pd/bns. «Damit konnte im Rennen um das erste Red Bull Air Race der Schweiz ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht werden», verlautet dazu: «Ein weiterer Entscheid liegt nun beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), dessen schriftliche Bewilligung zurzeit noch aussteht.» Bereits nächste Woche werde ein Team der Red Bull Air Race GmbH vor Ort unterwegs sein, um konkrete Abklärungen rund um den geplanten Anlass zu treffen.
«Formel-1 der Lüfte»
Die «Red Bull Air Race World Series» ist laut der Internet-Enzyklopädie Wikipedia eine vom Energydrinkhersteller Red Bull gesponsorte Serie von Luftrennen. Seit dem Jahr 2003 mässen sich jährlich bei mehreren Luftrennen die besten Kunstflugpiloten der Welt, um in niedrigen Höhen Manöver durch sogenannte Airgates – 20 Meter hohe Pylone mit 10 bis 14 Meter Abstand zueinander – und unter Brücken hindurchzufliegen. Geflogen werde nach Zeit. Zusätzlich gebe es Strafsekunden für das Berühren von Pylonen und für Fehler bei den Flugfiguren. Es seien zum Beginn des Wettkampfes noch vier Flugzeugmodelle geflogen worden, doch habe sich dieses auf zwei Flugzeugtypen reduziert: «Als überlegeneres Flugzeug gilt die Zivko Edge 540, doch die Extra 300L wird von der Mehrzahl der Piloten geflogen.» Bei den ersten Rennen seien noch Suchoi Su-26 und Cap 232 am Start gewesen. Die Flugzeuge hätten zwischen 300 und 400 PS, seien meist einsitzig und wögen um die 700 Kilogramm. Bei einer Länge von sechs bis sieben Meter hätten sie zirka acht Meter Spannweite: «Man nennt sie auch augenzwinkernd die ‹Formel-1-Autos› der Lüfte.»
Anlässe auf dem Flugplatz Interlaken: Begleitgruppe einsetzen?
«Sie erteilen die Bewilligungen für Anlässe auf dem Flugplatz Interlaken beziehungsweise werden in gewissen Fällen zur Bewilligungserteilung beigezogen. führt die grüne Grossrätin Christine Häsler aus Wilderswil in einem Schreiben an den Betrieb Luftwaffe in Unterbach, an die Gemeinderäte von Wilderswil, Matten und Bönigen sowie an das Regierungsstatthalteramt Interlaken aus: «In den letzten Jahren hat die Betriebsamkeit auf dem Flugplatz Interlaken massiv zugenommen; gerade in den Sommermonaten finden sehr viele Anlässe statt, der Belegungsplan ist eng besetzt.»
Einige dieser Anlässe seien bei der breiten Bevölkerung längst etabliert und brächten teils grossen volkswirtschaftlichen Nutzen, andere kämen neu dazu und brächten vorerst viel Aufregung, heisst es in dem Schreiben. Eines hätten alle Anlässe gemeinsam: «Sie finden sowohl Anhänger- wie Gegnerschaft und stets erneut die Frage wie viel verträgt es noch?»
Damit die Anlässe auf dem Flugplatz Interlaken von der Bevölkerung mitgetragen werden könnten, sei Partizipation anzustreben, führt Häsler in ihrem Schreiben aus. Burgergemeinden, landwirtschaftliche Bewirtschafter, Tourismus, Kultur- und Umweltverbände, Jugendvertretungen und so weiter könnten nicht nur der Region dienen sondern unter Umständen auch dem Anlass und dessen Besuchern, wenn bereits in der Prüfungs- und Bewilligungsphase auf Partizipation und eine gute Vertretung aller Interessierten gesetzt werde: «Ich bitte Sie deshalb, die Einsetzung einer Begleitgruppe, die beim Belegungsplan, bei der Bewilligungserteilung und bei der Begleitung von Anlässen auf dem Flugplatz Interlaken mitarbeiten kann, ernsthaft zu prüfen.»
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