| pkb/bns. Bei den Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern gingen am Freitag 20. Juli 2007, zwischen 17.30 und 20.30 Uhr über 150 Anrufe über Wassereinbrüche in Keller, überschwemmte Strassen oder Hangrutsche ein: «Betroffen waren nach bisherigen Feststellungen vor allem die Gebiete von Guggisberg, Wahlern, Rüeggisberg, Riggisberg, Zimmerwald, Ober- und Niederscherli, Gasel, Region Belp, Rubigen, Muri-Gümligen, Münsingen, Worb, Konolfingen, Zäziwil, Schüpbach, Biglen, Walkringen, Lauperswil, Langnau, Diemtigen, Habkern und Beatenberg.» In diesen Gebieten traten nach Angaben der Kantonspolizei zahlreiche Bäche über die Ufer und drangen Wasser- und Schlammmassen in Keller und Gebäulichkeiten ein: «Ganz besonders betroffen waren Rubigen, Worb, Belp und Zäziwil.» Die Feuerwehren in den betroffenen Gebieten standen laut der Medienmitteilung im Grosseinsatz. Eine Schadenbilanz könne noch nicht gezogen werden, wurde am Freitagabend mitgeteilt. Gegen 20.30 Uhr habe sich die Lage allmählich wieder beruhigt nachdem die Gewitterzelle über den Oberaargau weggezogen sei.
Verkehrswege
Zwischen Unterseen und Beatenberg war nach Angaben der Kantonspolizei die Strasse eines Erdrutsches wegen gesperrt: «In Diemtigen verschüttete ein Erdrutsch die Strasse nach Grimmialp; letztere konnte gegen 20.30 Uhr wieder geöffnet werden.»
Die Hauptstrassen Worb–Grosshöchstetten und Rubigen–Worb mussten laut der Medienmitteilung vorübergehend wegen Schlamm auf der Strasse gesperrt werden. Dadurch sei es im Süden Berns auf der Achse Aaretal–Worb zu einem völligen Verkehrszusammenbruch gekommen, nicht zuletzt auch, weil die Autobahn A6 bei Rubigen eines Erdrutsches und eines Unfalles wegen habe gesperrt werden müssen: «Die Bahnlinien zwischen Walkringen und Hasle–Rüegsau (BLS) und im Raum Worb-Dorf (RBS) sind wegen des Unwetters unterbrochen.»
Vier Verletzte bei Unfall auf der Autobahn A6
Um etwa 17.35 Uhr fuhr laut der Medienmitteilung ein Automobilist mit drei Begleitpersonen auf der Autobahn A6 von Thun in Richtung Bern: «Kurz vor der Raststätte Münsingen kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Wildzaun und überschlug sich. Der Wagen kam schliesslich auf dem Dach liegend zum Stillstand. Fahrer und Beifahrer vorne konnten sich selber aus dem Auto befreien, während die beiden Insassinnen hinten von der Strassenrettung der Feuerwehr Thun geborgen werden mussten. Sie wurden mit zwei Ambulanzen der Sanitätspolizei der Stadt Bern in Spitäler gefahren. Die Normalspur der Autobahn A6 musste in Richtung Bern längere Zeit gesperrt werden, was zu einem grossen Rückstau führte.»
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