Inferno-Triathlon-Siegerin Tine Tretner. (Bild zvg)
pd/bns. Besser hätte es für den deutschen Seriensieger nicht laufen können. Bei Wassertemperaturen von 17 Grad stieg Marc Pschebizin als Sechster aus dem Thunersee. Nach dem Wechsel auf das Racebike, ging er ab wie eine Rakete und dominierte das Rennen anschliessend bis zum Ziel. Bereits mit über vier Minuten Vorsprung auf den zu diesem Zeitpunkt Zweitplazierten Axel Reiser aus Neuseeland raste der Seriensieger in die Wechselzone Grindelwald. Auf der Mountainbike-Strecke gelang es Pschebizin, seine Führung auf eindrückliche Art und Weise weiter auszubauen. Mit komfortablen 20 Minuten als Polster, ging es auf die Laufstrecke von Stechelberg zum Schilthorn. Mit einer Schlusszeit von 9:04.40 liess Pschebizin sämtliche Konkurrenten stehen und siegte mit einem Vorsprung von über 23 Minuten. Über weite Strecken Pschebizins härtester Verfolger war der Neuseeländer Axel Reiser, der sich aber auf dem Mountainbike von Andreas Wolpert (D) und Reto Marti aus Baar überholen lassen musste. Reto Marti gelang über die Kleine Scheidegg und auf der Laufstrecke eine eindrückliche Aufholjagd, wechselte er doch in Grindelwald erst als Sechster auf das Mountainbike. In Stechelberg lag der Zuger noch an zweiter Stelle, musste sich aber im Aufstieg zum Schilthorn noch von Wolpert, offenbar noch mit grossen Kraftreserven, überholen lassen. In einem fulminanten Endspurt und mit einem Abstand von knapp zwei Minuten gelang es dem Deutschen, dem Schweizer den zweiten Rang noch ab zu nehmen. Mitfavorit Adrian Ruhstaller (CH), Sieger des Gigathlon-Couple 2007, beendete das Rennen mit dem fünften Rang. Der Steffisburger Patrick Jaberg kämpfte bereits nach der Grossen Scheidegg mit «leeren Beinen» und lief als Achter ins Ziel.
«Alle wieder eingesammelt»
«Ich bin geschwommen wie Treibholz» meinte Tine Tretner, die Siegerin des Frauenfeldes, im Ziel auf dem Schilthorn. Im Trockenen aber, nach dem Wechsel auf das Racebike, liess die Lebenspartnerin von Marc Pschebizin gleich wie im Vorjahr nichts mehr anbrennen. Die letztjährige Siegerin rollte das Feld von hinten auf und machte kontinuierlich Platz um Platz gut. «Ich habe sie alle wieder eingesammelt», meinte die Deutsche stolz und überglücklich im Ziel. Mit einem Rückstand von rund zehn Minuten auf die Leaderin griff Rita Bürgi aus Magglingen zu den Laufschuhen. Nina Brenn kam die mehrjährige Erfahrung mit der Inferno Laufstrecke wohl zu Gute. Als die Luft zum Schilthorngipfel immer dünner wurde, gelang es der Siegerin des Gigathlon 2007 Rita Bürgi noch auf den dritten Platz zu katapultieren. «Den Gigathlon noch in den Beinen, war es für mich ein tolles Rennen», meinte die Zürcherin nach ihrem Zieleinlauf, begleitet von Lebenspartner und Töchterchen.
Beleuchtete Laufstrecke zum Jubiläum
Zum Zehn-Jahre-Jubiläum wurde die Triathlon-Laufstrecke einmalig nach Sonnenuntergang beleuchtet, was zu einer Rekordbeteiligung von 327 Athleten führte. Der spätere Zielschluss, erlaubte den Teilnehmern dieses Jahr bis 23.00 Uhr in der regulären Kontrollzeit zu finishen. Aus den Schlussranglisten. Männer: 1. Pschebizin Marc, D-Wittlich, 9:04.40. 2. Wolpert Andreas, D-Adlersteige, 9:27.32. 3. Marti Reto, Baar, 9:29.22. 4. Reiser Axel, NZL-Christchurch, 9:31.56. 5. Ruhstaller Adrian, 9:37.48. 6. Lehmann Oliver, Allschwil, 9:39.52. 7. Blankenfuland Daniel, D-Worms, 9:47.20. 8. Jaberg Patrick, 9:50.06. 9. Gerber Matthias, Thun, 9:52.50. 10. Schwager Linus, Wängi, 9:54.22. – Frauen: 1. Tretner Tine, D-Wittlich, 10:12.32. 2. Brenn Nina, Zürich, 10:34.14. 3. Gutknecht Arianne, Allschwil, 10:49.25. 4. Bürgi Rita, Magglingen, 10:52.23. 5. Aeberhard Christin, Grosshöchstetten, 11:05.42.
|