pd/bns. Auch in ihrem zweiten Betriebsjahr wurden laut einer Medienmitteilung der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) verschiedene spannende Projekte an die Arbeitsgruppe der «Partnerschaft KWO-Oberhasli» herangetragen: «Bei der Auswahl liess sich die Arbeitsgruppe von den Kriterien leiten, dass das Projekt im allgemeinen Interesse stehen muss, dass es im Oberhasli angesiedelt ist und den Kriterien der nachhaltigen Entwicklung genügt. Konkret, dass es wirtschaftlich sinnvoll, gesellschaftlich erwünscht und ökologisch vorteilhaft ist.»
Die Arbeitsgruppe sei überzeugt, heisst es in der Medienmitteilung, dass die drei ausgewählten Projekte die genannten Kriterien erfüllten. Die Projekte des Jahres 2007 verkörperten alle einen für das Oberhasli typischen Aspekt. Das Kulturgut Handweberei wie auch die Alpwirtschaft hätten eine lange Tradition. Dies gelte erst recht für das Reichenbachtal, respektive das Rosenlaui, eine der urtümlichsten Landschaften des Oberhasli.
Mit drei Projekten habe sich die „Partnerschaft-KWO-Oberhasli“ für wenige Vorhaben entschieden, die jedoch alle substantielle Unterstützung erfahren, verlautet im weiteren. Damit sei der für das Jahr 2007 zur Verfügung stehende Betrag von 200 000 Franken ausgeschöpft: «Bereits können für das Jahr 2008 Projektideen eingereicht werden; die Mitglieder der Arbeitsgruppe nehmen diese gerne entgegen.»
Die unterstützten Projekte im einzelnen
Neuausrichtung der Handweberei Oberhasli. Die Handweberei hat im Oberhasli eine lange Tradition. Mit dem Ziel, dieses Handwerk zu erhalten und gleichzeitig die Absatzmöglichkeiten zu verbessern, wurde im Jahr 1913 die Genossenschaft Handweberei Oberhasli gegründet. Sie hat 169 Genossenschafter, rund 40 Gönner und verfügt seit 1980 über ein Verkaufslokal in Meiringen. Mit dem Wegfall der SEVA-Beiträge drängt sich für die Handweberei eine Neuausrichtung auf. Der «Partnerschaft KWO-Oberhasli» liegt die Erhaltung dieses Kulturgutes am Herzen; deshalb will sie die Neuausrichtung in den Bereichen Produkteentwicklung, Marketing und Nachwuchsförderung mit insgesamt 100 000 Franken unterstützen.
Verbesserte Direktvermarktung Alp Gental. Im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der Land- und Alpwirtschaft gewinnt die Direktvermarktung an Bedeutung. Darum beabsichtigt die Alpgenossenschaft Gental, einen Verkaufsraum mit zusätzlichem Käsespeicher zu errichten. So soll nicht nur der Direktverkauf angekurbelt, sondern auch die touristischen Nutzungsmöglichkeiten erweitert werden. Dies mit dem Ziel, das langfristige Überleben der Alp zu sichern. Die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» betrachtet dieses Vorhaben als ein Weg zur Verbesserung der hiesigen Wertschöpfung und hat diesem Projekt 80 000 Franken zugesprochen.
Konzeptstudie Entwicklung Reichenbachtal. Das Reichenbachtal steht namentlich bei der Alpwirtschaft und der Erschliessung (Strasse, Elektrizität) vor grossen Herausforderungen. Mit Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft möchte deshalb die «Gemeinschaft für die Entwicklung des Reichenbachtals» eine Konzeptstudie erstellen lassen. Diese Studie soll das Wertschöpfungspotential des Tals ganzheitlich ausleuchten und Projekte zur regionalen Entwicklung identifizieren. Für die Erarbeitung dieser Konzeptstudie stellt die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» den Initianten 20 000 Franken zur Verfügung.
Partnerschaft KWO-Oberhasli
Die Partnerschaft KWO-Oberhasli geht laut der Medienmitteilung auf eine Absichtserklärung zurück, welche die KWO im Mai 2005 gegenüber der Region – vertreten durch die Landsgemeinde – abgegeben habe: «Ziel ist, die nachhaltige Entwicklung (wirtschaftlich, gesellschaftlich, ökologisch) des Oberhaslis zu fördern. Operatives Zentrum dieser Partnerschaft ist eine Arbeitsgruppe, welche geeignete Projekt identifiziert und über deren Unterstützung entscheidet. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern der Region und der KWO zusammen: Barbara Kehrli-Maurer, Gadmen, Liselotte Rufibach, Guttannen, Beat Kehrli , Hasliberg, Albin Rüger, alpenregion.ch, Simon Winterberger, SAC Oberhasli, Gianni Biasiutti, Max Ursin, Walter Brog (alle Vertreter der KWO). Sekretariat (ohne Stimmrecht) Martin Tschirren (ebenfalls KWO).»
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