Lieferten wertvolle Informationen über die Luftrettung, das 200-Jahr-Jubiläum der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB) und das vergangene Feuerwehrjahr: von links Rettungsflugwacht-Pilot und Fluglehrer Jaques-André Dévaud, Rettungsflugwacht-Instruktor Beny Marti, Feuerwehrgesamtleiter Hansueli Grossniklaus und Regierungsstatthalter Walter Dietrich. (Bild Bruno Petroni)
Regierungsstatthalter Walter Dietrich zog am Jahresrapport der Feuerwehrkommandanten des Amtsbezirkes Interlaken in Wilderswil Bilanz über das vergangene Jahr «seiner» Feuerwehren: «Ein Drittel der 222 Einsätze diente der Brandbekämpfung; 66 Mal rückten die Feuerwehren wegen Insekten aus. Schäden in der Höhe von 60 Millionen Franken entstanden durch Feuer, 49 Millionen Franken sind Elementarschäden, was eine ähnliche Gesamtschadenhöhe ergibt wie im Jahr 2003.» Viel Arbeit in Grindelwald
Nach einer regelrechten Brandserie wurde es in Wilderswil wieder ruhig. Dafür hatten der Grindelwalder Feuerwehrkommandant Albert Wenger und seine Mannschaft Ende letzten Jahres viel Arbeit: Im Oktober verloren zehn Kühe bei einem Stallbrand das Leben und in der Weihnachtszeit wurden binnen nur 13 Tagen zwei Sägereien Opfer eines Grossbrandes.
Bruno Petroni, freier Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
Albert Wenger berichtete auch von einem heimtückischen Silobrand infolge eines Heizungsdefektes Mitte November, wiederum in einer Sägerei, welche von der örtlichen Feuerwehr 136 Mannstunden erforderte. Insgesamt ereigneten sich im Amt Interlaken letztes Jahr sieben Grossbrände mit über 100 000 Franken Schaden. Einer davon endete besonders tragisch: Anfangs Juli war bei einem Grossbrand in Gündlischwand ein Todesopfer zu beklagen.Mutationen
Auf das neue Jahr hin sind mehrere Mutationen zu verzeichnen: Fritz Jaun tritt als Oberkommandant von Lauterbrunnen zurück. Sein Mandat übernimmt Karl Feuz, bisher Kommandant in Stechelberg. Dort wird Charles Feuz die Führung übernehmen.
In Wilderswil bleibt das Kommando quasi in der Familie: Thomas Zurschmiede übernimmt den Kommandoposten von seinem Bruder Albert. In Wengen übernimmt Richard Gassmann das Kommando von Nils Graf.
Weniger Kursteilnehmer
Feuerwehrinspektor Andreas Banholzer orientierte über das Kurswesen und stellte fest, dass die Teilnehmerzahl in den letzten sechs Jahren stetig abgenommen habe. Letztes Jahr seien es nur 2441 Teilnehmer gewesen. Im Jahr 2001 waren es noch deren 4100. Dieses Jahr stehen unter anderem folgende Kurse an: Mitte Mai Gruppenführer-Einsatzkurs in Innertkirchen, Motorspritzenkurs im August in Interlaken und im Oktober Einsatzleiterkurs 2 in Meiringen.
Jugendliche zur Feuerwehr
Die Feuerwehr ist auch im Nachwuchsbereich aktiv: Morgen Dienstag läuft die Anmeldefrist für den Grundkurs bei der Jugendfeuerwehr ab. Andreas Banholzer: «Wir können Nachwuchs gebrauchen. Teilnahmeberechtigt sind alle Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Und anmelden können sie sich beim örtlichen Feuerwehrkommandant oder via Internet».
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