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Thun: Erweiterung des Schadausaals um ein Jahr verschoben

Nach einer Prüfung des aktuellen Planungsstandes und einer Gesamtbeurteilung der Lage hat der Thuner Gemeinderat beschlossen, den Baubeginn zur Erweiterung des Schadausaal um ein Jahr auf Juni 2009 zu verschieben.

sth/bns. Im März 2011 soll laut einer Medienmitteilung der erweiterte Schadausaal fertiggestellt sein. Gleich anschliessend sollten die beiden Grossanlässe Künstlerbörse und Swiss Economic Forum stattfinden. Die neuen Anlagen stünden dann auch allen anderen Veranstaltern zur Verfügung: «Am 11. März 2007 hatten die Thuner Stimmberechtigten in einer Variantenabstimmung der Erweiterung des Schadausaals zu einem Kultur- und Kongresszentrum für 19 Millionen Franken gegenüber einer reinen Erhaltungsvariante mit 62 Prozent Ja-Stimmen den Vorzug gegeben.»

«Nach einer intensiven ersten Planungsphase seit April zeigt sich, dass die Kostenvorgabe dem Projekt einen sehr engen Rahmen steckt und der Detailplanung deshalb um so grösseres Gewicht zukommt», heisst es in der Medienmitteilung: «Die genaue Bedürfnisermittlung und intensive Kommunikation mit den Benutzern ist von grosser Bedeutung.» Der Gemeinderat habe in seine Überlegungen miteinbezogen, dass mit einem späteren Baubeginn eine Koordination mit dem geplanten Erweiterungsbau des Gymnasiums möglich werde: «Die Belastung der Anwohnerschaft durch Bautätigkeiten könnte dadurch zeitlich halbiert werden. Hinzu kommt das Risiko von Bauverzögerungen durch allfällige Einsprachen: Jede Verzögerung der Planung hat eine Verschiebung des Baubeginns um ein Jahr zur Folge. Eine vorausschauende Planung mit Zeitreserve empfiehlt sich auch, damit die Veranstalter nicht für ein zusätzliches Jahr einen Alternativstandort suchen müssten und der Saal dadurch praktisch ein Jahr lang ungenutzt wäre.»

Gemeinderätin Jolanda Moser, Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften, legte laut der Medienmitteilung an einer Orientierungsversammlung den regelmässigen Nutzern des Schadausaals die Gründe für die Verschiebung des Baubeginns dar: «Die Benutzer wurden möglichst früh über die Verschiebung informiert, damit diese ihre Programm- und Belegungspläne 2008/2009 noch anpassen und auf einer sicheren Basis weiter planen können. Für das Unterbrechungsjahr 2009/2010 werden die Benutzer ihre Anlässe an alternativen Standorten durchführen müssen.»
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