitionäre im Sinne von «Agieren statt Reagieren». Der Gemeinderat wird gebeten, die nötigen Schritte mit den kantonalen Stellen zu prüfen und allfällige Möglichkeiten von Subventionen abzuklären. Gerade im Zeitalter des Klimawandels mit unvorhergesehenen Ereignissen und im Bewusstsein, dass der Uelisgraben in den siebziger Jahren bereits einmal massive Schäden angerichtet hat, begrüssen der HGV und die IG Dorf die rasche Prüfung und Projektierung von Schutzmassnahmen.

Der Gemeinderat nimmt die Petition entgegen und die Angelegenheit ernst. Es wurde weiter festgestellt, dass das Gebiet um die Steinschlagverbauung im Bereich Heinrichseggen ebenfalls als gefährdet betrachtet werden muss. Deshalb wird es für das weitere Vorgehen zusammen mit dem Anliegen der Petitionäre (Murgänge im Uelisgraben) weiter behandelt. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Angelegenheit und weiteren Schritte mit den kantonalen Stellen abzuklären.

Neubesetzung der Stelle Leiter Steuerbüro
Der gemeinderätliche Personalausschuss hat aus 13 Bewerbern als neuen Leiter des Steuerbüros Thomas Germann, wohnhaft in Adelboden, per 1. Dezember 2007 als Nachfolger des in Pension tretenden Christian Rösti gewählt.
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