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Die Neukreation «Victoria-Chäs» ist getauft

Die unter der Bezeichnung «Victoria-Chäs» gereifte neueste Kreation der Zusammenarbeit zwischen dem Interlakner Fünfsternehotel Victoria-Jungfrau und den beiden Jungunternehmern Jürg Wyss und Mike Glauser von der Jumi GmbH in Herolfingen ist offiziell auf den Namen «Alisa Victoria» getauft worden.

Victoria-Jungfrau-Küchenchef Manfred Roth (links) überreicht den ersten von drei Alisa-Victoria-Käsen an Direktor Hans-Rudolf Rütti. Rechts im Bild der Käsehersteller Mike Glauser. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds/pd/bns. In festlichem Rahmen wurde am Freitagabend der erste Laib des während Monaten liebevoll gepflegten, Käses angeschnitten und degustiert. Der leicht nussige und sehr cremige Käse wird nach einem neu kreierten Rezept in einer kleinen Käserei in Steinen im Emmental hergestellt. Dem Käse wird mit einem Holzmodel das Logo des Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa aufgedrückt. Es bedurfte einiger Versuche, bis Mike Glauser, dessen Urgrossvater bereits den Käse auf Stroh nach Amerika exportierte, das perfekte Rezept für den Halbhartkäse gefunden hatte. Der Käse wird mit silofreier Rohmilch produziert, damit beim Verzehr des gereiften Produktes die Flora des Grases beziehungsweise die verschiedenen Kräuter des Heus schön zum Ausdruck kommen.

Vor der Taufe wurde in der Küche des Victoria-Jungfrau ein Käse hergestellt.

Die Milch stammt von den Kühen eines benachbarten Bauern, dessen beste Kuh «Alisa» die Namenspatin des neu kreierten Käses ist. Die Käselaibe werden einige Monate mit Rotschmierreifung gepflegt. Hiebei wird der Käse während den ersten zehn Tagen nach dem Salzbad täglich und während den darauf folgenden 28 Tagen dreimal die Woche gehegt. Abschliessend wird der Käse noch zweimal in der Woche je nach Wetter und Jahreszeit veredelt. Diese intensive Pflege ermöglicht einen harmonischen Reifeprozess des Käses, was zur Folge hat, dass dieser nicht trocken wird sondern ein besonders starkes und harmonisches Aroma entwickelt. Die ersten Käselaibe, die diesen Prozess durchlebt haben, sind nun genussfertig. So wurde es Zeit, dem Käse offiziell seinen Namen zu geben. Nachdem die Gäste zusammen mit Mike Glauser und Victoria-Jungfrau-Küchenchef Manfred Roth einen Käse in der Küche des Victoria-Jungfrau hergestellt hatten, fuhr die Gesellschaft mit Pferdekutschen zur regionalen «Käsekathedrale» im Rugenkeller, in der zirka 3000 Käse zu zehn Kilogramm lagern. Die Molkerei Amstutz AG aus Sigriswil, Besitzerin des im Jahr 1860 gebauten Rugenkellers, pflegt Käse von über 30 Alpen.

In der «Käsekathedrale» im Rugenkeller lagern insgesamt an die 30 Tonnen Käse.

In der «Kathedrale» wurde der Käse in einer feierlichen Zeremonie zuerst nach altem Brauch gebrannt und auf den Namen «Alisa Victoria» getauft und anschliessend degustiert. Victoria-Jungfrau-Direktor Hans-Rudolf Rütti sagte bei der Taufe, dass Käse ein Verschmelzung von Fundamentalem – von Handwerk aber auch von der Vergänglichkeit – sei und dieser Victoria-Käse ein Symbolträger sei. Zeit lasse den Käse reifen, dazu brauche es Geduld und handwerkliches Können. Er führte dazu auch das Zitat des römischen Philosophen Lucius Annaeus Seneca an: «Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nützen.» Bei einem anschliessenden «Taufessen» in der Jungfrau-Brasserie verwöhnten Küchenchef Adrian Furer und sein Team die Taufgäste mit einem Viergangmenu. Mit den korrespondierenden Schweizer Weinen wurde auf den neuen Käse angestossen. Der Käse «Alisa Victoria» kann zukünftig nicht nur im Victoria-Jungfrau genossen werden, sondern wird auch auf den Märkten in Bern, Belp und Oberhünigen feilgeboten.
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