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| Schadausaal-Abstimmung: Thuner Gemeinderat setzt sich für Erweiterung ein |
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Der Schadausaal in Thun soll zu einem Kultur- und Kongresszentrum ausgebaut werden: Diese Forderung hat laut einer Medienmitteilung der Thuner Gemeinderat im Vorfeld der Volksabstimmung vom 11. März nochmals in aller Deutlichkeit vorgebracht.
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sth/bns. Eine Erweiterung des 20jährigen Konzert- und Theatersaals sei sowohl für die lokale Bevölkerung und die Vereine als auch für externe Kultur- und Kongressveranstalter von grösstem Interesse, heisst es in der Medienmitteilung. Thun stünde vor einer Variantenabstimmung: «Zur Wahl stehen die ‹Erhaltung› und die ‹Erweiterung›.»
Sowohl die Thuner Stadtregierung als auch das Stadtparlament befürworteten einstimmig die Erweiterung des 20jährigen Schadausaals zu einem Kultur- und Kongresszentrum, verlautet in der Medienmitteilung: «Sie empfehlen den Stimmberechtigten, an der Variantenabstimmung vom 11. März der ‹Erweiterung› den Vorzug zu geben und dafür einen Kredit von 19 Millionen Franken zu bewilligen.» Die Variante «Erweiterung» – das Siegerprojekt «Espace» aus einem Architekturwettbewerb im Jahr 2005 – sehe eine Sanierung des bisherigen Saals, einen zweiten, kleineren Saal, ein erweitertes Foyer, ein unterirdisches Parkhaus und eine verbesserte Infrastruktur vor.
Als Hauptargumente, die aus Sicht des Gemeinderates klar für die Variante Erweiterung und gegen die Variante Erhaltung sprächen, werden angeführt:
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Schadausaal für alle: Heute halten über zehn Vereine der Stadt Thun sowie diverse Schulen und Firmen ihre Hauptversammlungen und andere Anlässe im nahen Bärensaal ab. Für dieses stadteigene Lokal, das sanierungsbedürftig ist, heutigen Anforderungen nicht mehr genügt und mittelfristig geschlossen werden soll, wird mit dem zweiten, kleineren Schadausaal ein guter Ersatz geschaffen. Die attraktive neue Infrastruktur wird den Vereinen und andern lokalen Nutzern zu vergleichbaren Bedingungen zur Verfügung stehen wie der veraltete Bärensaal. |
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Infrastruktur für neue Veranstalter: Die Stadt Thun muss heute teilweise auf auswärtige Veranstalter, die in Thun Anlässe durchführen möchten, verzichten, weil ihnen der Saal nicht genügt. Hauptgründe: Der Schadausaal, das Foyer und die Nebenräume sind zu klein, die nötigen modernen Infrastrukturen fehlen. Eklatant sichtbar werden diese Mängel bei jenen beiden Grossanlässen, die seit mehreren Jahren in Thun stattfinden – bei der Schweizer Künstlerbörse und beim Swiss Economic Forum. Sie sind jedes Mal auf Provisorien, Ausweichlokale, Zelte und ähnliches angewiesen. |
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Glaubwürdige Kulturstadt sein: Nur wenig grössere Städte wie Biel oder sogar kleinere wie Solothurn und Langenthal verfügen über ein Stadttheater und/oder eine spezielle Konzerthalle. Thun, dessen Kulturszene in den letzten Jahren erfreulich gewachsen ist und das sich einen Namen als Kulturstadt schafft, hat hier ein Defizit. Der Wettbewerb unter den Städten ist jedoch eine Tatsache. Thun muss diesbezüglich gleichziehen, wenn es nicht von andern Standorten «abgehängt» werden soll. |
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Wirtschaftliche Chancen nutzen: Wenn der Schadausaal so ausgebaut wird, dass künftig in Thun weitere Kongresse und Kulturanlässe von überregionaler Bedeutung abgehalten werden können, wird sich dies positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der Region auswirken. Hotels, Restaurants und Firmen werden eine zusätzliche Wertschöpfung von drei bis fünf Millionen Franken pro Jahr erfahren – eine Chance, die ergriffen werden sollte. Das künftige Kongress- und Kulturzentrum Schadausaal und das geplante Hotel gegenüber auf der Lachenwiese werden von einander profitieren. |
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Variante Erhaltung als «Notlösung»: Um bei einer allfälligen Ablehnung der Variante Erweiterung eine Nullösung zu vermeiden, bieten Gemeinderat und Stadtrat eine Variante Erhaltung zur Wahl an, die neun Millionen Franken kosten würde. Sie ermöglicht einen späteren Ausbau zur Variante «Erweiterung» und sieht technische und akustische Verbesserungen am bestehenden Schadausaal vor, löst aber die grundsätzlichen Probleme nicht. Der spätere Vollausbau nach einer solchen «Notlösung» wäre mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden: Die Saalnutzung müsste für die Umbauten zweimal für längere Zeit unterbrochen werden. Auch von den meisten Benutzervereinen und –Organisationen wird diese Variante abgelehnt. |
«Vereine, andere lokale Veranstalter, Kultur, Wirtschaft und Tourismus – alle werden von einem ausgebauten Schadausaal profitieren», verlautet abschliessend: «Dies erhöht nach Überzeugung des Gemeinderates die Attraktivität von Stadt und Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort.»
Abstimmungsbotschaft und Projekt «Espace» mit Visualisierungen.
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