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Donnerstag 30. August 2007
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Strengere Erhebung von Ordnungsbussen in Interlaken und Unterseen

Die Arbeitsgruppe «Soziale Brennpunkte» der Gemeinden Interlaken und Unterseen kündigt neben einer Plakataktion an, dass ab 1. September beispielsweise Fälle von Nachruhestörung, Urinieren in der Öffentlichkeit, Zurücklassen von Dosen, Flaschen, Papier und so weiter oder das Liegenlassen von Hundekot konsequent geahndet werden sollen.

Aufgrund des durch die Arbeitsgruppe «Soziale Brennpunkte» erarbeiteten Massnahmenkatalogs wurde laut einer Medienmitteilung «als weiterer Schritt die offenbar nicht selbstverständlich scheinenden Verhaltensspielregeln, wie sie auf den Weltformatplakaten aufgeführt sind, erarbeitet. Am 1. Septemberwochenende 2007 werden diese ‹Trash-Talk-Plakate› am Hot-Spot Höhematte das erste Mal aufgehängt und die entsprechenden Verhaltensregeln kommuniziert. Diese Richtlinien gelten jedoch nicht nur an der Höhematte, sondern generell in allen öffentlichen Räumen von Interlaken und Unterseen.» Parallel dazu werde die Kantonspolizei das kantonale Ordnungsbussenreglement konsequent anwenden, durchsetzen und Verstösse dagegen büssen: «So werden ab diesem Zeitpunkt beispielsweise Fälle von Nachruhestörung mit unanständigem Benehmen wie Urinieren in der Öffentlichkeit und so weiter mit 60 Franken geahndet, das Zurücklassen von Dosen, Flaschen, Papier und so weiter oder das Liegenlassen von Hundekot mit 80 Franken.»

Die Gemeinderäte von Interlaken und Unterseen hätten im Frühjahr 2007 bestätigt, dass der öffentliche Raum für jede Personengruppe, egal welchen Alters, zur Verfügung stehen soll, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Ohne gewisse minimale Verhaltensregeln, wie sie generell gelten und als Selbstverständlichkeit angewendet werden sollten, ist jedoch ein friedliches Mit- und Nebeneinander nicht denkbar, und führt bei den darunter Leidenden zu Frust, Aggression und Ablehnung. Die Folge davon sind, mangels Alternativen, meistens einengende Verbote. Die jedoch seit einiger Zeit gemachten Erfahrungen in öffentlichen Räumen zeigen, dass die Eigenverantwortung der Benützer stetig abnimmt und die minimalen Verhaltens- und Anstandsregeln offenbar nicht mehr bekannt sind. Erst durch vermehrte Aktionen rund um das Thema ‹Abfall› und eine höhere Präsenz der Jugendarbeit Bödeli an den Wochenenden auf der Höhematte, mit mündlicher Kommunikation von Verhaltensregeln anlässlich entsprechender Gespräche, ging dort die liegengelassene Abfallmenge zurück.»
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