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Samstag 27. Januar 2007
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Grindelwald: Pistenpräparierung auf der First

Was braucht es, damit die Skifahrer, Wanderer und Schlittler einwandfrei präparierte Skipisten und Wanderwege vorfinden? Wir haben auf der First oberhalb von Grindelwald einen der landesweit 1500 Pistenbullyfahrer im Einsatz begleitet.

Beneidenswerter Arbeitsplatz im Angesicht des Schwarzhorns (rechts im Hintergrund): Hanspeter Roth weiss aber auch von unangenehmeren Situationen und Gefahren zu berichten: «Wenn die Sicht ‹blind› ist oder die zu präparierenden Pisten mit den Skifahrern zu teilen sind, kann es sofort einmal kritisch werden.» (Bild Bruno Petroni)

Morgens um sieben – die Morgendämmerung setzt allmählich ein. Das Quecksilber zeigt hier oben kuschelige minus 13,4 Grad Celsius an. Eine scharfe Bise dringt selbst durch die innersten Textilschichten. Doch den harten Mannen auf der First, 2166 Meter über Normalnull, ist von all dem nichts anzumerken. Sie sind teilweise schon mehrere Stunden im Einsatz. Pistenrettungschef Andreas Heim ist dabei, seine sechs Mitarbeiter an einigen der insgesamt 32 Schneekanonen und fünf Pistenfahrzeugen zu koordinieren.

Nichts für schwache Nerven
Einer von ihnen ist Hanspeter Roth. Bereits während der Nacht stundenweise mit der Betreuung der Beschneiungsanlagen betraut, fasst der gelernte Mechaniker jetzt vom Chef den Auftrag, den fünf Kilometer langen Schlittel- und Winterwanderweg zum Faulhorn «uf z’tue» – will heissen, diese Strecke mit dem breitspurigen Kässbohrer 280DW für die Wintersportler und -touristen zu präparieren: «Das ist kurzweiliger als die normale Pistenpräparierung», meint der 34jährige Grindelwalder, «denn hier draussen in der Einsamkeit einen bis zu 75 Prozent steilen Pfad in den Neuschnee zu pflügen ist doch einiges spannender als 20 Mal den gleichen Hang hinauf und hinab zu fahren.»
Bruno Petroni, freier Journalist, Matten bei Interlaken / petroni@gmx.ch
Was Hanspeter Roth spannend nennt, dürfte für nervenschwache Zeitgenossen Grund zu blankem Entsetzen sein: Kurz nachdem die Sonne über dem Wetterhorn blinzelt und die weiss verkleidete, hochalpine Landschaft hell erstrahlen lässt, hängt nämlich in der steilen und engen Traverse unterhalb des Ritzengrätlis schon einmal während mehrerer hundert Meter die halbe Fahrzeugraupe frei über dem Abgrund. Und wenn sich drei Kubikmeter Neuschnee vor dem fünf Meter breiten Pflug auftürmen, beginnt die sechs Tonnen schwere Maschine immer wieder zu «schwimmen». Dann gehts ruppig rückwärts – mmer wieder und meterweise.

Wenn sich der Magen dreht
«Mängisch ist das fast wie Trax fahren», witzelt Roth. Tatsächlich, Es ‹hudlet› und schüttelt wie in einer Achterbahn. Ein unangenehmes Gefühl des drohenden Abhanges in der Magengrube kündigt sich an. Aber als Bergführer und Seilbahnmonteur bringen solche Situationen Hanspeter Roth noch lange nicht aus der Ruhe. Bereits nach gut dreiviertel Stunden wendet er den 280 PS starken Pistenbully vor dem 2680 Meter hoch gelegenen Hotel Faulhorn: «Der Rückweg wird nun einfacher. Da gilt es, das Niveau des Schlittelweges möglichst horizontal und sauber zu planieren. Einwandfreie Pisten und Wanderwege sind nämlich die Visitenkarte einer Skiregion.» Damit erklärt Roth auch, warum die Skipisten täglich neu präpariert und geebnet werden.

Gefahr bei schlechter Sicht
«Am heikelsten wird es, wenn es ‹blind› ist», bemerkt Hanspeter Roth. Er meint damit Nebel und diffuse Lichtverhältnisse, wo weder der Horizont noch die Schneestrukturen mehr zu erkennen sind. Eine grosse Gefahr stellen laut Hanspeter Roth auch die Skifahrer dar: «Deshalb präparieren wir die Skipisten wenn immer möglich am Abend oder frühmorgens vor Inbetriebnahme der Bahnen, um kritische Situationen und Kollisionen zu vermeiden.» Vor Lawinen fürchten sich die Pistenfahrzeugfahrer offenbar weniger: «Diese werden von den Kollegen der Pistenpatrouille künstlich ausgelöst, bevor wir in gefährdete Hänge hineinfahren», sagt Roth, der jeden Winter rund 600 Stunden am Steuer des Pistenbullys sitzt.

«Luftige» Hobbys
«Die Sommermonate verbringe ich jeweils bei Montageeinsätzen im Ausland», erzählt Hanspeter Roth, der für den Schweizer Seilbahnbauer Garaventa AG weltweit Seilbahnen montiert. Das klingt nach einem Abenteurer. Genau wie seine Hobbys. So fliegt er auch Gleitschirm und erklimmte neben einem Achttausender im Himalaja auch die weltbekannte aalglatte Wand des kalifornischen El Capitain. Es ist also nachvollziehbar, dass Hanspeter Roth wegen eines im Schnee «schwimmenden» Pistenbullys mitten in einem Steilhang nicht wirklich nervös wird …
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