Bei der Beratung des Investitionsprogramms 2008 bis 2012 wurde dem Gemeinderat der riesige Investitionsbedarf in den kommenden Jahren vor Augen geführt. Neben der Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (Investitionsbedarf von zirka acht Millionen Franken netto bis ins Jahr 2011) stehen der Gemeinde Frutigen auch in den Bereichen Hoch- und Tiefbau grosse Brocken an.
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Frutigen
Aufgrund dieser Tatsache sowie der etwas verbesserten Finanzlage hat der Gemeinderat die Nettoinvestitionen für das Jahr 2008 von 1,2 auf 1,6 Millionen Franken erhöht.
Gemeinde übernimmt Jugendschopf
Nach Verhandlungen mit den Verantwortlichen des Jugendschopfs hat der Gemeinderat auf Antrag der «Arbeitsgruppe Jugendschopf» einer Übernahme des Schopfes ins Eigentum der Gemeinde zugestimmt. Der Restbetrag des seinerzeitigen Darlehens an den Verein «Pro Frutiger Jugend» von heute noch 18 000 Franken soll mit dieser Rücknahme verrechnet und abgeschrieben werden. Für die Übernahme des Inventars bewilligte der Gemeinderat zudem einen Nachkredit von 2000 Franken.
Jugendarbeit
Auf Antrag des Ressorts Vormundschaft, Fürsorge und Gesundheit hat der Gemeinderat einen Anschluss der Gemeinde Frutigen an die Jugendarbeit Niesen vorerst für das Jahr 2008 gutgeheissen und den Zusammenarbeitsvertrag genehmigt. Gleichzeitig soll eine fünfköpfige, nichtständige Jugendkommission eingesetzt werden, welche die Projekte in der Gemeinde Frutigen plant, zur Umsetzung frei gibt und die Ausführung begleitet. Als neue Jugendbeauftragte der Gemeinde hat der Gemeinderat Simone Thierstein, geboren 1988, wohnhaft in Frutigen, Dorfstrasse 24 ernannt.
Zahlreiche Tiefbau-Projekte bewilligt
Der Gemeinderat befasste sich an seiner Augustsitzung auch mit zahlreichen Vorlagen aus dem Bereich des Ressorts Tiefbau, Verkehr und Wasserbau. Folgende Projekte beziehungsweise Kredite wurden bewilligt:
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231 000 Franken für die Felssicherungsarbeiten des Steinschlagschutzprojektes Linterfluh. Die Arbeiten wurden an eine einheimische Arbeitsgemeinschaft vergeben. |
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61 000 Franken für die Aktualisierung der Gefahrenkarte im Bereich Wassergefahren. Dieser Auftrag wurde einem auf Fluss- und Wasserbau spezialisierten Ingenieurbüro erteilt. |
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190 000 Franken für die Schwemmholzbeseitigung in der Engstligen sowie für punktuelle Ufersicherungen. An diese Arbeiten können Subventionen von 90 Prozent erwartet werden. |
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100 000 Franken Instandstellungsarbeiten infolge Hangrutschen auf der Ladholzstrasse, Elsigbachstrasse, Kalleneggstrasse, Schützenstrasse sowie Adelbodenstrasse. Es können teilweise Beiträge seitens der Versicherungen erwartet werden. |
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140 000 Franken für Ufersicherungsarbeiten im Bettbach (Ladholzstrasse abrutschgefährdet), im Gempelengraben (Wanderweg abrutschgefährdet), im Bräschgengraben (Stockweg abrutschgefährdet) sowie in der Engstligen (Strasse Grassi zu Campingplatz abrutschgefährdet). |
Bei den Ufersicherungsprojekten sind die Subventionssätze noch nicht bekannt. Der Gemeinderat hat das Ressort Tiefbau, Verkehr und Wasserbau im weiteren beauftragt, bis Ende 2007 aufzuzeigen, wie künftig die finanziellen Mittel für den Wasserbau bereitgestellt werden könnten. Er schliesst die Wiedereinführung von Schwellentellen nicht aus.
Gemeindebeitrag an Zwüschebäch–Gempelen
Das Erschliessungsprojekt Zwüschebäch–Gempelen wird nach Berechnungen der Ingenieure Kosten von rund 7,4 Millionen Franken auslösen. Bauherr ist eine Weggenossenschaft. Eine Begehung vor Ort mit Vertretern des Bundes und des Kantons ergab, dass grundsätzlich alle beteiligten Ämter das Sanierungsprojekt unterstützen. Vorher wird aber ein Beitragsentscheid der Gemeinde verlangt. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2007, sich mit einem Beitrag von 15 Prozent beziehungsweise maximal 1,11 Millionen Franken zu beteiligen, zahlbar nach den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde. Dieser Satz entspricht der gegenwärtigen Praxis. Darin inbegriffen sind die bereits beschlossenen Planungskredite von 98 000 Franken.
