Das Kurhaus auf der Sonnenterrasse in Ringgenberg mit Aussicht auf Berge und Brienzersee

Ihr Ferien- und Seminarhotel
in Interlaken
Veranstaltungen im Artos
Berner Oberland News – 12. Jahrgang
Freitag 17. August 2007
Ihr Internet-Provider im
Berner Oberland
Aktuelle Frontseite
Genuss-Wanderung und Gourmet-Tour
Gaby Lüthi und Jrène Stähli
Bahnhofstrasse 35 · 3700 Spiez
Telefon 033 650 16 02
info@alpavia.ch · www.alpavia.ch



Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!
Ferien verbunden mit dem Beobachten und Bestimmen von Pilzen ist mit Sicherheit ein faszinierendes Erlebnis für jeden Pilzfreund. Das Rezept: Eine Ferienwohnung in Ringgenberg, ein interessantes Pilzgebiet und eine einzigartige Ferienregion

Anmeldung/Informationen:
hans.zurbuchen@quicknet.ch


Ferienwohnung
in Ringgenberg

Nur etwa drei Kilometer vom weltbekannten Berner Oberländer Tourismuszentrum Interlaken entfernt vermieten im idyllischen Dorf Ringgenberg Adolf und Elisabeth Imboden-Amacher im Kreuzli eine schöne Ferienwohnung.
Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
mit seinem idyllischen Burgseeli ein idealer Ferienort. 

Netz gegen Kinderporno

Seitenanfang
Die SAC-Rottalhütte wird hundertjährig

Die SAC-Sektion Interlaken feiert an diesem Wochenende das hundertjährige Bestehen ihrer Rottalhütte. Deren Geschichte beinhaltet viel Tragik und Dramatik.

Hundert Jahre alt: Die Rottalhütte der SAC-Sektion Interlaken auf 2755 Meter über Normalnull (im Hintergrund das Rottalcouloir und Rottalhorn). (Bilder Bruno Petroni)

Seit hundert Jahren thront sie zu Füssen von Ebnefluh, Gletscherhorn, Rottalhorn und Jungfrau, mitten in der imposanten Arena des Rottalgletschers: Die Rottalhütte auf 2755 Meter über Meer (Normalnull), knapp zwei Kilometer Luftlinie südwestlich des Jungfraugipfels gelegen. Das Refugium der Sektion Interlaken des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) war und ist immer wieder Ausgangspunkt von unzähligen einmaligen Bergtouren auf die Jungfrau und die Nordwände von Ebnefluh und Gletscherhorn. Aber auch immer wieder von dramatischen Rettungsaktionen entlang des Inneren Rottalgrates.

Fünfstündiger Aufstieg
In der hundertjährigen Hüttengeschichte hat vor allem ein riesiger Gletscherabbruch im Hochfirn der Jungfrau im Juni 1976 die Gemüter, bei welchem drei Berggänger auf dem ordentlichen Hüttenweg in den Tod gerissen wurden.
Bruno Petroni, freier Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
Dieses Unglück hatte zur Folge, dass der Hüttenweg aus der direkten Gefahrenzone der Bärenfluh weiter südlich verlegt und heikle Stellen mit fixen Drahtseilen versehen wurden. Die Rottalhütte ist nur für routinierte Berggänger in einem rund fünfstündigen Aufstieg ab Stechelberg erreichbar (als hochalpiner Bergweg blau-weiss-blau markiert). Letztmals im Fokus des Medieninteresses stand die Rottalhütte vor fünf Wochen, als nur einen Kilometer östlich der Hütte sechs Schweizer Gebirgssoldaten im Rottalcouloir in den Tod stürzten. In diesem Couloir starben bisher weit über hundert Berggänger.

«Dies sind die Grundmauern der ersten Schirmhütte aus dem Jahr 1888»: Hans Möhl, Hüttenchef der seit hundert Jahren wenige Meter südlich von hier befindlichen Rottalhütte (im Hintergrund das Gletscherhorn, 3963 Meter).

Kampf gegen die Feuchtigkeit

Hans Möhl feiert heuer sein 20-Jahre-Jubiläum als Hüttenchef: «Feuchtigkeit und Kondenswasser sind vor allem auf der Rückseite der Hütte stets ein Thema; durch genügende Zufuhr von Zugluft behalten wir das Problem aber im Griff.» Möhl schätzt vor allem die vier neuen Sonnenkollektoren an der Fassade, die vor zehn Jahren installiert worden sind und seither für genügend elektrischen Strom in der Hütte sorgen: «Vorher hatten wir nur zwei kleine Panels auf dem Dach, die aber nach jedem Winter immer wieder kaputt waren.»

