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Für 9100 Kinder beginnt die Schulzeit

9100 Kinder haben im August 2007 ihren ersten Schultag. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr rund 105 000 Kinder und Jugendliche die öffentlichen Kindergärten und Schulen besuchen. Dies sind 1200 weniger als im letzten Schuljahr. An den Gymnasien beginnt der Unterricht nach dem neuen kantonalen Lehrplan. Die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge dürfte sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres bewegen.

aid/bns. Im August beginnt laut einer Medienmitteilung an den öffentlichen Schulen des Kantons Bern für 9100 Kinder die Schulzeit: «Im Schuljahr 2007/2008 besuchen rund 105 000 Kinder und Jugendliche die öffentlichen Kindergärten und Schulen, rund 1200 weniger als im Schuljahr 2006/2007. Damit setzt sich der Trend der rückläufigen Schülerzahlen fort.» Als Folge des Rückgangs habe es im letzten Schuljahr noch 5960 Kindergarten- und Volksschulklassen gegeben, 80 weniger als im Schuljahr 2005/2006: «Auf das neue Schuljahr wird der Rückgang ähnlich hoch sein.» Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern beobachte die Veränderungen mit Sorge, weil die sinkenden Schülerzahlen einige Schulen vor Organisationsprobleme stellten und namentlich Stellen für Lehrkräfte verlorengingen: «Die Schulinspektorate beraten die Gemeinden bei der Organisation ihrer Schulen im Zusammenang mit den rückläufigen Schülerzahlen.»

Auf 1. August 2007 habe die Erziehungsdirektion den Lehrplan für die Volksschule in einigen Detailbereichen überarbeitet, verlautet im weiteren: «Die wohl bedeutendste Änderung betrifft den Lehrplan für die Informatik. Es ist vorgesehen, dass der integrierte Informatikunterricht bereits in der Primarstufe beginnt. Den Schulen und Gemeinden wird eine Übergangsfrist von zwei Jahren gewährt.» Im weiteren seien die Bestimmungen zugunsten einer konsequenteren Verwendung von Hochdeutsch im Unterricht geringfügig angepasst worden.

Alle Lehrerstellen sind besetzt
Die jährliche Umfrage der Erziehungsdirektion bei den Schulleitungen zeigt laut der Medienmitteilung, dass auf Schuljahresbeginn hin die offenen Lehrerstellen hätten besetzt werden können: «Für einige Oberstufenschulen (vornehmlich Realschule) in Randregionen gestaltete sich die Besetzung offener Stellen gemäss den Rückmeldungen betroffener Schulen auch dieses Jahr schwieriger. Verglichen mit dem Vorjahr hat per Ende Juli 2007 die Anzahl der Stellensuchenden leicht abgenommen.»

Gymnasien: neuer kantonaler Lehrplan wird umgesetzt
In diesem Sommer beginnt nach Angaben der Erziehungsdirektion sowohl im deutsch- als auch im französischsprachigen Kantonsteil der Unterricht nach dem neuen kantonalen Lehrplan. Gleichzeitig würden im Kanton Bern die Neuerungen im Rahmen der schweizerischen Revision des Maturitätsanerkennungsreglements umgesetzt. So würden unter anderem die Naturwissenschaften gestärkt. Auch begännen in der Agglomeration Bern neue Lehrgänge: Die Gymnasien Bern-Kirchenfeld und Köniz-Lerbermatt böten neu zweisprachige Maturitätslehrgänge an. Am Gymnasium Bern-Neufeld werde die spezielle Förderung besonders begabter Sportler verstärkt. Gegenüber dem Vorjahr würden insgesamt drei Klassen weniger eröffnet. Die Klassenzahl an den Fachmittelschulen bleibe gleich.

Berufsbildung: weiterhin hohe Zahl an neuen Lehrverträgen
Die Anzahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge dürfte sich laut der Medienmitteilung auf dem hohen Niveau des Vorjahres bewegen. Definitive Zahlen lägen dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) allerdings erst gegen Ende August vor. Zusätzliche Lehrstellen seien im Bereich der Fachangestellten Betreuung geschaffen worden, vor allem durch die neuen Angebote für verkürzte Lehren für Erwachsene in den Fachbereichen Kinderbetreuung und Behindertenbetreuung: «Auch die Lehrstellen im Gartenbau verzeichnen einen grossen Zuwachs (20 Prozent mehr als letztes Jahr). Eher unter den Erwartungen blieb die Lehrstellenzahl bei den Fachangestellten Gesundheit. Dennoch ist dieser Beruf vier Jahre nach der Einführung zum drittgrössten Beruf aufgestiegen – nach den kaufmännischen Angestellten und den Detailhandelsangestellten.» Verschiedene Berufe seien auf dieses Schuljahr hin vollständig neu gestaltet worden, so die Automobilberufe. Die bisherigen Automechaniker, Fahrzeugelektriker beziehungsweise -elektroniker und Automonteure würden durch Automechatroniker, Automobilfachleute sowie Autoassistenten abgelöst.

Promotion für zweijährige Grundbildung wird weitergeführt
Die zweijährige Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest sei gut angelaufen, heisst es im weiteren: «In diesem Jahr konnten bisher über 350 neue Lehrverträge abgeschlossen werden. Dies sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wird das Ziel von 400 neuen Lehrverträgen nicht ganz erreicht. Allerdings ist zu beachten, dass entgegen der Planung die zweijährige Grundbildung im KV – Büroassistent – vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie auf Sommer 2007 noch nicht eingeführt werden konnte. Zudem handelt es sich um neue Lehrstellen, da die letztjährigen Stellen wegen der zweijährigen Laufzeit erst nächstes Jahr zur Wiederbesetzung offen sind. Die Promotion mit Networkern wird auch im kommenden Schuljahr weitergeführt, damit noch mehr Lehrstellen in diesem wichtigen Segment für schulisch schwächere Jugendliche geschaffen werden können. Lehrverträge für die zweijährige Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest wurden im Detailhandel, im Gastgewerbe, in der Hotellerie, in der Küche, bei den Schreinern, Logistikern, im Metallbau, im Maschinenbau, im Autogewerbe bei den Milchpraktikern und in der Hauswirtschaft abgeschlossen.»
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