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Inferno-Halbmarathon von Lauterbrunnen aufs Schilthorn

Der 15. Inferno-Halbmarathon auf der steilen Strecke von Lauterbrunnen (795 Meter über Normalnull) zum Schilthorngipfel (2970 Meter) ist vom deutschen Vorjahressieger Markus Jenne mit einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg gewonnen worden. Im Feld der Frauen schwang die Emmentalerin Daniela Wyss obenauf.

pd/bns. Bei besten Wettkampf- und Wetterkonditionen starteten über 500 Bergläufer zum 15. Inferno Halbmarathon. Mit von der Partie war der Lokalmatador Lorenz Brunner aus Unterseen, der das Rennen wie im letzten Jahr auf dem zweiten Platz beendete. Zuoberst auf dem Treppchen stand einmal mehr der Vorjahressieger Markus Jenne (D), der einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg landete.

Gut drei Minuten nahm der deutsche Berglaufvizemeister 2005 und Sieger des diesjährigen Stockhornhalbmarathons dem einheimischen Lorenz Brunner auf der Halbmarathonstrecke ab. «Ich bin es etwas zu schnell angegangen, und zahlte später Tribut», meinte Markus Jenne im Ziel auf dem Schilthorn. Trotz schweren Beinen gelang dem Sieger mit einer Laufzeit von 2:02.50 ein fulminantes Rennen. Der drittplazierte Deutsche Michael Barz erledigte seine Aufgabe in 2:06.00, gefolgt vom Inferno-Routinier Martin Ploner aus Habkern. Glücklich und zufrieden, obwohl dieses Jahr «nur» auf dem fünften Rang, der Unterwalliser Emmanuel Vaudan. Der Sieger des Inferno-Halbmarathons 2005, der das Rennen im Jahr 2006 auf dem dritten Platz beendete, kommt bedauerte, dass nicht mehr Kollegen aus dem Welschland an diesem «tollen Anlass mit einmaligem Panorama» teilnehmen. Mit einem 13. Rang lieferte der Kandertaler Martin von Känel, der im Jahr 2006 verletztungsbedingt nicht starten konnte, sein persönliches Comeback.

Schweizer Frauenpower
Für einmal ganz in einheimischer Hand, das Frauenpodest. Erst zum zweiten Mal nahm die Überraschungssiegerin Daniela Wyss den Inferno-Halbmarathon in Angriff. «Die optimalen Wetterbedingungen, die herrliche Berglandschaft und die vielen tollen Zuschauer haben mich motiviert, einfach alles zu geben», meinte die Emmentalerin unter dem Zielbogen. Obwohl es ab dem letzten Verpflegungsposten nur noch sehr harzig lief, reichte es: mit einer Laufzeit von 2:28.15 blieb der Siegerin eine gute Minute Vorsprung auf die Zweite Corinne Zeller aus Weissenburg (2:29.42). Die Simmentalerin war zum ersten Mal am Start des Inferno-Halbmarathons, beurteilte dies aber für sich persönlich als Vorteil. Fast zwei Minuten später lief die Waadtländerin Ruth Gavin-Schneider als dritte Bergläuferin im Ziel ein.

Aus den Ranglisten. Männer: 1. Jenne Markus, D-Schallstadt, 2:02.50. 2. Brunner Lorenz, Unterseen, 2:05.56. 3. Barz Michael, D-Durach, 2:06.00. 4. Ploner Martin, Habkern, 2:07.36. 5. Vaudan Emmanuel, Monthey, 2:09.49. 6. Jenzer Urs, Frutigen, 2:11.10. 7. Jost Martin, Winterthur, 2.13.27. 8. Perreten Helmut, Gstaad, 2:13.45. 9. Robertshaw Andrew, GB-Keighley, 2:15.02. 10. Gielen Evert, NL-Heerlen, 2:16.39. – Frauen: 1. Wyss Daniela, Langnau i.E., 2:28.15. 2. Zeller Corinne, Weissenburg, 2:29.42. 3. Gavin-Schneider Ruth, Sarzens, 2:31.20. 4. Witschi Brigitte, Steffisburg, 2:34.09. 5. Jaun Karin, Därligen, 2:36.58. 6. Mühlemann Brigitte, Scharnachtal, 2:37.15. 7. Pfister Petra, A-Thüringerberg, 2:40.24. 8. Heim Maria, Kappel, 2:42.24. 9. Hug Nathalie, Ittigen, 2:44.11. 10. Schmitz Sylke, D-Rottenburg, 2:44.22. – Staffel overall: 1. Die Höhenkranken (Schnaible/Ulmer/Sprakties), 2:32.45. 2. Gipfelstürmer (Kunz/Schneider/Schneider), 2:36.14. 3. Gwilliam (Beeharee/ Gwilliam/ Gwilliam), 2:49.00. 4. Trio Schliern (Pfister/Altorfer/Altorfer), 2:58.28. 5. Vettermänner verstärkt (Röthlisberger/ Röthlisberger / Röthlisberger), 3:01.22.
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