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Sachplan Militär: Gemeinderat Brienz fordert Einschränkungen

In einer Stellungnahme zum Sachplan Militär und dem geplanten Ausbau des Militärflugplatzes Meiringen verlangt der Gemeinderat von Brienz Beschränkungen der Jetbewegungen und den Verzicht auf Flugbetrieb während der touristischen Hochsaison.

Der Militärflugplatz Unterbach auf dem Gebiet der Gemeinde Meiringen. (Archivbild Peter Schmid)

pd/bns. Der Gemeinderat von Brienz fordert laut einer Medienmitteilung in seiner Stellungnahme zum Sachplan Militär einen tourismusverträglichen Flugbetrieb auf dem Flugplatz Meiringen und er unterbreite Vorschläge für die Erhaltung der Arbeitsplätze in der Region. Gemäss dem aufliegenden Sachplan Militär beabsichtige die Luftwaffe einen Ausbau der jährlichen Kampfjetbewegungen auf dem Militärflugplatz Meiringen von 4200 auf 5300. Der Gemeinderat Brienz lehne diesen Ausbau mit Nachdruck ab und fordere eine Beschränkung auf maximal 4000 Bewegungen pro Jahr. Ein Ausbau der Flugaktivitäten ist nach Einschätzung von Gemeinderatspräsident Peter Flück mit einer nachhaltigen Tourismusentwicklung in keiner Weise vereinbar. Es sei auch zu beachten, dass die Lärmemission der F/A-18 um ein Mehrfaches grösser sei als die der Vorgängermodelle. Der Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig in der Region werde dadurch negativ beeinflusst. Einer Pistenverlängerung werde seitens Brienz nur zugestimmt, wenn die jährlichen Jetbewegungen 4000 Flüge nicht überschreiten.

Flugstopp während touristischen Hochsaisons
Der Gemeinderat Brienz setze sich bei der Stellungnahme auch vehement für Flugverbote während den touristischen Hauptzeiten ein, verlautet im weiteren. Konkret beantrage die Gemeinde Brienz, dass vom 1. Juli bis 15. August, vom 20. September bis 15. Oktober und im ganzen Februar keine Einsätze vom Militärflugplatz Meiringen aus geflogen würden. Ebenfalls verlange die Gemeinde, dass während dieser Zeit auf die Durchführung von Wiederholungskursen und Rekrutenschulen verzichtet werde. Im weiteren schlage die Gemeinde vor, die Flugzeiten von 8.30 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr zu beschränken und Nachtflüge nur bis spätestens bis 21.00 Uhr zu bewilligen.

Arbeitsplätze erhalten
Für die Gemeinde Brienz sei es laut Gemeinderatspräsident Peter Flück auf der anderen Seite sehr wichtig, dass die Arbeitsplätze rund um den Flugplatz erhalten blieben, heisst es in der Medienmitteilung. Ein Vorschlag sei deshalb, dass vermehrt Flugzeuge mit weniger Lärmentwicklung wie das Trainingsflugzeug Pilatus PC-7 in Unterbach stationiert und eingesetzt würden. Zudem sehe die Gemeinde Brienz durchaus auch Möglichkeiten, die militärischen Flugbewegungen in der Schweiz besser zu verteilen und im Gegenzug andere Verwaltungsabteilungen des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in der Region anzusiedeln.
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