Das rettende Refuge
Martin Imhof als Präsident der SAC-Sektion Interlaken: «Die seit Jahren mustergültige Zusammenarbeit mit Rettern, Piloten, Arzt, Flughelfern und Polizei bei den oft vorkommenden Unglücksfällen ist von unschätzbarem Wert.» Bei zahlreichen solchen Einsätzen an der Grenze des Möglichen diente die Rottalhütte als lebenswichtiger und entscheidender Stütz- und Ausgangspunkt. Beim letzten solchen vor genau einem Jahr wurden in einer terrestrischen Rettungsaktion ein blockierter deutscher Bergsteiger und sein Sohn nach vier Biwaknächten durch ein 13köpfiges Team des SAC aus ihrer misslichen Lage am Inneren Rottalsattel gerettet. Ohne die Rottalhütte in mittelbarer Nähe wäre eine Aktion unter extremen Witterungsverhältnissen undenkbar gewesen.

Teilzeit-Hüttenwarte
Rottalhütte, Guggihütte: Die beiden hochalpinen Refuges der SAC-Sektion werden von den Sektionsmitgliedern bewartet, denn sie wären für einen vollamtlichen Hüttenwart keine Existenz. Von Juni bis September übernimmt an den Wochenenden ein Klubmitglied die Aufgabe des Hüttenwartes. In der übrigen Zeit sind die Hütten unbewartet aber zugänglich, und Besucher können Küche, Schlafräume und Aufenthaltsraum gegen eine Gebühr in die Hüttenkasse oder per Überweisung benützen. Die Hüttenchefs Hans Möhl (Rottal) und Werner Kellenberger (Guggi) koordinieren die Einsätze der Hüttenwarte, nehmen Reservationen entgegen, sind stets im Bild über Wetter- und allfällige Schneeverhältnisse im Hüttenbereich und sind für den Unterhalt der Hütte besorgt (Brennholz, Hüttenweg und so weiter).

Die Geschichte der Rottalhütte
1811:  Erstbesteigung des Jungfraugipfels.
1872:  Lauterbrunner Bergführer erstellen ein erstes Obdach rund 20 Meter nödlich des Standortes der heutigen Rottalhütte. Kurze Zeit später erfolgen die Erstdurchsteigungen des Äusseren und Inneren Rottalsattels.
1888:  23 Lauterbrunner Bergführer finanzieren und bauen eine besser eingerichtete Schirmhütte.
1893:  Die Schirmhütte wird für 1970 Franken an den SAC verkauft und der Sektion Oberland-Interlaken in Obhut gegeben. Feuchtigkeit und primitive Einrichtung entsprach aber nicht den Anforderungen der damaligen neuen Bergsteigergilde.
1906:  Architekt und Sektionsmitglied Hermann Aerni aus Interlaken plant die neue Rottalhütte mit 30 Schlafplätzen.
1907:  Am 18. August wird die neue Rottalhütte mit 50 Gästen feierlich eingeweiht.
1924:  Mit dem Material der alten Unterkunft wird nach langjährigem Hin und Her ein Aborthäuschen (WC) errichtet.
1968:  Eine SOS-Telefonstation wird installiert.
1978:  Hüttensanierung und Vergrösserung auf 45 Schlafplätze.
1997:  Vier neue grosse Sonnenkollektoren an der Hausfassade sorgen künftig für ausreichende Stromversorgung.
1999:  Eine grosse Staublawine drückt das Hüttendach ein, zerstört den Kamin und beschädigt das Mauerwerk.
2007:  Am 18. August feiert die SAC-Sektion Interlaken den 100. Geburtstag der Rottalhütte.

Aufstieg zur Jubiläumsfeier. Das Jubiläumsfest steigt am Samstagnachmittag 18. August ab 16 Uhr in der Rottalhütte. Rund 50 Ehrengäste aus anderen Sektionen, den SAC-Rettungsstationen, Bergführervereinen sowie aus Wirtschaft und Politik werden zu diesem Zweck zur 2755 Meter hoch gelegenen Hütte aufsteigen. Am Sonntag ab 14 Uhr findet dann im Hotel Stechelberg der zweite Teil des Hüttenjubiläums statt.
Berner Oberland News
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung
Aktuelle Frontseite
Seitenanfang
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, 3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41(0)33 821 10 61 und Fax +41(0)33 821 10 64 / Mobile +41(0)79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7
Für den Inhalt von verknüpften externen Websites (Links) beziehungsweise für die darauf von Dritten angebotenen Informationen, Produkte und Dienstleistungen übernehmen die «Berner Oberland News» keine Verantwortung.

 
'