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Der Bypass Thun Nord nimmt Formen an

Der Studienauftrag zum Bypass Thun Nord ist abgeschlossen. Im Norden von Thun soll nicht nur eine neue und effiziente Strassenverbindung entstehen. Mit dem Projekt sollen auch die Grünflächen und Siedlungsräume klar voneinander abgegrenzt und aufgewertet werden. Die neue Aarebrücke soll zurückhaltend, aber ästhetisch gestaltet werden. Die Ergebnisse des Studienauftrags werden öffentlich ausgestellt und an Informationsveranstaltungen präsentiert.

aid/bns. Mit dem Bypass Thun Nord sollen laut einer Medienmitteilung die Thuner Innenstadt vom Verkehr entlastet und gleichzeitig wichtige Entwicklungsgebiete erschlossen werden. Der Kanton Bern habe dazu im Februar 2006 einen Studienauftrag ausgeschrieben. Im Mai 2006 seien aus elf Bewerbungen drei Bearbeitungsteams für die Teilnahme am Studienauftrag ausgewählt worden: «Anstelle eines einzigen Siegerprojektes empfiehlt die Jury, die spezifischen Qualitäten aus den beiden Projekten ‹Liaison› und ‹A niveau› zu kombinieren und den Bypass Thun Nord im Rahmen von drei Teilprojekten weiterzuentwickeln.»

Im Teilprojekt «Verkehr» sollen gemäss dem Vorschlag «Liaison» des Teams um die B+S Ingenieur AG leistungsfähige und funktionelle Strassenverbindungen geplant werden. Die Qualität des Projektes liege in der hohen Kapazität und Flüssigkeit der Verkehrslösung. Überarbeitungen seien vor allem im Bereich Langsamverkehr notwendig. Im Teilprojekt «Landschaft» sollen die Ansätze des Teams um das Planungsbüro Müller, Romann und Schuppisser weiterverfolgt werden: «Statt des heutigen Nutzungsdurcheinanders soll der Grüngürtel Glättimühle–Glockental zum prägenden Element und zur Visitenkarte von Thun Nord werden.» Das Team schlage dazu Baumreihen entlang der Strassen und Siedlungsränder, einen landwirtschaftlich geprägten Bereich entlang der Bernstrasse und die Aufwertung des Gebiets entlang des Mühlibachs vor. Die neue Aarebrücke soll möglichst kurz gehalten werden, ohne aber die Betriebsabläufe im AMP- und Ruag-Areal zu stören. Statt einer auffälligen Inszenierung ist eine zurückhaltende, aber ästhetische Gestaltung gefragt. Das definitive Projekt soll im Rahmen eines kleinen Studienauftrags erarbeitet werden.

Der Strassenplan zum Bypass Thun Nord werde bis ins kommende Jahr unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Beurteilungsgremiums erarbeitet werden und im Jahr 2009 in die Mitwirkung gehen, verlautet im weiteren: «Parallel dazu werden die nötigen Begleitmassnahmen auf dem übrigen Strassennetz und in der Thuner Innenstadt geplant.» Ende 2007 werde zudem das Agglomerationsprogramm Thun mit dem Bypass als Kernstück nochmals beim Bund zur Unterstützung durch den Infrastrukturfonds eingereicht. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern sei zuversichtlich, dass der Bund rund die Hälfte der auf rund 70 Millionen Franken geschätzten Gesamtkosten übernehmen werde.

Ausstellungen. Vom 19. Februar bis 9. März 2007 finden in Thun, Steffisburg und Heimberg Ausstellungen zu den Ergebnissen des Studienauftrags und je eine Informationsveranstaltung statt. Der Bericht zum Studienauftrag und die Ausstellungsplakate zu den Empfehlungen finden sich auch auf der Website des Projekts «Bypass Thun Nord».
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