Weitere Gemeindebeiträge gesprochen
Auf Antrag des Ressorts Tiefbau, Verkehr und Wasserbau bewilligte der Gemeinderat folgende Gemeindebeiträge: 15 Prozent beziehungsweise 10 745 Franken an die Sanierung und den Ausbau des Zündliweges, 10 Prozent beziehungsweise 4500 Franken an die Belagsarbeiten auf dem Lediweg und 15 Prozent beziehungsweise 1353 Franken an die Belagsarbeiten der Strecke Innerschwandi–Thalgässli
Wieder Vandalen am Werk
Wie teilweise auch in übrigen Gemeinden sind in der Gemeinde Frutigen wiederum vermehrt Vandalenakte festzustellen. So wurden in jüngster Zeit zahlreiche öffentliche Gebäude und Einrichtungen besprayt oder beschädigt. Allein für Instandstellungen an der Markthalle musste der Gemeinderat einen Nachkredit von 5000 Franken bewilligen. Auch vor und nach der Bundesfeier wurden Sachbeschädigen verübt. Einige Verursacher konnten durch Hinweise aus der Bevölkerung ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. In mehreren Fällen sind Strafanzeigen noch hängig. Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung um Unterstützung und Meldung von Beobachtungen.
Im weiteren hat der Gemeinderat ...
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Bilanz über die Hochwassersituation vom 8. und 9. August 2007 gezogen und zur Kenntnis nehmen können, dass unsere Gemeinde glimpflich davon gekommen ist. Er dankt allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz. |
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von folgenden personellen Mutationen innerhalb des Gemeindepersonals Kenntnis erhalten: Bettina Lerch, geboren 1974, Aeschi ersetzt ab 1. November 2007 Esther Rosser, die nach ihrer 23jährigen Tätigkeit als kaufmännische Mitarbeiterin bei der Gemeinde Frutigen in die Privatwirtschaft wechselt. Auch Wegmeister Thomas Marmet wechselt per 30. November 2007 in die Privatwirtschaft. Die Stelle wurde zur Wiederbesetzung öffentlich ausgeschrieben. |
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mit einem schlichten Apéro Bruno Fischbach als Bezirkschef der Kantonspolizei verabschiedet und dessen Nachfolger Hansruedi Lehmann sowie den neuen Bezirkschefstellvertreter Guido Häring willkommengeheissen. Bruno Fischbach wirkte während 35 Jahren im Dienste des Kantons Bern und trug wesentlich zum guten Einvernehmen zwischen der Kantonspolizei und der Gemeinde Frutigen bei. Sein Einsatz wurde herzlich verdankt. |
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eine Neuverpachtung und Vergabe von Bergrechten auf Antrag der Land- und Volkswirtschaftskommission für ein Jahr gutgeheissen. |
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den Besuch einer Delegation aus der Partnergemeinde Teteven (Bulgarien) auf später verschoben. |
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das Protokoll der Frühjahrs-Gemeindeversammlung vom 21. Mai 2007 genehmigt. |
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die geplante Neusignalisation der Weggenossenschaft Brunni–Büela gutgeheissen. |
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das Ressort Bildung beauftragt, mögliche Synergien zwischen den Schulbibliotheken und der Gemeindebibliothek zu überprüfen. |
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Folgende Nachkredite bewilligt: 14 466 Franken für Heizmaterial in der Oberstufenschule Frutigen,7500 Franken für die Anschaffung eines Spielgeräts (inklusive Transport) sowie für den Fallschutz im Freibad Frutigen und 3000 Franken für Empfänge, Jubiläen und dergleichen, da der budgetierte Betrag erschöpft ist. |
BLS-Projekte
Am Montag 17. September 2007 um 20 Uhr findet im Kirchgemeindehaus Frutigen eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. An dieser soll die Bevölkerung aus erster Hand über aktuelle Projekte orientiert werden. So wird Mathias Tromp, Vorsitzender der BLS-Geschäftsleitung über den Betrieb der BLS im Kandertal informieren. Die Besucher erfahren im Zusammenhang mit dem Tropenhaus Frutigen vom Geschäftsführer Samuel Moser Neuigkeiten zum Projektstand. Philipp Müller von der BKW Energie AG wird zudem über das Energie-Contracting zwischen der BKW und der Tropenhaus AG referieren. Gemeindeseits werden Gemeinderatspräsident Karl Klossner sowie Gemeinderat Ruedi Egger über den Stand betreffend Erschliessung im unteren Widi orientieren.
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