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Donnerstag 25. Januar 2007
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Spital STS AG mit neuem Identifikationsinformationssystem

Um die Qualität des Patienten- und Behandlungsprozesses und vor allem die Patientensicherheit zu erhöhen, ist das Projekt «Identifikationsinformationssystem» als Teil des Qualitätsmanagements der Spitalgruppe Simmental – Thun – Saanenland (Spital STS AG) ins Leben gerufen worden.

pd/bns. Verwechslungen seien im Spitalalltag wie bei anderen Berufen natürlich auch zu oft anzutreffen, heisst es in einer Medienmitteilung der Spital STS AG. Dabei handle es sich meist nicht um vorsätzliche Unachtsamkeiten oder unsorgfältiges Arbeiten; es seien Verkettungen von Zufällen und Vorfällen, die in Verwechslungen und/oder Fehlern mündeten: «Da sich insbesondere im Bereich der Transfusionsmedizin Fehler fatal auswirken können, wurde dieser Teilaspekt des Patientenprozesses als Muster-Fall behandelt.»

Das Ziel wird in der Medienmitteilung als einfach bezeichnet: «Jederzeit soll sichergestellt werden, dass ein bestimmter Patient eine nur für ihn vorgesehene Handlung zum richtigen Zeitpunkt und auf einer korrekten Verordnung basierend in einer korrekten Art und Weise verabreicht erhält.» Fehltransfusionen, Fehlmedikationen, Fehloperationen oder alle ähnlichen Vorkommnisse sollen verunmöglicht werden. Das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Akteure stelle hohe Anforderungen an Planung und Ausführung dieses Vorhabens. Neue Fehlerquellen dürften unter keinen Umständen entstehen: «Ein derartiges Identifikationssystem kann nur effizient, ökonomisch, benutzerfreundlich und sinnvoll eingeführt werden, wenn eine solide elektronische Basis im Sinne einer elektronischen Patientenakte vorhanden ist und genutzt wird.» Unter Berücksichtigung von nationalen und internationalen Standards sei als Eigenentwicklung die gesamte Prozesskette vom Verordnen einer Blutanalyse, über die Blutentnahme, die Laboranalyse bis hin zur Bluttransfusion neu definiert und elektronisch abgebildet worden, heisst es in der Medienmitteilung: «Parallel dazu erfolgten Patientenakzeptanzbefragungen und eine Evaluation der elektronischen Armbändern.» Grosser Wert sei besonds auf eine integrative Lösung gesetzt worden: Vorhandene Systeme sollen optimal genutzt und nur punktuell ergänzt werden.

Als Endprodukt füge sich das Identifikationsinformationssystem nahtlos in die über Wireless-LAN verfügbare Patientendokumentation ein, verlautet im weiteren. Jeder Schritt im Verordnungsprozess sei klar einem Patienten zugeordnet und verhindere so Verwechslungen: «Seit der Einführung wurden über 300 Patienten mit Armbändern versehen, weit über 800 Blutentnahmen und über 60 Transfusionen mit diesem Sicherheitssystem durchgeführt und haben uns dem Ziel eines möglichst fehlerfreien Alltags einen Schritt näher gebracht.»
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