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Montag 1. Januar 2007
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Lauenen bei Gstaad: Todesopfer und eine Verletzte bei Lawinenniedergang

Zwei Berggänger aus der Westschweiz sind am Neujahrstag südlich von Lauenen bei Gstaad von einer Lawine erfasst und in die Tiefe gerissen worden. Während eine zirka 30jährige Frau durch die Rettungsmannschaften schwer verletzt geborgen wurde, kam für ihren 27jährigen Begleiter jede Hilfe zu spät. 

pkb/rfw/bns. Die beiden Wintersportler waren laut Medienmitteilungen des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei sowie der Rettungsflugwacht am Montag 1. Januar 2007 kurz vor Mittag, zu Fuss im Bereich des unteren Feissenberges oberhalb Lauenen bei Gstaad unterwegs. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen sollen sie beim sogenannten «Geltenrittli» auf einer Höhe von 1900 Meter über Meer ein schneebedecktes Couloir durchquert haben, als sich plötzlich über ihnen am Follhore (2196 Meter über Normalnull) eine Lawine löste und die beiden rund 250 Meter über ein Felsband in die Tiefe riss. Dank einem Suchhund sei der unter dem Lawinenkegel begrabene Mann schnell geortet und geborgen worden: «Trotzdem konnten die Mediziner nur noch seinen Tod feststellen; seine Begleiterin wurde mit mehreren Frakturen, aber in stabilem Zustand, ins Spital geflogen.»

«Obwohl die verletzte Frau vom schweren Schnee bis zum Oberkörper regelrecht einbetoniert worden war, konnte sie mit ihrem Handy Alarm schlagen», heisst es in der Medienmitteilung der Rettungsflugwacht: «Durch die Einsatzzentrale der Rettungsflugwacht aufgeboten, gelang es in der Folge zwei Helikoptern – trotz Schneetreiben, starkem Wind und mehreren Kabeln, die teilweise direkt über die Unfallstelle führen – Retter und einen Lawinenhund an die Unfallstelle zu bringen.»

Beim Anflug zur Unfallstelle konnten nach Angaben der Rettungsflugwachtdie Helikopterbesatzungen mit der teilverschütteten und verletzten Frau per Handy kommunizieren und sich dadurch genau einweisen lassen: «Da es in der Gegend verschiedene andere Lawinenkegel hat, der Oberkörper der Patientin nur sehr schwer auszumachen war und es keine anderen Zeugen des Unglücks gab, ist es gemäss den Flugrettern fraglich, ob man den Unfallort bei den herrschenden Bedingungen sonst überhaupt gefunden hätte.» Die beiden Verschütteten hätten keine Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) auf sich getragen. Im Einsatz standen laut Medienmitteilung die Rettungshelikopter der Rettungsflugwachtpartnerbasis in Zweisimmen sowie der Air Glaciers in Saanen, Bergführer der SAC-Rettungsstation Gstaad und ein SAC-Lawinenhund.
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