In Kandergrund sind am Abend des 4. Dezember zwei hausgrosse Felsbrocken zu Tal gestürzt. Verletzt wurde niemand. (Bild Feuerwehr Frutigen)
Nach dem Felssturz im Gebiet Louweli–Hangi–Küenzeli in Ausserkandergrund vom Dienstagabend – siehe auch Kandergrund: Felsbrocken zu Tal gestürzt vom Mittwoch 5. Dezember 2007 – konnte laut einem Flugblatt, das morgen Freitag an die Haushaltungen verteilt werden soll, die aktuelle Situation im Verlaufe des Mittwochs durch den Geologen Ueli Gruner (Kellerhals und Haefeli AG Bern) und GFO-Bergführer Peter Zurbrügg im Gelände besichtigt werden: «Der Geologe stellte fest, dass neben dem bereits abgebrochenen Material eine weitere abrutschgefährdete Felspartie vorhanden ist. Er rechnet damit, dass diese Felspartie mittelfristig abbrechen oder abrutschen könnte und hat deshalb eine Sprengung empfohlen.»
Aufgrund dieser Beurteilung habe der Gemeinderat beschlossen, diese Arbeiten als Notmassnahme sofort in Auftrag zu geben: «Man rechnet damit, dass die Sprengung noch vor Weihnachten erfolgen kann.» Die Arbeiten werden laut Flugblatt durch die Gasser Felstechnik AG ausgeführt: «Die Kosten werden auf mehrere zehntausend Franken geschätzt. Die Arbeiten umfassen auch die Montage einer Überwachungsanlage, damit Anwohner und Bauarbeiter über markante Bewegungen der Felspartie sofort informiert werden könnten.»
Bis zum Zeitpunkt der Sprengung bleibt nach Angaben des Gemeinderates von Kandergrund ein Teilstück der Ausserkandergrundstrasse (ab Liegenschaft Hansruedi Reichen bis Liegenschaft Anna Künzi) für jeglichen Verkehr gesperrt: «Das Betreten der abgesperrten Strasse und des mit Warnband markierten Geländes und somit auch der Liegenschaft von Hansruedi Reichen bleibt untersagt.»
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